Könnte von Sahra kommen

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Alice im Gauland fordert „im Namen der Wähler“ einen Termin bei Steinmeier (WELT), weil … ? Wollen die jetzt mitregieren, oder die Regierung jagen.

Warum ist die Sahra nicht auf diesen Spin gekommen?

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Die Koalitionsrepublik

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Bis auf das Kabinett Adenauer III wurde Schland immer von Koalitionen regiert. Da­bei spielte die FDP eine wichtige, manchmal auch tragische Rolle, die ihr Spitz­namen wie Mehrheitsbeschafferin und Umfallerpartei einbrachten, weil die alte FDP zwischen Union und SPD pendelte. Das kann man sich heute von der neuen FDP gar nicht mehr vorstellen. Die steht nicht mehr liberal zwischen SPD und Union, sondern rechts von der CDU.

Das hat zwei Gründe:
1. Die CDU ist mittiger geworden, viele sagen linker. Naja, das ist relativ und ei­ne Frage der Perspektive.
2. Die FDP ist rechter geworden. Eine Koalition mit der SPD ist heute kaum noch vorstellbar und das liegt sicher nicht daran, dass die SPD linker geworden ist.

Das scheint der Dampfplauderer Kubicki anders zu sehen, denn er tönt in der ZEIT: Kubicki schließt Rechtsschwenk seiner Partei aus. „Sie werden nie erleben, dass Freie Demokraten mit antidemokratischen und rassistischen Ressentiments spielen. Nie!“ Das ist seine Begründung. Mir ist das zu wenig.

Der Begriff „rechts“ hat sich doch gewandelt (links auch – siehe Wagenknecht). Rechts sind nicht mehr nur Glatzköppe. Auch ein purer Wirtschaftsliberalismus ist rechts und in ihren Wurzeln war die FDP sozialliberal. Kaum zu glauben, dass ein Schulze-Delitzsch Gründer des FDP-Vorläufers DFP war.

Nur noch kurz die Welt retten

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Nun sind die Grünen dran, die nobody ja taktisch mit der Zweitstimme gewählt hat. Liebe Grünlinge, nobody hat volles Verständnis dafür, dass ihr von Schland aus in vier Jahren Jamaika nur noch kurz die Welt retten wollt. Aber das hat auch paar Jahre länger Zeit und blinder Eifer schadet nur.

Außerdem ist sich nobody sicher, dass das eine oder andere Rettungspaket wie­der neues Chaos auslöst. Gleiches gilt für zehn Punkte. Drei Punkte in vier Jah­ren, das wär doch auch schon was.

Naja, immerhin haben noch mehr Grüne jetzt kapiert, dass sie eigentlich Bür­ger­liche sind … die Peter 😯 und sogar der Habeck, aber das wussten die in Hes­sen und BaWü schon länger.

Koordinationsprobleme

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    Und schließlich, so der FDP-Mann und seit neuestem Bundestagsvize, sei es eine Mär, dass die FDP sich von Merkel zurückgesetzt gefühlt habe. „Wir schla­fen ja nicht auf dem Baum“, so Kubicki. Seiner Partei sei klar gewesen, dass die Grünen den weiteren Weg nach Jamaika gehabt hätten und deshalb längere Unterredungen mit der Bundeskanzlerin nötig gewesen seien. Die FDP gehöre ja nun ohnehin zum konservativen Lager. Seine Partei habe sich dadurch nicht kompromittiert gefühlt …

Kubicki bei Maischberger zitiert nach Süddeutscher.

Und nun Lindner in der FAZ:

    Der FDP-Vorsitzende beklagte auch, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seine Partei benachteiligt habe. Wäh­rend die Grünen Geschäfte zu Lasten der FDP ge­macht hätten, habe die FDP von Merkel „so gut wie keine Unterstützung für unsere Kompromissvorschläge erhal­ten“.

Einigkeit macht stark :mrgreen:

nobody nicht allein zu Haus

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Na das tut mal richtig gut. nobodys zu Weimar gezogenen Parallelen werden im klei­nen kosmos oft belä­chelt, als Hysterie abgetan. Nun bekomme ich Unter­stü­tzung von Philipp Gassert und der ist ja mal ein echter Professor der Geschichte und aufs Dritte Reich spezialisiert.

Gassert beschreibt in der ZEIT in „Die Lehren aus Weimar“ kurz und knackig, warum die heutige Situation so gefährlich ist. Auch Gassert verweist auf den 14. September 1930, so wie nobody.

Wenn man nun noch das hinzunimmt, was nobody die toitsche Krankheit oder das toitsche Gen nennt, dann wird das Ganze gruselig.

PS: Alle Parteien schmieren ab, nur die AfD und die FDP legen in den aktuellen Umfragen zu. Hier wächst zusammen, was zusammen gehört, die Allianz gegen die sogenannten kleinen Leutz.

Blame Game

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Das ist ja alles sehr interessant, was man so über das Scheitern von Jamaika erfährt, aber es bringt nix. Es bringt nix, sich im blame game den gelben Chris­tian zuzuschieben und was der Trittihn da macht, das gehört sich einfach nicht, egal ob es wahr ist oder nicht. Zu den ungeschriebenen demokratischen Spiel­re­geln zählt, dass man die vermeintlichen Gründe gescheiterter Verhandlung für sich behält.

Die Bilder vom Sonntag kurz vor Mitternacht sprechen doch für sich: Da ver­kün­det einer einseitig vor der Presse das Aussteigen und die anderen stehen be­tröp­pelt im Regen. Zu den erwähnten Spielregeln zählt auch, dass man das gemein­sam verkündet. Das war schäbig vom Lindner, aber auch diese Feststellung ist blame game, nur darf nobody das, weil ich an dem Trauerspiel nicht beteiligt war.

Nun heißt es in die Zukunft guggen und insofern sind die Erfahrungen der letz­ten zwei Tage doch von Belang. Und diese Erfahrung lehrt für die Zukunft: Mit einem Lindner verhandelt man nicht. Der war schon immer ein Windei. Und weil er jetzt zum Nawi (nationalistischen Windei) mutiert, erhält seine One-Man-Show auch weiter Zuspruch. In einer AfD geführten Regierung kann er ja den den rechten Karl Schiller geben mit seiner Pleite-Erfahrung.

Eins ist jetzt schon klar: Sollte es zu Neuwahlen kommen, dann wird die Union den Wahlkampf auf CL zuschneiden. So einer wie der darf ebenso wenig in den BT wie die Nazis. Wir wählen nicht zum Spaß, wie auch Demokratie kein Selbst­zweck ist, sondern eine Staatsform, in der auch κράτος steckt und das bedeutet auch regieren. Wer nicht regieren will und sich dennoch in ein Parlament wählen lässt, der will destruktiv sein, vielleicht bis zur Anarchie.

Noch ein Wort zu Neuwahlen: Seltsamerweise will die auch die SPD, die sich in der Oppostion doch erholen wollte. Opposition gibt es ohne Regierung nicht und selbst wenn es eine gäbe, wären vier Monate recht kurz für die Rekonvaleszenz.

Neuwahlen wollen je nach Umfrage auch 42 bis 45% der Wähler und einige Lü­genkressen halten das für die Mehrheit. nobody glaubt, dass die in Mathe nicht aufgepasst haben, aber es gibt ja noch die relative Mehrheit, mit der auch Angie wieder ins Amt gehievt werden könnte. Aber das will und kann sie nicht. Minder­heitsregierung funzen vielleicht bei den Käsköppen oder den Nordländern, aber nicht in Schland.

Wir müssen auch Europa im Auge behalten und ohne ein stabiles Schland fliegt die EU auseinander. Wir sind nunmal der Motor Europas, auch wenn es man­chem nicht passt. Stabil ist Schland mit Mehrheiten, die für jeden Furz zusam­men­gekratzt werden sollen, nicht mehr. Und die Demokratie­romantiker, die das für eine Renaissance halten, weil nach Auf­hebung des Fraktions­zwangs die Mau­sche­lei aufhört, haben 00 Ahnung. Dann geht das Geschacher in den Hin­ter­zim­mern erst richtig los: Milliarden für Bildung gegen Grenzen dicht usw.

Neuwahlen wären gut, wenn die blöden Protestwähler aufgewacht wären. Sind sie aber nicht. Alle Umfragen zeigen das gleiche Bild: danach ist nicht mal eine neue GroKo möglich. Rechnerisch möglich erscheint aber eine Koalition der Zwer­ge: AfD, FDP, LINKE und Grüne kämen nun zusammen auf 50%. Bei den Koalitionsverhandlungen würde nobody gern Mäuschen spielen.

Wacht endlich auf! Wir brauchen eine Regierung und keine Hampelmänner, die nach dem blöden Volx schielen.

Er hat gestanden

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Lindner heute: „Eine solche Entscheidung trifft man deswegen nicht leichtfertig und schon gar nicht aus der Spontanität eines Augenblicks heraus.“ (n-tv).

Warum lässt er sich dann wählen, wenn er nicht will? Die Frage kann man auch der SPD stellen und an die war wohl auch Steinis Ermah­nung gerichtet: „Sie die­nen unserem Land, ich erwarte von allen Gesprächsbereitschaft“ (SPon). Das hat es in Schland noch nicht gegeben, Neuwahlen, weil es zu keiner Regierung kommt.

Und was wird sich im März 2018 geändert haben? Nigges! Die Union muss wie­der mit Merkel antreten, weil sie keinen Nachfolger aufgebaut hat. Kostet wei­tere 5%, mindestens. Und selbst wenn diese 5% bei der SPD landen, dann bleibt wieder nur eine GroKo, die die SPD nicht will, auch nicht ohne Merkel, wie ei­nige kleine SPDler heute geflötet haben. Andere hingegen finden Schulzens Absage nicht so intelligent.

Wahrscheinlicher ist aber, dass die weiteren Unionsverluste bei Neuwahlen den Nazis zugutekommen. Die hätten dann die kritische Masse von 17% erreicht und dann gibt es, wie die Reichstagswahl vom 14. September 1930 gezeigt hat, kei­ne Dämme mehr, die die kackbraune Flut aufhalten können.

nobody befürchtet, dass es bei Neuwahlen nicht mal mehr zu einer GroKo reicht und dann ist die NSAfD alternativlos als Koalitionspartner 😯

Der wollte gar nicht

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Wenn man zusammenpuzzelt, was jetzt so über den praecoxialen Auszug der Einmannselbstdarstellerpartei mit Kielwasser bekannt wird, dann beschleicht nobody der Eindruck, dass die Dreipunktepartei, aka Lindner, gar nicht wollte. Der ist in dem Moment raus, als SchwarzGrün kurz vor der Einigung über die beiden letzten großen „Knackepunkten“ stand: Familiennachzug im atmenden Obergrenzenrahmen … oder wie das Ding heißen sollte … und Kohleausstieg. Zu beiden Punkten hat dann Lindner unterirdische Alternativen für Schland vor­ge­legt und dabei die CSU rechts überholt … nix wie raus hier, bevor wir regieren müssen.

Wenn das nix wird bei der Neuwahl, dann kann die Lindnerpartei ja immer noch mit der AfD fusionieren :mrgreen:

Art. 63 GG

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Wer sich fragt, wie es weitergeht, findet die Antwort im Grundgesetz. Art. 63 GG schreibt vor:

    (1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bun­des­tage ohne Aussprache gewählt.
    (2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundes­ta­ges auf sich vereinigt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.
    (3) Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen vier­zehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mit­glie­der einen Bundeskanzler wählen.
    (4) Kommt eine Wahl innerhalb dieser Frist nicht zustande, so findet un­ver­züglich ein neuer Wahlgang statt, in dem gewählt ist, wer die meisten Stim­men erhält. Vereinigt der Gewählte die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich, so muß der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen nach der Wahl ernennen. Erreicht der Gewählte diese Mehrheit nicht, so hat der Bundespräsident binnen sieben Tagen ent­weder ihn zu ernennen oder den Bundestag aufzulösen.

Der BuPrä wird Angie als Kanzlerin Vorschlagen. Weil bald Weihnachten ist und Steinmeier dabei an keine Frist gebunden ist, wird das wohl erst Anfang 2018 passieren. Im 1. und 2. Wahlgang wird die Bundesraute durchfallen. Im 3. Wahl­gang reicht die Unionsmehrheit.

Für eine Minderheitsregierung ist Merkel nicht zu haben. Also wird entweder Steini Neuwahlen ausrufen, oder Angie die Vertrauensfrage (Art 68 GG) stellen und so Neuwahlen herbeiführen.

So haben sich die Väter des Grundgesetzes ausgedacht, um ein zweites Weimar zu vermeiden. Darüber hätte der sozialdarwinistische Lautsprecher mal vorher nachdenken sollen, denn nun wird die FDP gut zwei Monate gegrillt.

Was Schland braucht

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… ist eine Regierung und keinen Lindner. nobody hat es geahnt: Diese Dampf­plau­derer von der Partei der Sozialdarwinisten machen diesmal den Hoch­zeits­crasher. Letztes Mal war es Trittihn, den die Grünen aber inzwischen unter Kon­trolle haben … auf dem Abstellgleis :mrgreen:

Logisch ist, dass es immer an einem Kleinen scheitern muss, der sich von der Mücke zum Ele­fanten aufblähen will, obwohl es nicht mal zum Ochsenfrosch reicht. Nun gibt es für das Volx in Zukunft zwei Optionen:

  • Noch mehr Ochsenfrösche
  • Größere Ochsenfrösche

Beide Alternativen führen zum gleichen Ziel: Schland wird unregierbar.

Für die dritte Wahl ist das Volx zu blöde. Es wird stattdessen noch mehr Nazis in den Reichtag wählen, wie damals. Die Goldenen Zwanziger sind nun Gol­de­ne Zehner und wieder wird auf dem Vulkan des erstarkenden Nationalismus ge­tanzt. Auch das kleine Salonorchester der FDP quakt zu dieser Kacko­phonie Tö­ne zu. Laute Tö­ne aus Laut­sprechern. Deshalb hören sie auch nicht den Schuss.

Der ging nach hinten los … von hinten in die Brust durchs Auge mitten ins ei­ge­ne Knie … nicht nur bei den Steigbügelhaltern von der FDP.

Jetzt fehlt nur noch ein Wirtschaftscrash, um den Nazis endgültig aufs Pferd zu helfen.