Hier wird gelöscht!

Hervorgehoben

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Das OLG München hat Ende August 2018 per Einstweiliger Vergnügung ent­schie­den, dass Fuckbook nicht nach Lust und Laune User-Postings löschen darf, son­dern we­gen der Dritt­wirkung der Grundrechte die Meinungsfreiheit zu beachten habe, also nicht päpstlicher als der Papst sein darf und sich bei den Löschregeln an staatliche Kriterien anlehnen muss.

nobody kennt dem Beschluss noch nicht im Wortlaut, weswegen ich mich mit Kritik zurückhalte und mir das BULLSHIT noch verkneife.

Aaaber: Der kleine kosmos ist kein Fuck­book und hier ist nicht München und hier werden Kommentare vor Veröffentlichung überschlägig gecheckt und wenn mir was nicht gefällt, dann landet es im Müll … auch nachträglich.

BASTA!

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Chat und so

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Wollte noch kurz was über meine Erfah­run­­gen und Erkenntnisse aus der Welt der Dating-Apps zum Besten geben.

Also Tinder ist primitiv, jedenfalls die Web-Version. Zur App kann ich nix sa­gen, weil ich die nicht installiert habe.

Es geht aber noch primitiver … bei wel­chem Anbieter, verrate ich nicht, aber da wirste dann von Hängetitten förmlich er­schlagen.

Zum Vergleich habe ich dann noch eine App installiert. Das Angebot war auch kostenlos fair und die Mädels „normal“.

Mein kurzer Ausflug in die Welt der virtu­ellen Kontaktbörsen hat auch was ge­bracht … Erfahrung und Erkenntnisse.

1. Erkenntnis: Ich bin alt 😛 Nicht für die Professionellen und nach Sugar-Dad­dies suchenden Gören bei der Zweiten im „Test“, aber sonst. Früher hatten Mä­dels nix dagegen, wenn manN 10 Jahre älter ist. Wenn ich heute nach was um 55 gug­ge, dann suchen die Mä­dels was um 45 😎 Das nenne ich Emanzi­pa­tion.

2. Erkenntnis: Spätestens ab 57 lassen sich Frauen gehen … mit wenigen Aus­nah­men und diese Ausnahmen verteilen sich überwiegend auf zwei Gruppen:
a) Verheiratete, die unter dem Zaun grasen wollen
b) Asiatinnen und Russinnen.

3. Erkenntnis: Ich kann das nicht … nicht virtuell. Wenn ich Mädels in echt be­flirte, dann klappt das. Wenn ich sie zutexte, dann flüchten sie 😦

Was bleibt von der Erfahrung?

Eine Russin aus Brühl und eine Litauerin irgendwo in der Pfalz, mit denen ich an und ab paar belanglose Sätze wechsele, ganz Gentleman, weil Interesse hab ich nicht.

Ich treffe hier im kleinen Kaff x-mal mehr interessante Mädels, als bei diesem Ge­tinder … nutzloser Tand.

Bürgerkrieg

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Nach den Shithole-Countries und anderen rassistischen Abson­derungen hat sich die stabile Orange nun vier schwarze Demo­kra­tinnen vorgenommen:

Fast zeitgleich wurde die Einschätzung des inzwischen gewippten britischen Bot­schaf­ters in Washington „geleakt“, wonach der Frittenclown das Iran-Ab­kom­men nur gekündigt hat, weil es mit Obama in Ver­bin­dung steht.

Auf die Idee, dass die Politik des aktuellen Präsidentendarstellers zum Ziel hat, die­sen Irrtum der US-Geschichte vergessen zu machen, ist nobody schon früher ge­kom­men. Der Typ ist ja nicht schwer zu durchschauen, einfach gestrickt … einfach Rassist … und ob er es nun will oder nicht, er spaltet die US-Gesellschaft weiter und am Ende kann wieder ein Bürgerkrieg ste­hen.

Dagegen kann man von diesseits des Teichs nix machen. Höchstens vorbeugen. Wie?

Europa darf sich nicht weiter so einseitig Richtung USA ausrichten. China z.B. könn­te mehr als nur ein Handelspartner wer­den. Über kurz oder lang wird China die Nummer 1 auf der weltpolitischen Bühne sein und Europa ist zu klein und schwach, um es gegen die Großen aufzunehmen.

Wie sich eine politische Partnerschaft mit China anfühlen könnte, davon hab ich kei­ne Ahnung. Aber irgendwas muss pas­sie­ren, um nicht von der Druckwelle des plat­zen­den Dollars aus einem im Bürger­krieg versinkenden Amerika erfasst zu werden.

Tinder

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Ich hab mich getindert. Verzweifet? Nöö, aber neugierig. Nicht die App, sondern das Web-Interface.

Das ist wie Herbertstraße ohne Blick­kon­takt. Wenn man das Spiel mitspielen will, dann wischt man nach links oder rechts nur aufgrund des ersten Hingug­gens. Tota­le Arroganz. ManN schiebt die Menschen einfach weg, ohne was von ihnen zu wis­sen.

Apropos wischen: Ich blick nicht durch und wischen immer wieder mal verkehrt aus Reflex, weil ich ich glaube, so die vor­her Weggewischte zurückholen zu kön­nen. Funzt natürlich nicht, aber so bin ich aus Versehen zu meinem ersten „Match“ ge­kom­men 😎 Die Zweite war dann Absicht.

Hab sogar eine gefunden, die ich kenne. Die hat sich mich echtem Vornamen an­ge­meldet … nobody nicht :mrgreen: bei dieser unsi­cheren Datenschleuder.

Unglaublich, wie viele Menschen sch dort tummeln. Viele haben dann auch noch In­stagram etc., aber haben die auch noch ein reales Leben?

Anyway … ich geh mal weiter wischen 😛

Relativ und absolut

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Wieder ist ein Migranten-Boot im Mittel­meer gesunken? Gesunken … na gut, auch Schlauchboote können sinken. Drei Insas­sen wurden gerettet, die übrigen 83 müs­sen wohl als ertrunken gelten. Ihnen konn­te die Alan Kurdi nicht hel­fen, obwohl sie nach Abladen der letzten Fracht in Malta gleich wieder ihren Shuttle-Dienst aufge­nommen hat.

Nun fordern UN-Organisationen von Eu­ro­pa wieder staatliche Rettungsmissionen (ZEIT). Relativ würde dadurch wahrschein­lich die Zahl der im Mittelmeer er­trin­ken­den Migranten wieder sinken, aber absolut zunehmen.

Das ist auch kein Wunder, wenn man sich die Ausrüstung der Migranten ansieht.

Die kommt aus China. Das weiß man schon seit Jahren (Vice). Bei Alibaba wer­den diese Schlauchboote zwar nicht mehr als Refugee Boat angepriesen … nun sind es Rescue Boote … aber sonst hat sich nix geändert.

Die größten Boote haben ein Fassungs­ver­mö­gen von bis zu 50 Menschen. 86 waren auf dem jetzt gekenterten Schlauchboot. So vollgestopft wollen sie mit einem Außen­bordmotor die über 300 km nach Lampedusa schaf­fen? Nein, so doof sind die nicht. Sie wissen, dass sie es nur bis zum nächsten NGO-Schlepp­retter schaf­fen müssen.

Vier Tage hat das Schlauchboot nach ei­nem Shuttle gesucht und nix gefunden. Da­ran wird sich auch durch eine Sophia 2.0 nix ändern. Es werden nur mehr … absolut.

Mit der Mutter

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Das VG Berlin hat im Eilverfahren die Bun­desregierung ver­pflich­tet, Angehörige von IS-Kämpfern nach Deutschland zurück­zu­holen. Es geht um drei min­der­jäh­rige Kin­der von IS-Angehörigen im syrischen Flüchtlingslager al-Haul … und die Mutter darf auch mit, weil eine isolierte Rückkehr der Kinder aus­weis­lich der Er­klärungen kurdischer Vertreter nicht möglich sei (Süddeutsche). Begründet wird das mit der staatlichen Schutzpflicht, die das BVerfG mal aus Art. 2 GG abgeleitet hat. Seit dem be­stimmt nicht mehr die Le­gis­lative, was zu schützen ist, sondern jeder kann sich aus den Grundrechten seinen eigenen Schutz zusammen basteln.

Das klappt nicht immer. 1997 wollte einer Schutz vor passive Rauchen in der Öf­fent­lich­keit. Das hat das BVerfG abgelehnt (1 BvR 2234/97).

Nun könnte man die idiotische Frage stel­len, wer diese IS-Kinder vor öffentlich Rau­chenden schützt … oder wer die Öf­fent­lichkeit vor den Terroristen der näch­sten Generation schützt.

Selbst wenn der IS besiegt wäre: der näch­ste IS kommt (wieder) … dafür sorgt der Is­lam.

Naja, dafür sind wir vorerst den Ibrahim Miri los (Tagesspiegel). Aber der kommt sicher auch wieder … irgendeine staatliche Schutzpflicht wird sich dafür schon finden.

Audi 3 Liter

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Im aktuelen SPIEGEL werden eine paar De­tails aus der Ermittlungsakte der StA Mün­chen II gegen Stadler geleakt. Für Klagen ge­gen VW & Co. wegen des EA189 bringt das nix, aber beim EA897evo hilft es wei­ter. Aus den Aktivitäten der Bos­se seit An­fang 2016 lässt sich rückschließen, dass die Audi-Spitze von An­fang an über die „Aufwärmfunktion“ im Bilde war.

0 : 0

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Nach der Sea Watch 3 sind zwei weitere Schleppretter in der Diskussion, die Alex und die Alan Kurdi, wobei letztere in­zwi­schen Kurs auf Malta nimmt, wo die Mi­gran­ten aber nur an Land gehen können werden, wenn Italien Malta andere Migran­ten abnimmt. Wenn es so kommen sollte, dann hat sich nicht nur in Malta nix geän­dert. Das Migranten-Karussell bleibt in Be­wegung und damit auch die Toten.

Aktualisierung: Italien hat den Migranten­tausch abgelehnt, also hat Malta der Alan Kurdi das Anlegen verboten.

Wenn keine Migranten mehr übers Mit­tel­meer kommen, dann wird es auch keine Ertrinkenden mehr geben. Eigentlich ganz einfach … 0:0. Dazu ein paar Zahlen:

2019 (Stand 30. Juni 2019) sind 2477 Mi­granten von den nordafrikanischen Küsten in Italien angekommen. 597 sind ertrun­ken.

2018 sind 2262 beim Versuch von Libyen etc. aus per Boot Italien zu erreichen er­trun­ken … 10.000 bis 12.000 haben es ge­schafft (aufs ganze Jahr bezogen).

Absolut sind also die Ertrunkenen seit dem Ende von Sophia weniger geworden, relativ aber mehr … 0,20 zu 0,24.

Ob hochheitlich oder NGO, die Mi­granten werden weiter kommen und weiter er­trin­ken. Sich über Push- oder Pull-Faktoren Gedanken zu machen, ist nur Zeit­ver­treib. Es ist, wie es ist.

Die Migrationsgründe (push) gab es schon immer: scheiß Klima, Armut, Krieg. Gibt es alles auch in Libyen, aber keine flüch­ten­den Libyer. Deren Anteil an den Migranten ist kaum messbar, weit unter 1%.

Wer von Libyen kommt, der hat seine Rei­se in Somalia, Sudan, Eritrea, Westaf­ri­ka begonnen. Dass diese Migranten nicht in den libyschen KZs bleiben wollen, ist klar. Also muss man sie schon von dort aus zu­rückbringen.

Das klingt hart, aber alles andere ist Ideo­logie und hat mit dem deutschen Asyl­recht nix zu tun und ein europäisches Asylrecht gibt es nicht.

Anspruch auf Schutz haben die Mi­gran­ten erst, wenn sie Europa erreichen. Wenn Eu­ropa die Schleppretterei nicht unter­bin­det, dann kann auch gleich eine Luftbrücke ein­gerichtet werden.

Europa kann nicht weg schwimmen. Es ist, wo es ist und wird da bleiben, also werden die Migranten weiter kommen. Daran wird auch keine Mauer was än­dern. Es werden weniger werden und somit auch weniger Ertrinken, aber sie wer­den ertrinken.

Um das zu verhindern, gibt es nur eine Lösung: Schland muss alle abholen, denn die anderen wollen ja nicht und mit den anderen wird es auch keine eu­ro­pä­ische Lö­sung geben.

Die Toitschländer könnten aber auch von ihrem moralischen Ast steigen, den sie sich gerade absägen, bevor er wegen Über­lastung abbricht.

Mustern Sie noch

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… oder klagen Sie schon? Seit gestern weiß der kundige Jurist, was das OLG Braun­schweig von der Musterfest­stel­lungsklage gegen VW hält: Gar nix!

Zu entnehmen ist diese Einstellung dem am 4. Juli 2019 veröffentlichten Hin­weis­be­schluss 4 MK 1/18.

In einem Punkt stimmt das OLG Braun­schweig aber mit nobody überein. In Ziffer II. befasst sich das Gericht mit den Aus­län­dern, die sich der MFK angeschlossen ha­ben und führt aus:

    Für Verbraucher mit einem Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat der EU (mit Aus­nahme von Dänemark, Art. 1 Abs. 4 Rom II-Verordnung (VO)) kann bei­spiels­weise auf Grundlage der in Art. 4 Rom II-VO enthaltenen Kollisionsregel für unerlaubte Handlungen, die in ihrem Absatz 1 vorrangig an das Recht des Staates des Schadenseintritts an­knüpft, nicht ohne Weiteres angenom­men werden, dass Anspruchsgrund­la­gen des deutschen Sachrechts an­wend­bar sind. Es ist daher die Frage aufzuwerfen, inwieweit für betreffende Verbrau­cher mit einem Wohnsitz im Aus­land, die kollisionsrechtlich bei­spiels­weise nicht in den Anwen­dungs­be­reich des deutschen materiellen De­likts­rechts fal­len, aufgrund der bisher angekündigten Anträge des Musterklä­gers eine Bin­dungs­wirkung im Sinne von § 613 Abs. 1 S. 1 ZPO eintreten kann.

Was heißt das? Vorrangig sollen die Ge­rich­te in dem Land entschei­den, in dem die Tat ih­re Wirkung entfaltet. Wird eine Bom­be von A nach B ge­schickt, wo sie explo­diert, dann ist B der Gerichtsstand.

Wenn VW einen in Wolfsburg produzierten PKW nach Frankreich exportiert, dann ist ggf. ein Gericht in Paris zuständig und hat dann auch französisches Recht an­zu­wen­den.

Und nun erinnern wir uns an das, was no­body zu Renault gesenft hat 😛

Ansonsten: Wer sich der MFK angeschlos­sen hat, kann noch bis zum 29. Sep­tem­ber aussteigen. Am 30.09.2019 ist mündliche Verhandlung und damit zu spät. Das OLG Braunschweig wird die MFK abweisen und das kann dann der BGH 2023 korrigieren. Bis dahin haben die Musterkläger ihre Kar­ren runter ge­schrubbt und kriegen nix mehr.