Vorsicht! Irrer Jurist!

Hervorgehoben

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Weil hier fast täglich Abmahnungen, Anzeigen und ähnlicher Juristenscheiß reinschneit ein kleiner Hinweis an alle Lebensmüden und ihre Mietmäuler: Vorsicht! Hier tobt sich ein irrer Jurist aus!
crazylaw

Kriegs-Ursache Reichsdepp

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Bei der Zwangsräumungen des Reiches Ur in Reuden bei Zeitz ist es heute zu ei­nem Schuss­wechsel zwischen der echten Bullizey und dem Herrscher von Ur gekommen, dem Reichsdeppen und Ex-Mister Germany Adrian Ursache (41). Die Kriegs-Ursache wur­de schwer, der Beamte nur leicht verletzt. Mehr davon in der Mitteldeutschen Zeitung.

Es soll ja immer noch echte Deppen geben, die diese Reichsdeppen für harm­los hal­ten, trotz der bereits ausgehobenen Waffenlager.

Erdbeben-Daten

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Zum verheerenden Erdbeben in Mittelitalien liegen jetzt genauere Daten vor.

Der erste Erdstoß erfolgte um 3:36 h MESZ 4000 m unterhalb von Illica, einem Ortsteil vom Accumoli, eigentlich nur ein Gehöft mit 4 Einwohnern. Der Erdstoß dauerte 142 Sekunden und hatte eine Magnitude von 6 auf der Richterskala. Dieser Erdstoß hat bereits dazu geführt, dass im 10 km entfernten Amatrice die Uhr am Stadtturm stehen geblieben ist.
italbeben
Der zweite Erdstoß erfolgte um 3:56 h MESZ mit 4,4 auf der Richterskala direkt unter Amatrice (2650 Einwohner) und dauerte 60 Sekunden.

4,4 ist eigentlich lächerlich wenig. Da wackelt ein Dixi-Klo mehr, wenn ich dort einen abprotze. Die Nähe zur Erdoberfläche macht es.

Zum Thema hat der Corriere eine gute interaktive Info-Grafik, in der auch al­le be­kann­ten frü­he­ren Erd­be­ben ein­ge­zeich­net und der Stär­ke nach mar­kiert sind. Dort kann man se­hen, dass sich die Erd­be­ben gera­de dort häu­fen, wo Adriati­sche und Apu­li­sche Plat­te ver­sprin­gen, al­so inein­an­der „ver­zahnt“ sind. Wäh­rend der apu­li­sche Sporn nach Os­ten zum Bal­kan ge­drückt wird, presst Afrika die Adria­tische Plat­te jähr­lich 5 mm nach Nor­den. Die da­durch auf­tre­ten­den Span­nun­gen an der großen Naht, oder den vie­len klei­nen Näh­ten, ent­la­den sich dann in sol­chen Beben. Diese Be­beb ge­ben den bei­den großen Plat­ten aber wie­der Luft, sich wei­ter an­ein­ander zu rei­ben. D.h., die klei­nen Beben von ges­tern und 2009 sind nur das Prä­ludium für den großen Wumms.

Doch zwei Burka-Fälle

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Gestern war ich angesichts des Kommentars von extradry der Mei­nung, dass der Bur­ki­ni von Can­nes mit dem von Nizza identisch ist. Isser nicht. In Can­nes waren am 16. August 2016 drei Flics da­mit beschäf­tigt, Siam ein Burkini-Knöll­chen zu ver­passen. Das war schon schräg, konn­te aber von vier Kol­le­gen in Niz­za mühe­los ge­toppt wer­den, als sie am 23. Au­gust am Strand eine Musul­mannin gezwun­gen ha­ben, ihren Burkini oder was das war auszuziehen. Diesmal gibt es Fotos:
nicburk
Sie macht’s, bekommt aber trotzdem einen Strafzettel. Was ist denn mit den Franzacken los? Spinnt ihr? Knöllchen ist ja noch OK und wenn sie den Sack nicht aus­ziehen will, dann von mir aus einen Platzverweis aus­sprechen, aber Ko­ra­nis­ten-Strip­tease, das geht gar nicht.

Inzwischen sind noch zwei weitere Burkini-Fälle aus Nizza be­kannt ge­wor­den, wie Liberation berichtet.

3:36 Uhr

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Wie durch ein Wunder hat der fast 900 Jahre alte campanile della cittadina Amatrice das Beben überlebt und ist stehen geblieben. Stehen geblieben ist auch die Uhr des Stadtturms um exakt 3 Uhr und 36 Minuten
head336
Das wird man reparieren können. Wie durch ein Wunder hat auch dieses 8 Mo­na­te altes Mädchen überlebt, das nach 17 Stunden aus den Trümmern des Pfarr­haus ne­ben der Kir­che von Accumoli ge­ret­tet werden konnte …
8mesi
… aber auf dem Weg ins Krankenhaus ist der tragische Glückspilz gestorben. Kur­ze Zeit da­nach wurden die Eltern aus den Trümmern des Hau­ses ge­zogen. Beide tot, in Umarmung gestorben. Nach dem 8 Jahre alten Sohn der Fami­lie wird noch gegraben, aber die Rettungs­kräfte machen sich keine Hoff­nung mehr, das Kind noch le­bend ret­ten zu können.

So gäbe es heute über 100 traurige Geschichten von toten Kindern am Tron­to zu er­zählen, wie z.B. die von den sieben Jahre alten Zwillingen Simone und An­drea Serafini, die in den Trümmern von Amatrice gestorben sind.

Es gibt aber auch Geschichten mit happy end, wie die von Martina Turco, die 2009 das Erdbeben von Aquila überlebt hat und deswegen nach aus Arquata del Tronto gezogen ist, wo sie gestern zusammen mit ihrer 18 Monate alten Toch­ter Marisol aus den Trümmern lebend gerettet wurde.

Die Naht am Tronto

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Die drei Ortschaften AmatriceArquata del TrontoPescara del Tronto haben haben zwei Sachen gemeinsam:

  1. Sie liegen alle am Fluß Tronto im Valle del Tronto.
  2. Sie sind alle kaputt.

Hier ein Blick entlang des Tronto-Tals:
amanaht
Das Foto sollte in alle Lehrbücher für Architekten aufgenommen werden. Die Naht zwischen zwei Kleinst-Platten verläuft exakt südlich des Tronto. Die nörd­li­che Platte hat sich „entspannt“ und dort ist kaum ein Stein auf dem an­de­ren geblieben, Südlich der Naht stehen fast alle Häuser noch. Es hätte auch genau umgekehrt sein können.

Noch etwas haben die drei Orte gemein: Sie liegen alle an der SS4, der alten Salzstraße der Römer nach San Benedetto del Tronto an der Adria, wo der Tronto nach 115 km in die Adria mündet.
speckfest
Auch wenn Sie noch nie dort wa­ren, Amatrice kennen Sie, denn von dort kom­men die welt­be­rühm­ten Spaghetti all’ama­tricia­na, mit viel Speck. nobody ver­kneift sich heu­te das Rezept. Nur so viel: Ich mag sie mit ganz viel Peperon­cini (Schwein = Speck + Peperon­cini sind auch auf dem Pla­kat zu se­hen und das Schaf steht für den echten Pecorino; nur Barbaren rubbeln Parmesan darüber) und klein gehack­ten Oli­ven und natürlich Zwie­beln. Am kommen­den Wochen­ende wäre, wie jedes Jahr am letzten Wo­chen­ende im Au­gust, die Sagra degli Spa­ghetti all’amatri­ciana gefeiert wor­den. Dieses Jahr die 50. aber dieses Jahr fällt das Fest wohl aus, nicht nur für dieses Mädchen😦
girlrubb

Italien zerbröselt

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Viel besser als nobody das kann, erklärt nun der SPIEGEL, warum Italien in Erd­be­ben wie dem gestrigen zerbröselt. Auch die NZZ macht es ganz gut und kür­zer, hat aber keinen Hinweis auf das Phänomen der Mikroplatten. nobody gibt des­halb ein biss­chen Senf auf das Schweizer Würstchen.

Vor vielen, vielen Jahren, so ca. 4500 Mil­lio­nen, um ge­nau:mrgreen: zu sein, schlin­gerte ein wa­bern­der, un­för­mig heißer Klum­pen durch das sich gra­de bil­den­de System unse­rer lie­ben Son­ne und schick­te sich gera­de an, et­was abzu­küh­len und fest zu wer­den, als ein an­derer Proto­planet in diesem Chaos die Vor­fahrt der Er­de mis­sach­tete und mit ihr kol­li­dierte. Theia hieß die kos­mische Rowdie … klar, ne Frau … die die An­stren­gun­gen der Erde ein rich­tiger Pla­net zu wer­den, vor­erst zu­nichte machte.

Der kosmische Verkehrsunfall hatte aber auch was Gutes, denn ein großer, gro­ber Klotz wurde dabei raus gesprengt und kreist seit dem um unsere Kar­tof­fel. Wir nen­nen das dissidente Teil heute Mond, aber 4.500 mya (million years ago) gab es natürlich noch keinen, der Namen ver­geben konnte.

Bald danach, nur 100 Millionen Jahre später, war die Oberfläche der Erde schon wieder so „kalt“, dass sich Gestein bilden konnte. Das verklumpte zu immer größer wer­den­den Klum­pen und die schwam­men auf ei­nem heißen Brei gut 400 Millionen Jahre kreuz und quer rum. Aus die­sen klumpigen Erd­schollen bildeten sich ganz langsam so­ge­nann­te Kratons. Das sind heute die sta­bilsten Ge­genden der Erde und die sind bis zu 4 Milliarden Jahre alt, meist aber „nur“ 3 bis 2,5 Milliarden.

In diese Zeit 2500 mya fällt auch die Bildung der erste Kontinente, wobei an der Stelle noch viel spekuliert wird von Ur (3000 mya) über Kenorland (2500 mya) bis Columbia (2000 mya).

Handfest wird es erst 1100 mya mit Rodinia. Das klingt nur rus­sisch, ist aber eine amerikanische Erfindung, genau wie das Meer drum herum, dass die ame­rikanischen Eheleute Mark und Diana McMenamin (ebenfalls russisch) Mirovia nann­ten. Teil dieser Rodinia soll Laurentia gewesen sein, das vor­her zu Co­lum­bia ge­hör­te, aber das ist spe­ku­la­tiv und wird, wenn ich das Durch­ein­ander rich­tig ver­stan­den ha­be, nur so rein­ge­fum­melt, weil in Lau­rentia die äl­tes­ten Ge­steins­fun­de ge­macht wur­den und es sonst nir­gend­wo rein passt. Wie auch im­mer … heute is­ses Kana­da, der Os­ten der USA und Grön­land.
Rodinia
Grönland ist das Stichwort … Eis. 750 mya trat Still­stand ein und die Er­de wur­de zu ei­nem Schneeball, aber unter dem bis zu 2000 Meter dicken Eis­panzer tat sich was. Die Hei­mat (Rodinia) brach auseinander und Pannotia und Lau­ren­tia machten ihr ei­genes Ding, erst getrennt und dann wieder zusam­men. Um die Zeit (600 mya) muss es auf der Erde zu­gegangen sein wie in einem Flip­per­au­tomaten. Stän­dig krachte wer mit was zu­sam­men, da brach ein Stück ab, dort klebte sich was dran und so ent­stand Pannotia.
Pannotia
Zu viel!“ schrie Mother Earth das Land an, das sich fast komplett rund um ih­ren Südpopo versammelt hat­te, und riss es wie­der aus­ein­an­der in Lau­ra­sia und Gondwana. Laur­asia mach­te sich nach Nor­den davon und schloss sich Laurussia an. Laurentia, Laurasia, Lau­russia … ich kann doch nix da­für, hab mir das nicht aus­ge­dacht. Von der an­de­ren Sei­te kam 420 mya noch Bal­ti­ca da­zu.300-Penguin-slap Ob die Es­ten wis­sen, dass sie frü­her kopf­über dort rum­hin­gen, wo jetzt Pin­gu­ine über das Eis der Ant­ark­tis … ähm klat­schen?

Zum Glück gab es da­mals noch kei­ne Men­schen. Man den­ke nur an die gan­zen Pro­ble­me mit Gren­zen und dem Zoll. Nix als Im­mi­gran­ten, welt­weit und die kom­men auch noch mit ih­ren ei­ge­nen Kon­ti­nenten im Ge­päck an­ge­schwommen.

Während sich die Platten auf der Nordhalbkugel vereinten und 300 mya mit Pan­gaea der letzte Superkontinent entstand, hat es im Süden Gondwana zer­ris­sen in Afrika, Südamerika, Indien, die Antarktis und Madagaskar, viel­leicht auch Australien, aber das weiß man nicht so genau.

Pangaea hat es 200 mya auch zer­rissen in Nordamerika und das heutige Eu­ra­sien. Und damit begann für Italien der Ärger, denn der mitt­lere Teil von Gond­wa­na, Afrika, drehte sich und dreht sich noch im­mer und wan­dert zu­gleich nord­wärts (GFZ) und hat den apulischen Sporn in Europas Popo ge­drückt. Der liegt ir­gend­wo bei Venedig.
apusporn
Italien besteht aber nicht nur aus der Apulische (in der Grafik AP) und der Adri­atischen Platte, son­dern ist zu­sam­menge­backen aus vie­len klei­nen Plat­te, die frü­her mal Inseln im ausge­trock­neten Mit­tel­meer wa­ren😯 Das kann man über­all in Ita­lien noch se­hen, aber am be­ein­druckend­sten ist es in Car­rara, wo der bes­te Mar­mor der Welt abge­baut wird. Das Zeuch ist nix ande­res als Mu­schel­kalk😎

Wem das jetzt zu lang vorkam, möge bedenken, dass er gerade 4,5 Milliarden Jahre hinter sich gebracht hat. Rückwärts geht es schneller. Was die Plat­ten­tek­tonik in über 100 Mil­lionen Jahren zum ita­lienischen Stiefel zusammen ge­drückt hat, das kann in weni­gen Hundert­tausend Jahren wieder zerbrö­seln. Dann wird Apulien zum Bal­kan gehören, Venedig an einem See lie­gen und Si­zi­lien schmust mit Korsi­ka. Bis da­hin werden noch viele Beben das hier anrichten:
amatrice
BTW: Über 170 Tote wurden aus den Trümmern geborgen, darunter besonders viele Kinder, weil diese Scheiß Erdbeben immer nachts passieren müssen.

Wenn Jupiter Venus küsst

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…ist wieder ein halbes Jahrhundert vorbei. Am Samstag passiert es, das zweite und letzte Mal in meinem Leben, es sei den ich werde 111 Jahre alt, was wir doch nicht hoffen wollen, gelle?! Beim ersten Mal habe ich es verpasst. SPUTINKI schreibt:

    Das Naturspektakel soll Astronomen zufolge 20 Minuten nach Sonnenun­ter­gang am Westhorizont beginnen. Venus und Jupiter werden so eng bei­ein­an­der sein, dass bei Menschen, die das Ganze mit bloßem Auge oder mit einem Fernglas beobachten, der Eindruck entstehen könne, dass die Planeten gleich miteinander verschmelzen. Sie sind offenbar nur noch eine Fingerbreite voneinander entfernt.

Nich mal dat könnense richtig, denn von Europa aus kann man es nicht sehen. Da muss man schon nach USA oder besser noch Australien fliegen.

Der größte Verbrecher der Geschichte

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Hinweis: Die fehlende PDF-Dateien lade ich später hoch. Bin grad auf mobil und hab Probs.

Das gibt’s doch nicht! L’Obs, das linke Urgestein des fran­zö­si­schen Jour­na­lis­mus, füllt ihre Ausgabe 2702 mit Mao und ti­telt: „Mao, le plus grand cri­mi­nel de l’histoire„:
nouvel_observateur
Ein Teil der Artikel ist kostenlos online, die beiden interessantesten leider nicht. Die Titelstory ist von Pierre Haski (Rue89) und die historischen Fakten von Frank Dikötter, Professor an der Universität Hong Kong. Den Anfang (Seite 17) stelle ich mal als Bild ein (zum Vergrößern anklicken)
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Für Erzlinke, die 1968 geistig konserviert haben, total ungenießbar: Schwei­ne­fleisch voll sauer😆 Sonst: Bon appétit!

Wie man sowas findet? Na ganz einfach: Zufall … echt jetzt. Ich wollte ei­gent­lich nur wissen, was Narkosy dazu treibt, wieder in den Ring zu steigen und ha­be mich durch die franz­männischen Journale gekämpft und dabei ist Mao raus­ge­kommen.

Und noch etwas: Siam. Siam war vor einer Woche am Strand von Cannes mit ihren Kindern baden, als drei Flics mit ihr eine Diskussion darüber angefangen haben, ob das, was sie trägt, ein Burkini ist, der zu dem Zeitpunkt bereits in Cannes am Strand verboten war. Leider gibt es von der Szene keine Fotos und das ist nur
528-banned-burkinis
ein Symbolbild😎 Eine Kollegin von Laura Thouny vom l’Obs war aber zufällig an­we­send und beschreibt das Outfit von Siam so:

    La jeune femme porte un legging, une tunique Kiabi, et, comme à son ha­bi­tude, son voile, c’est-à-dire un hijab qui ne couvre que ses cheveux.

An anderer Stelle war noch vermerkt, dass das Kopptuch geblümt war😛 aber das halte ich für nicht ausschlaggebend. OK, muss kein Burkini sein, aber wenn frau damit ins Was­ser geht … nein, sagt Siam, sie hat sich nur etwas die Füsse abgekühlt😎 Um Ausreden scheint Siam nicht verlegen, aber genutzt hat es nix. Sie hat einen Strafzettel bekommen.
cannesburk
Kinners, man kann es auch übertreiben, so wie Mao. nobody fin­det so­gar Kopp­tücher zum kotzen, aber ich wür­de einer Sack­frau nie die Burka über dem Kopp an­zündet. Burka ge­hört wie jede Verschlei­erung der Iden­tität … und das ist das Ge­sicht … ver­boten. Ansonsten lacht die Sackhüpferinnen aus. Ihre Bekleidung ist so albern und hässlich wie das, an was sie glauben, aber das kann man auch aus keinem rausprügeln.

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