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Hab fast übersehen, dass auch das OLG Braunschweig jetzt einen VW-Fall ent­schie­den hat. Mit Ur­teil vom 13.06.2019, Az. 7 U 289/18, wurde die Berufung ei­nes VW-Käufers zurückgewiesen. Und das Ur­teil ist sogar teilweise richtig. Richtig geht das OLG davon aus, dass sich der beklagte unabhängige Händler das „Fehl­verhalten“ (nettes Wort des OLG für den Dieselbe­trug) nicht zurechnen lassen muss.

Das OLG übernimmt auch den Hinweisbe­schluss des BGH und geht von einem Man­­­gel aus, wenn ein Auto eine VW-ty­pi­sche Abschaltvorrichtung hat. Allerdings sei der Mangel durch das Software-Update behoben. Nachlieferung sei dem Händ­ler nicht zumutbar, weil das 117 mal mehr kostet als das Software-Update. OK, das ist immerhin vertretbar.

VW wurde in dem Verfahren nicht verklagt, weswegen das OLG die Frage der sit­ten­wi­drigen Schädigung nicht zu prüfen brauch­te.