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AKK bekommt für ihre YT-Regeln nicht nur Schützenhilfe von der Bundesraute, son­dern auch Medienanwalt Christian Solm­ecke gibt seinen Senf dazu. In der Rhei­ni­schen Post ist zu lesen:

    Wenn wir von einigen kuriosen Nuan­cen absehen, hat Frau Kramp-Karren­bau­er Recht, wenn sie eine Diskussion über neue Mechanismen der Mei­nungs­­findung fordert. Denn was ist denn, wenn das nächste Mal nicht der liebe Rezo neun Millionen Menschen mit einem politischen Video erreicht, sondern ein „böser“ Mensch. Die Arbeit von Influencern ist, Menschen zu be­ein­flussen. Das können auch schlechte Typen. Die können erst mal mit un­schul­digen Filmchen eine Gefolgschaft anlocken, die immer größer wird, und sich dann langsam radikalisieren. Wie gehen wir als Gesellschaft damit um, wenn der Youtuber im nächsten großen Politik-Video nicht auf Klima­schutz und soziale Gerechtigkeit pocht, sondern auf ganz andere Themen. Ich bin mir sicher, dass die AfD liebend gern so ei­nen Re­zo auf ihrer Seite hätte. In­so­fern hat es seine Gefahren, wenn Ein­zel­per­sonen eine so hohe Meinungs­macht haben, dass ihr Video sich in­ner­halb we­niger Tage mehr als neun Mil­lio­nen Mal angeschaut wird. Darüber wird zu sprechen sein.

Naja … Argumentation auf Kindergar­ten­niveau.

Wie kommt Solmecke darauf? Hier steht sein Ansatz:

    Der Rundfunkstaatsvertrag regelt, dass politische Werbung verboten ist – You­tube ist zwar kein Rundfunk im klas­si­schen Sinne, gilt aber als rund­funk­ähn­liches Medium. Also gilt der Rundfunk­staats­ver­trag auch für Rezo.

Wait! … What?

De lege ferenda vielleicht, aber nicht de lege latte :mrgreen: So sieht es nicht nur die LfM NRW. Der RStV ist vorerst nur auf Stream­ing-Angebote, also live anwend­bar.

Was man aber machen, ändern könnte und nobodys unmaßgeblicher Meinung nach auch sollte, ist die Einführung einer direk­ten Anbieter-Kennzeichnungspflicht (Im­pres­sum), damit sich solche Clowns wie der Blauhaarige nicht mehr hinter Ströer oder so verstecken können.