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Ist Ihnen das auch aufgefallen? Früher sag­te man „richtig!“ und das be­deu­tete in einem Gespräch Zustimmung. Heute sagt frau … manchmal auch manN … an ent­sprechender Stelle „genau!“ und das be­deu­tet was ganz anderes: Halt die Klappe und lass mich weiter labern.

Ich weiß nicht, wie oft ich dieses „genau“ heute gehört habe … nur Frauen. Des­halb habe ich beschlossen, in meiner Kladde eine Strichliste zu führen. Immer ein neuer Strich für jedes „genau!“, nach Tagen sor­tiert.

Ein Kunde, mittelständisches Unter­neh­men in Wesseling, das jeden müden Pen­ning von jedem noch müderen Mütterken einklagt, schickt eine Gerichtskosten­rech­nung und schreibt: Die erscheint und zu hoch und deshalb werden wir die nicht bezahlen. Gute Idee, antwortet nobody. Warten sie die zwei Mahnungen ab, dann holt der Gerichtsvollzieher die Knete.

Ging um die Kosten für den Sachver­stän­digen in einem Zwangsverstei­gerungs­­ver­fah­ren. Das zu versteigernde Haus darf ja nicht unter Wert versteigert wer­den. Also muss ein Gutachter ran.

Darauf wird der Kunde vorher hingewiesen mit dem Standardspruch: Erfah­rungs­ge­mäß kostet das Gutachten ca. 1500 Tacken. War hier fast ’ne Punkt­lan­dung: 1668 Euro … genau … moralisch entkernt …

OK, moralisch entkernt passt eher auf die Mutter, um deren Sorgerecht es heute vor dem AG Brühl ging … ich will ja nix sagen, aber der Spruch muss sein: Wenn Scheiße zu Mist wird, will er gefahren werden. Voll Asi, PKH oder VKH (Verfah­rens­kos­ten­hilfe), bringt die Unterlagen nicht bei, so­dass wir nachher der Knete hinterher ren­nen müssen, meint aber, wir sind nur für sie da. Kaum vom Termin zurück liegt da schon ein Zettel, ich soll sie zurückrufen … genau! Geschissen.