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Das ist kein Hendiadyoin, Pleonasmus, kein weißer Schimmel, sondern die Be­schrei­bung der Justiz im Dritten Reich, die ich gestern schon kurz bei „Martin Zschäch­ner“ angesprochen habe.

Vorgestern hat im OLG Hamm die Wander­aus­stellung Jus­tiz und Na­tio­nal­so­zia­lis­mus er­öff­net (bis zum 31. Mai 2019 ge­öff­net). Ich kenne die aus Köln, wo sie letztes Jahr Sta­tion gemacht hat. Sehens­wert. Aus dem Flyer der Aus­stel­lung:

    Unter dem Deck­man­tel ei­ner unab­hän­gigen Jus­tiz sprach sie ihre Urteile „im Namen des deutschen Vol­kes“, diente jedoch häufig einem verbrecherischen Sys­tem.
    Als Ministerialbeamte wirk­ten Juristen oft an der Dis­kri­mi­nie­rung und Ent­rech­tung von Menschen mit; als Staats­an­wälte bean­trag­ten und als Richter ver­hängten Juristen viel­fach unge­rechte sowie un­mensch­lich harte Strafen. Als erschreckende Bilanz ist insbesondere fest­zu­stel­len: Mehrere zehn­tausend Todesurteile – die Zahl liegt je nach Schät­zung bei ca. 32.000 und bis zu 80.000 Todesurteilen – davon allein ca. 5.000 To­des­urteile des Volksgerichts­hofs. In vielen Fällen handelte es sich um nichts anderes als Todesurteile der Jus­tiz auf Geheiß der Füh­rung des NS-Staates.

Und der Westfälische Anzeiger schreibt: „Die Justiz war ein solider Pfeiler des nationalsozialistischen Staates.“

Gestern konnte man im Landgericht Kölle beide Seiten sehen, die alten neuen Rechts-Nazis und die demokratisch ge­wan­delte Justiz.

Das Neue verkörpert Thomas Quast, der gestern einen jungen Schwulen frei­ge­sprochen hat vom Vorwurf der Körper­ver­letzung gegen einen Polizeibeamten an­läss­lich des CSD 2016 … wie schon die 1. Instanz. Quast hat sich beim Frei­ge­spro­chenen entschuldigt, dass es in diesem neuen toitschen Staat noch sowas gibt (KStA). Nicht Sven Wille war der Täter, sondern die Bullerei, die ihn brutal miss­handelt hat und deren Vertreter jetzt nicht nur Strafverfahren erwarten wegen Körper­ver­letzung im Amt, Verfolgung Unschul­diger, Freiheitsbe­raubung etc., sondern auch wegen Falschaussage vor Gericht.

nobody ergänzt die Liste um Rechts­beu­gung … das gibt es nämlich auch bei Staats­anwältinnen, gelle.

Was in dem Prozess zutage kam, lässt sich von Seiten der Polizisten nur mit Ho­mo­phobie erklären. Warum hamse Sven nicht gleich den Rosa Winkel auf die Backe getackert?

Es ist ein aus sich selbst heraus erklä­ren­des Phänomen, dass Tätigkeit bei der Jus­tiz im weitesten Sinne, von der Polizei bis zum Richter, eine magische An­zie­hungs­kraft für Law & Order-Freaks, die meinen Schutz des Gesellschaft, aka Volx, die Freiheit des Individuums unterdrücken zu können … eine typisch rechte Weltan­schauung.

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