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Nun muss nobody mal die BLÖD loben, denn die hat alles richtig gemacht, als sie vergangenen Samstag den Staatsanwalt und seine grün/blauen Hilfsjungs und -mä­dels weggeschickt haben. Der auf die Ak­tion folgende BLÖD-Bericht mit der Über­schrift „Staatsanwalt will BILD durchsu­chen“ war natürlich reißerisch und halt BLÖD (denn es ging nicht um Durch­su­chung), aber sonst war alles richtig.

Am Freitagabend hat die StA der BLÖD eine „Eilanordnung“ gemehlt und zu­ge­faxt, in der es um die Sicherstellung von Inter­net-Zugriffs­daten von BILD-Lesern ging. „Hinter­grund ist offenbar ein internes Er­mittlungsverfahren gegen Poli­zis­ten, die eine NSU-Opferan­wältin bedroht haben sollen. Unklar blieb, ob die Er­mitt­ler auf der Suche nach einem möglichen Informanten waren“, schreibt die BLÖD.

„Eilanordnung“ soll wohl Gefahr im Verzug suggerieren, ebenso wie die Nacht- und Nebel-Aktion am Freitag und Samstag­morgen. Dabei fing das mit der NSU 2.0 und Anwältin Seda Basay-Yildiz in Frank­furt schon im August 2018 an und im Oktober 2018 waren die Ermittler auf die Chats der Nazi-Bullen gestoßen, die dann verdächtigt wurden, die Anwältin zu bedrohen.

Schon klar … Oktober 2018 bis März 2019 = 6 Monate = Mindestspeicherfrist läuft ab. Man muss eine Sache nur lang genug liegen lassen, um sie eilbedürftig zu krie­gen, könnten sich die Ermittler gedacht haben. Dann brauchen die keinen richter­lichen Beschluss (§ 100j Abs. 3 StPO). Den hatten die Nacht- und Nebel-Akteure nämlich nicht und deshalb hat BLÖD die Eifrigen wieder weg geschickt. „Hurra, der Staatsanwalt ist da!„, so läuft das nicht im Schland.

Gut gemacht!

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