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Hurra! Endlich hat das als „Prozessfinan­zierer“ agierende Inkassobüro, handelnd unter der Marke myright, auch einen Pro­zess gegen VW im Dieselskandal ge­won­nen … ihren ersten (LTO) … allerdings nicht in Braunschweig, sondern in Kre­­feld, wo das nix Besonderes und nix Neues ist. Trotzdem: congratz :mrgreen:

nobody hat das Urteil vom 13.02.2019, Az. 2 O 313/17 heute mal durchge­rechnet … also in meine VW-Klagen-Excel-Tabelle ein­gegeben … und gugge da, es ist auf den Pfennig richtig. Aber nur, wenn man die Ge­samtlaufleistung des Tiguan mit 250.000 annimmt, so wie das LG Krefeld.

Das hat auch schon mal mehr zugrunde gelegt und dann hätte der betrogene Hal­ter des Tiguan auch mehr bekommen. Aber wenn ich das Urteil so durchlese, dann scheinen die Anfänger von myright keine Ge­samtlaufleistung vorgegeben zu haben 😯

Vielmehr haben die absolute beginners das Gericht davon zu über­zeugen ver­sucht, dass kein Kilometergeld (aka Nutzungsentschädigung) ab­zu­ziehen ist, weil „das Fahr­zeug … ge­setzeswidrig ge­nutzt“ wurde 😎 Dazu das Urteil:

    Bei der Nutzungsherausgabe im Rah­men des § 826 BGB kommt es darauf an den Schaden, welcher durch den Ver­­trag entstanden ist, auszugleichen. Der Schaden ist bei der Klägerin aber nicht in der vollen Höhe des Kaufprei­ses ein­getreten, denn diese er­langte da­für die Nutzungs­­möglichkeit eines Fahr­zeugs. Dieses war zwar mangel­haft, konnte aber den­noch durch die Klä­gerin ge­nutzt werden, sodass sich dieser jeden­falls Auf­wen­­dungen für eine anderweitige Fortbewe­gungs­­mög­lichkeit er­sparte. Wenn eine Nutzungs­ent­­schädigung vor­­liegend nicht zu be­­­­rück­­­sich­­ti­gen wäre, würde dies zu einer Bes­ser­stel­lung des Käufers führen. Dies wird umso deut­li­cher, wenn be­rück­­sich­tigt wird, dass die Bes­ser­stel­lung der ein­zel­nen Käufer erheb­lich von­einander abweichen würde, je nach­dem wie viele Kilometer diese mit dem Fahrzeug bereits zurück­gelegt haben.

Dazu hat nobody gestern zufäl­lig auch was gepinselt, wenn auch in Bezug auf das Augsburger Urteil:

Die irre Begründung der Amis hat das LG Krefeld wohl verärgert, weshalb die Ge­­samt­laufleistung gesunken ist.

Außerdem trägt dadurch myright bzw. die Rechtsschutzversicherung des Halters die Hälfte das Kosten, was vermeid­bar ge­we­sen wäre, genau so wie die 35% Er­folgs­beteiligung (Cicero).

Alter toitscher Rechtsgrundsatz: Augen auf oder Beutel auf 😛

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