Schlagwörter

, , , , , ,

Noch ist die Sonnen nicht wieder aufgegangen, aber sie wird es noch tun. Da än­dert auch der Brexit nix dran. Überraschend kommt der ja nicht und das es ein harter werden wird, das war auch absehbar. Aus alldem kann man was ler­nen. Aber was?

Vom Trumpeltier haben wir die Bedeutung des „Never change a running team“ gelernt. Der orangene Sauhaufen im WH läuft nicht und deshalb wird er ständig gechanged. Die EU ist keine gut geölte Maschine, aber sie läuft und sie lief auch für UK. Kein Grund für Splendid Isolation.

So kann Demokratie nicht funktionieren. Man kann in einer immer komplexer wer­denden Welt dem Volx keine JA-oder-NEIN-Frage vorwerfen … friss oder stirb … ohne klar so sagen, wo die Lemminge landen, wenn sie von den Klippen von Dover springen. Dafür ist die Mehrheit einfach zu blöde. nobody schließt sich da nicht aus.

Beispiel: Ich war gegen die Griechenlandrettung, hab das ganze Drum und Dran nicht verstanden. Wenn mich die Bundesregierung damals zu einem Referen­dumm über die Griechen­landrettung aufgerufen hätte, hätte ich abgewunken … ohne mich … oder doch nicht, weil ich dann die Entscheidungen denen über­las­sen hätte, die noch blöder sind als ich.

Die EU hat ’ne Menge Geburtsfehler. Soweit, so klar. Der größte Fehler ist IMHO, dass nicht durchgängig das Mehrheitsprinzip gilt und es keinen Rauswurf gibt. Es gibt das Vertragsverletzungsverfahren, einen zahnlosen Papiertiger, weil ihm die letzte Konsequenz fehlt.

Die EU ist zu groß geworden. Schland mag es weniger kratzen, wenn wir die Ha­benixe am Rande durchschleppen, weil wir am meisten davon profi­tieren. Aber ein seit Thatcher deindustralisiertes Land, das nur auf die Macht der Finan­zen auf­baut, kann sich nur als Verlierer sehen, wenn Geld abfließt. Denn wenn dafür nur Geld zurückkommt, was ist damit gewonnen?

Aus dieser Monokultur resultiert auch die Zerrissenheit der inglitschen Ge­sell­schaft: da London, der Finanzplatz, dort der Rest, das Nichts. Wo das Nix fein rausgeputzt ist … Cornwall z.B. … waren es EU-Gelder. Das hätte UK auch selbst bezahlen können, aber von Bankern kannste nicht mal Almosen erwarten.

OK, gibt’s auch was Positives?

Vielleicht Cork und Brest. Beide Städte haben tolle Naturhäfen, die ausgebaut werden könnten zu einer Express-Verbindung. Bisher braucht man von Cork nach Roscoff 16 Stunden. Die Pferdefressen schaffen das mit der Pont Aven in 14 Stunden. 12 und weniger wären möglich … täglich … um Irland direkt ver­sor­gen zu können, ohne UK.

Apropos Irland: Das bleibt und wird nun erst recht das Problem … die Grenze zu Nordirland.

Werbeanzeigen