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Vor einem Monat hamse doch in Saalfeld, Thüringen einen werdenden Papa aus dem Kreißsaal raus geholt, um ihn an die Elfenbeinküste abzuschieben (Thü­rin­ger Allgemeine). Durch das beherzte Eingreifen einer Hebamme konnte das ver­hin­dert werden.

Im Mai hamse in Arnstadt, auch Thüringen, eine Schwangere aus dem Kran­ken­haus­bett zur Abschiebung geholt.

Und nun Mainz: Am 17. Oktober holt die Bullerei eine Schwangere aus der Kli­nik, setzt sie in eine Minna, wo schon der Mann und der ein­jährige Sohn war­ten, karrt das ira­nische Trio nach Han­no­ver zum Flughafen zwecks Abschiebung nach Kroatien. Dort wehrt sich die Schwangere, worauf der Pilot ihre Beförderung ab­lehnt.

Also karren die Bulletten den Mann wieder zurück nach Ingel­heim ins Ab­schie­be­ge­fängnis. Die werdende und seiende Mama wird mit den Sohn am Bahnhof in Han­nover abge­setzt. Man drückt ihr 100 Euro „Hand­geld“ in die Flosse und lässt sie stehen (FAZ).

Ja geht’s noch?

nobody weiß ja nicht, wie schwanger die Dame war, aber das Verwaltungs­gericht Ol­denburg (Az. 11 B 37/13) hat doch das Mutterschutzgesetz entdeckt, wonach 6 Wochen vor und bis (mindestens) acht Wochen nach der Geburt des Kindes der Aufenthalt zu dulden ist.

Und außerdem dürfen schwangere Frauen ab der 36. Schwangerschaftswoche Flug­reisen nur noch antreten, wenn ein Arzt mit flugmedizinischer Erfahrung die Reise mit einem Attest für unbedenklich erklärt.

Also … wie sagte Tegtmeier immer: Mensch bleiben!