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Alle reden von Olgino, aber gibt es vielleicht auch in Wolfsburg eine Trollfabrik? Egal, denn heute war jedenfalls der große Tag von marcaurel1957, den nobody nun den Audi-Troll nennt. Nach­folgend ein paar Kommentare des Audi-Trolls in der ZEIT zum Thema Audi zahlt 800 Millionen Euro Bußgeld:

  • Da alle Hersteller ordnungsgemäß nachgebessert haben, ist den Kunden eben kein Schaden ent­stan­den….schauen Sie ins Kaufrecht, dort ist geregelt, was in solchen Fällen getan werden muss.
    Im übrigen haben die Kunden ein ordnungsgemäß zugelassenes Auto bekommen, ob eien Abschaltvorrichtung vorlag, interessiert in diesem Zusammenhang erst mal nicht. Erst wenn es zu einem Widerruf der Typengenehmigung gekommen wäre, wäre es für den Kunden relvant geworden.
  • Was können die Hersteller für diese Fahrverbote?
    Solange die Autos den Gesetzen zum Zeitpunkt ihrer Zulassung entsprechen, haben sich die Hersteller nichts vorzuwerfen.
    VW hat manipuliert und dies nachgessert, Opel hat vielleicht die Vorschriften über Thermofenster zu weit ausgeleht und muss auch nachbessern.
    Davon hatte kein Kunde einen Nachteil!
    Mehr ist nach unserer Rechtsordnung nicht möglich.
    Die jetzt möglichen Wertverluste und Fahverbote haben mit zuviel NOx an bestimmten Messstationen zu tun, das aber liegt nicht im Verantwortungsbereich der Autoherstelller
  • Es gab keine „betrogenen Kunden“ weil es auch keinen Betrug gab…
  • Ganz einfach, weil kein Kunde ein Schaden gehabt hat…..
  • Nennen Sie mir den Schaden, den diese Fahrer hatten?
  • welchen Schaden haben die denn gehabt?
  • Da Sie keine juristische Ausbildung haben, können Sie diese Dinge nicht beurteilen.Es ist also ziemlich bedeutungslos was Sie sehen…
    Jeder Student könnte Ihnen erklären, weshalb hier keine Straftat, – kein Betrug – sondern lediglich eine Ordnungswidrigkeit vorlag.

Und so geht es weiter in ca. 30 postings auf bisher 4 Seiten von marcaurel1957.

Also ich hab grad wieder zwei neue Diesel-Urteile auf dem Tisch und da stehen dann so Sachen drin wie:

    Die Klägerin hat durch ein Verhalten der Beklagten, nämlich durch das In­ver­kehrbringen des, wie die Beklagte wusste, technisch mangelbehafteten streit­ge­genständlichen Pkw-Motors, einen Schaden erlitten.
    Das schädigende Verhalten der Beklagten ist auch als sittenwidrig im Sinne des § 826 BGB zu beurteilen. Denn die Beklagte hat in großem Umfang und mit erheblichem technischen Aufwand vorsätzlich gesetzliche Umweltschutzvorschriften ausgehebelt und zugleich ihre Kunden getäuscht und geschädigt.
    Aus dem Gesamtverhalten der Beklagten ist die Gesinnung zu entnehmen, aus Unfähigkeit oder Gewinnstreben massenhaft die Käufer zu täuschen, die Wettbewerber zu benachteiligen und die Umwelt so zu schädigen, dass – je­denfalls in bestimmten Straßen bestimmter Innenstädte – Gesund­heits­ge­fah­ren drohen … usw … ein Urteil ist veröffentlicht.

Davon gibt es inzwischen Dutzende. Die Klagen gehen hier durch wie ein heißes Mes­ser Butter und das OLG Kölle nimmt die dösigen, auf Zeit spielenden Beru­fungen von VW gar nicht mehr an.

Ich weiß zwar nicht, unter welchen Stein dieser marcaurel1957 gekrochen ist, aber Jura hat sich darunter nicht versteckt.

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