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In Ösi-Land tobt der Maurer-Krieg in den Medien. Die dortigen User-Kom­men­tare sind entweder fürs Bier (z.B. das KRONkorkenblatt) oder für Sigi.

Wie gesagt, ich kenne mich im Ösi-Recht nicht aus, aber eigentlich ist es doch ganz einfach, wenn man die alten Gesetze aus der Vorinternetzeit auf heutige Verhältnisse überträgt.

Wenn die Sigi vor der Bier-Spelunke einen „Klaps“ auf den Arsch gekriegt hätte, dann hätte sie dem Pussy-Grabber stante pede eine watschn können.

Nun hat sie nicht gesehen, wer sie mit dem Klaps beleidigt hat und da stehen mehrere Klapser, die in Frage kommen und sie er­wischt den Falschen. Dann ist sie wegen Beleidigung und Körper­verletzung dran, denn ihre Watschn ist beides.

Bei er virtuellen Watschn kann man IMHO dann nicht den falschen Klapser er­wischen, wenn der ane Watschn kriagt, an dem die Hand baumelt, die geschla­gen hat. Hand ist der Computer, auf dem der Account läuft, von dem die Obs­zö­ni­täten ausgehen.

Das ist in meiner Parabel der Spelunkenbetreiber. Das mag in einem Internet-Cafe anders sein, aber hier ging es um einen Bierladen.

Nehmen wir mal an, es gelingt jemandem auf wundersame Weise wären meiner Abwesenheit von meinem Schlepptop aus einen Menschen zu beleidigen und nachdem ich wieder Herr über meine EDV bin, finde ich die virtuelle Watschn der Beleidigten. Was würde ich tun?

1. Mich sofort bei der Beleidigten entschuldigen unter Hinweis darauf, dass sich wohl zuvor jemand an meinem PC zu schaffen gemacht hat.
2. Vor meiner eigenen Haustür kehren und brüllen: Wer war das?

Nichts von dem hat der Spelunkenbetreiber getan. Warum? Weil … na er ist Mann, er darf das. Er muss sich doch nicht für seine Dreibeingenossen ent­schul­digen … wir halten zusammen, gelle!?

BTW: Mit meinem Hinweis auf die irrig angenommenen presserechtlichen An­for­de­run­gen hatte ich recht. Das wird in Ösi-Land inzwischen auch so gesehen und Richter Apostol kritisiert.

Dieser Richter hat Sigi übrigens gleich eingangs des Verfahrens gefragt, warum sie nicht die Straßenseite gewechselt hat, wenn sie wusste, dass frau vor dem La­den von Albert Lastufka sexuell belästigt wird 😯 Dazu fallen nobody 1000 What­aboutisms ein … warum gehe ich gleich auf die Straße, wenn ich dort ge­mes­sert werden kann … ich belasse es aber bei der Frage: In welchem Jahr­tau­send lebt dieser Richter?

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