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Unter den Kommentaren zum Urteil gegen Abdul Mobin Dawodzai toben sich wie­der die Hobby-Juristen aus und wettern gegen den Rechtsstaat. Dabei sind die achteinhalb Jahre völlig OK. In dubio pro reo gilt auch bei der Frage, ob Ju­gendlicher oder Erwachsener. Wenn das LG Landau von den wahrscheinlich 20 Lebensjahren ausgegangen wäre, dann hätte das auch nix gebracht, weil Er­wach­senenstrafrecht erst ab 21 immer angewandt werden muss. Um bei 20 auf den Erwachsenen zu kommen, muss man unnütze Klimmzüge machen. Erübrigt sich bei 17,5.

In „Alter wurscht“ hab ich gepinselt: „Viel älter als 18 ist der Junge nicht und damit Heranwachsender i.S.d. JGG … also 5 Jahre und fott domet!“ Bei den 5 Jahren bin ich von Totschlag ausgegangen, obwohl Mord auf der Hand lag. Nur auf Totschlag zu gehen hätte den Charme gehabt, dass der Mordbubi schon zwei Monate später hätte sein Urteil kassieren können. Ohne die Beziehungs­scheiße, Eifersucht etc. wäre es einfacher und schneller gegangen.

Nee, wat hätt der dumm aus der Wäsche geguggt, wenn er schon im Februar verurteilt worden wäre. Und fünf Jahre hätten wohl auch ausgereicht, um das Sackgesicht abzuschieben … ist ja nicht VG Schalke zuständig.

BTW: Automatische Abschiebung gibt es nicht bei JGG-Taten. Könnte man auch mal ändern.