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Die im Netz veröffentlichte Ausfertigung des Haftbefehls gegen Y.A., dem der Tot­schlag vom Chemnitz angelastet wird, wurde abfotografiert.

Damit scheidet der Verteidiger als Leaker aus, denn der hätte seine Abschrift, oder die Ausfertigung ohne Probleme jederzeit fotokopieren können. Außerdem: was sollte der (Pflicht-)Verteidiger für ein Interesse daran haben, das Ding kos­ten­los zu veröffentlichen.

Da wollte jemand nicht mit dem Ding am Kopierer gesehen werden.

In Betracht kommt die Geschäftsstelle der Abteilung 11 … unwahrscheinlich, weil dann Frau W. sofort im Fokus der Ermittlungen zu § 353b StGB stünde.

In Betracht kommt der Justizwachtmeister, der den U-Häftling mit HB den Voll­zugs­beamten zwecks Überführung in die JVA übergeben hat.

In Betracht kommt der vorerwähnte Vollzugsbeamte und jeder in der JVA, der Zu­gang zum HB hatte.

Im Raum, in dem der HB abfotografiert wurde, muss ausreichend Tageslicht ge­we­sen sein. Das Licht schien dem Knipser über die rechte Schulter.

nobody glaubt, dass man den Fotoclown finden kann.

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