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Beim DLF hab ich grad gelesen, dass das Finanzamt München dem ehemaligen Münchner in New York Ärger macht, weil er seine Wohnungen im Haus an der Nymphenburger Straße zu billig vermietet. Das sei Liebhaberei und deswegen kann er die Millionen, die er in die Renovierung der denkmalgeschützten Hütte reingesteckt hat, nicht steuermindernd geltend machen.

Der Beitrag des DLF liefert auch die Erklärung, warum Kommunen wie München gar kein Interesse an günstigem Wohnraum haben:

    In den Münchner Mietspiegel fließen nur die Mieten der vergan­genen vier Jah­re ein, also die teuren Neuver­mietungen. Und daran orientieren sich die Fi­nanz­behörden. Nicht an den Be­stands­mieten und den fairen Ver­mietern: Er bil­det sozu­sagen nicht den Durch­schnitt der Mieten ab. Ich halte zwei Din­ge für falsch: Erstens, dass man meint, dass ein Ge­schäft nur vor­liegt, wenn man den höchst­möglichen Profit erzielt, das halte ich für eine falsche recht­liche Bewertung.
    Der Mietspiegel werde künstlich hoch­geschraubt. Vermieter müssten nach­zie­hen. Die Mieten steigen weiter. Ein Teufels­kreis, so Zurek. Politisch durchaus gewollt, kritisiert auch der Münchner Vermieter­verein Haus und Grund.

    An den exorbitanten Mieterhöhungen in München verdiene vor allem der Staat. Bezahlbares Wohnen sei aus steuerlicher Sicht gar nicht erwünscht:
    „Wir haben die Einnahmen des Fiskus aus den Münchner Mieten mal hoch­ge­rechnet. Wir kommen hier auf eine Milliarde Euro pro Jahr, die der Fiskus allein von den Münchner Wohnungsvermietern einnimmt.“

Dazu Wolfi in Wort und bewegenden Bildern: