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Wer die Überschrift nicht deuten kann, der hat ein kurzes Gedächtnis und das will nobody auffrischen. Dazu greife ich drei Sprüche des Gauleiters heraus … es gibt noch mehr.

Vor fast exakt zwei Jahren hat der Gauleiter in der FAZ den hier von Stapel ge­las­sen: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boa­teng nicht als Nachbarn haben.“

Später faselt der Gauleiter in einem Brief an NSAfD-Mitglieder davon, dass er nicht mehr sagen könne, wer zuerst den Namen Boateng genannt habe, glaube jedoch, es sei einer der Redakteure gewesen, da ihm der Name wie auch der Fuß­ballsport weitgehend fremd seien. Er habe „an keiner Stelle ein Werturteil über Jérôme Boateng abgegeben, den ich bis dato gar nicht kannte.“ Der Gau­lei­ter kennt Boateng also nicht, weiß aber, dass „Leute“ den nicht zum Nachbarn haben wollen. Woher weiß er das? Und was schreckt an Boateng als Nachbarn ab? Was anders als die Hautfarbe, die der Gauleiter nicht kennen kann, weil er Boateng nicht kennen will.

Schlussfolgerung: Der Gauleiter ist ein Rassist und lügt.

Ein Jahr später, im August 2017, ist die Wurzeltürkin Aydan Özoğuz dran, da­mals Migrationsbeauftragte:

    Das sagt eine Deutsch-Türkin. Ladet sie mal ins Eichsfeld ein, und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist. Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen kön­nen. (FAZ)

Dem Tagesspiegel sagt der rassistische Lügner dann, er könne sich nicht er­in­nern, ob er den Begriff „entsorgen“ gebraucht habe. Bei der Nazi-Postille „Jun­ge Frei­heit“ kann er sich wieder erinnern und sagt:

    Ich hätte das Wort ‘entsorgen’ nicht verwenden sollen. Inhaltlich stehe ich aber zu meiner Aussage. Frau Özoguz hat weder etwas in der Bun­des­re­gierung verloren noch in Deutschland. Sie ist weder mit unserer Kultur ver­traut, noch mit den Menschen in diesem Land.

Wieder ein Jahr später kommt der Vogelschiss. Zu dem liegt noch keine „Aus­re­de“ des Gauleiters vor. Man darf gespannt sein, was der Lügner diesmal auf­tischt.

Nur alle Jahre wieder … Gauleiter statt Christkind? Nöö, da gab es noch mehr, z.B.

  • den aus dem Nazisprech bekannten Volkskörper (SPIEGEL),
  • den Schlussstrich unter die Nazi-Vergangenheit und „das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ (BuzzFeed).

Da die toitsche Justiz an­scheinend unfähig ist, die Nazi-Sprüche dieses lügenden Ras­sisten richtig zu subsumieren (das verfahren aufgrund der Anzeige vom Stra­fischer wurde eingestellt – SPIEGEL), kann nobody nur hoffen, dass dieser Spal­ter, Hetzer bald das Zeitliche segnet. Sowas hat dieses Schland nicht verdient. Der Gauleiter wäre in seinem Tausendjährigen Toitschland besser aufgehoben. Da hätte er sicher Karriere gemacht … mehr als nur Gauleiter.