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Um das gleich vorab klar zu stellen: Die spinnen, die Bayern.

Die 21-jährige Adama K. soll am 13. Juli 2018 ihr Kind bekommen. Ihren Zu­stand kann man also als hochschwanger bezeichnen. Trotzdem wurde der 21-jäh­ri­ge Flüchtling aus Sierra Leone am 14. Mai in Abschiebehaft genommen und sollte gestern, auf den letzten Drücker, von München aus nach Mailand ab­ge­scho­ben werden. Heute wäre es nicht mehr zulässig gewesen, denn der Mut­ter­schutz gilt auch für Abzuschiebende und danach darf die letzten sechs Wo­chen vor der Entbindung nicht abgeschoben werden, weil das VG Oldenburg im Be­schluss vom 29.01.2013 – 11 B 37/13 den § 3 Mutterschutzgesetz entdeckt hat.

Das ist auch richtig so, aber die sechs Wochen vor der Entbindung sind nur eine Richtschnur. Schon vorher hat der Arbeitgeber auf die Schwangeren bestimmte Rücksichten zu nehmen. Zwar ist

wie die toitsche Industrie mal rausgefunden hat (Handelsblatt), aber dass das Kind durch die bayrische Abschiebewut nicht gefährdet werden darf, darauf kann man auch ohne Gesetzeskenntnis kommen.

Adama ist dann gestern früh doch nicht abgeschoben worden, weil sie sich vor der Gangway zum Flug LH 1852 kräftig und erfolgreich gewehrt hat (TAZ).

Gut so! Es gibt genug zum Abschieben. Werdende Mütter müssen nun wirklich nicht die Ersten sein. Oder ist Bayern die Titanic und die Lederhosen von der CSU haben das mit „Frauen und Kinder zuerst“ falsch verstanden.

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