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Für die Nazi-Hetzer im Netz ist es deswegen ein normaler Mord, weil die 14-jäh­rige Keira G. natürlich von einem Migranten umgebracht worden sein muss (der STERN hat einige Hetz-Postings gesammelt – ich hab noch viel üblere Sa­chen gefunden).

Liebe Rassistenärsche, glaubt nobody: Edgar H. hat nicht nur einen schönen toi­tschen Nachnamen, sondern ist auch ein (dunkel-)blonder, pausbackig, picke­li­ger toitscher Jungwixer. Wenn der Migrant ist, dann ist es mein Sohn auch, denn dessen Paps, also ich, ist als Rucksackdeutscher von seinen Eltern in den Wes­ten verschleppt worden.

Für nobody ist es ein ganz normaler Mord, weil Täter und Opfer jüngst immer jün­ger werden: 14 die Keira und 15 der Edgar und beide waren nicht nur Schü­ler der selben Schule. Zumindest wollte der Edgar was von Keira.

Mia Valentin z.B. war 15 und hatte was mit Abdul Mobin Dawodzai.

Das führt nobody zu der These, dass die Kids von heute, also die Generation Z, oversexed and underfucked sind. Unreife Früchtchen, die mit ihrer über­schäu­men­den Sexualisierung nicht klar kommen. Denen ist der homemade porn in und aus den asozialen Medien derart zu Kopf gestiegen, dass dort kein Platz mehr für Empathie ist. Das ist keine Einbildung von nobody. Die Amis haben diese Vermutung schon länger (TIME).

Nun werden Bildungsbürger einwerfen, dass Julia auch erst 13 war und ihr Ro­meo vielleicht 17, aber die haben sich nicht gegenseitig getötet und später blieb das traurige Ende einer Liebesschmacht dem männlichen Part vorbehalten, der, like Werther, lieber selbst Hand an sich legte, als das Mädel zu besudeln.

Das war Romantik … heute ist Sex … und bist du nicht willig, dann bring ich dich um … OK, auch das gab es beim ollen Goethe schon:

    „Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
    Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –
    Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
    Erlkönig hat mir ein Leids getan! –
    Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
    Er hält in Armen das ächzende Kind,
    Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
    In seinen Armen das Kind war tot.