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Zu den Prozesses über die letzten lebenden Nazi-Schergen aus Auschwitz und anderen Vernichtungslagern hat nobody mal geschrieben: „Und wenn sie 100 sind„. Der heute gestorbene Oskar Gröning (SPIEGEL), um den es in dem Ar­ti­kel auch ging, war fast 100 und wurde verurteilt. Ins Gefängnis musste er trotz­dem nicht.

Warum nicht, das hat der NDR vor gerade neun Tagen schön zusammen­ge­tra­gen. Aber damit hat sich die toitsche Justiz nicht mit Ruhm bekleckert. nobodysUnd wenn sie 100 sind“ war nicht die Forderung, lebende Tote in den Knast zu stecken, sondern beinhaltet die Pflicht, die Täter ohne Ansehen der Person, also auch ihres Alters, vor Gericht zu stellen, wenn sie noch verhandlungsfähig sind … was bei Gröning nach vielen Untersuchungen immer bejaht wurde.

Prozess und Urteil einerseits und Verbüßung der Strafe andererseits sind zwei paar Schuh und nicht die zwei Seiten einer Medaille. Schland ist nicht Sieger des Krieges, in dem diese Täter die verurteilten Verbrechen begangen haben. Also steht uns keine Siegerjustiz und damit erst recht keine Rachejustiz zu.

Wenn unmenschliche Verbrecher wie Gröning doch noch was Menschliches wie ein Gewissen gehabt haben sollten, dann hätte man ihn damit beschämen kön­nen, dass Niedersachsen seinem ersten Gnadengesuch stattgibt.

nobody ist wirklich gnadenlos, wenn es um Nazis und ihre Verbrechen geht, selbst die, die die neuen Nazis noch gar nicht begangen haben und ich hätte Gröning ohne mit der Wimper zu zucken zu 10 Jahren verdonnert, nicht bloß 4. Aber ebenso hemmungslos hätte ich ihn gnadenhalber von der Haft verschont.