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Bis gestern wurde Dean Martin Lauenburger (18) aus Gelsenkirchen

noch mit Klarnamen und Foto (oben) durch die Presse gejagt und nun ist er wie­der Dean Martin L. und verpixelt. Was ist geschehen? Hat er die Gruppenver­ge­wal­ti­gun­gen rückgängig gemacht? Ist er unschuldig? Wohl kaum. Seine bereits in U-Haft sitzenden Mittäter haben sich quasi selbst überführt (Rheinische Post). Einer hat seinem Opfer seine Handynummer gegeben. Wahrscheinlich hat der­je­ni­ge geglaubt, mit der Gruppenvergewaltigung die große Liebe angestoßen zu haben.

Was hat sich also verändert seit gestern? Dean Martin Lauenburger hat sich der Polizei gestellt und betrachtet sich mehr als Opfer, denn als Täter (WAZ).

Juristisch sieht die geltende Rechtslage so aus: Die Veröffentlichung von Foto und Klarnamen ist ein Eingriff ins Persönlichkeitsrecht, der aber vom Fahn­dungs­aufruf gedeckt ist. Ist die Fahndung erfolgreich beendet, dann bekommt der Ver­dächtige sein Per­sön­lichkeitsrecht quasi wieder zurück. Das ist in Zeiten der allwissenden Müll­hal­de, aka Inter­net … BULLSHIT!

Ich habe es schon einmal gesagt und wiederhole es gern: nobody ist der festen Überzeugung, dass mancher Täter von seiner geplanten Tat ablassen würde, wenn er sich sicher sein kann, danach für immer am Pranger zu stehen. OK, das ist mittelalterlich, aber wenn es wirkt … Ich rede hier nicht von Falschparkern, sondern Kapitalverbrechern.

Und was ist mit der Unschuldsvermutung? Klar … gilt, aber ich bin doch kein Rich­ter, sondern nur Meinender und ein Meinender darf das.

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