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Zur Vorbereitung auf die beiden morgigen Termine in Sachen „AfD“ ,/. nobody ha­be ich nochmal mit dem nassen Finger durch die Akten geblättert. Ich glaub, der verehrte Vorsitzende der 28. hat recht: ich versteh’s nicht. Aber das ist nicht Folge meiner beschränkten juristischen Fähigkeiten, wie er vor gut einen Jahr noch meinte, sondern ein Generationenproblem.

Wir alten Säcke, Scheffe und nobody, kommen aus einer anderen Zeit, aus der wir ein anderes Demokratieverständnis und damit auch Rechtsverständnis mit­ge­bracht haben. Wir haben uns auf der Straße vor Aula und Mensa mit den dort rumlungernden Dutzend Linksfascho-Gruppen (waren wahrscheinlich andere als die, die Sahra jetzt sammeln will :mrgreen: ) … Nazis waren damals kein Thema, jeden­falls nicht an der Uni, wenn man mal von einigen schlagenden Verbindungen ab­sieht … Wortgefechte bis aufs Blut geliefert. Diese Dispute waren nicht von po­li­tischer Schön- oder Korrektheit gezeichnet. Da wurde auch weit unter die Gür­tel­li­nie beleidigt.

Und keiner, egal von welcher Seite, wäre auf die Idee gekommen, den anderen anzuzeigen oder zu verklagen. Wenns zu dolle wurde, gab’s was auf die 12. Die Demokratie und nobody hams überlebt.

Heute ist das anders. Da kommen die Jungspunde von der Uni und waren dort schon so schlau, dass sie die Vorlesungen über Grundrechte und Verfassung glatt überspringen konnten. Geworden ist daraus eine „Streitkultur“, die von Un­ter­lassungs­urteilen beherrscht wird.

Internet und so’nen Kram gab es damals noch nicht. Wir haben uns aus Zei­tun­gen informiert und gelernt, dass Infos wichtig sind für Meinungsbildung, wo­bei schon damals, vielleicht sogar mehr als heute, die Info durchtränkt mit Mei­nung war. Aber das hat man gecheckt. Es war schon wichtig zu wissen, wel­chen Back­ground ein Kiesinger oder Filbinger hatte, denn sonst wär man in der Dis­kus­sion mit den Sozen schwer auf die Schnauze gefallen.

Und wir waren stolz auf unsere Parteimitgliedschaft, bis man uns den Button ver­boten hat.

Heute ist die Preisgabe der Mitgliedschaft in einer Partei ein Fall fürs Gericht. Wer in dieser neuen Nazipartei ist, darf keiner wissen … watten Scheiß! Be­grün­det wird das mit Daten­schmutz. Völliger Unsinn. Ich muss doch in keine Partei ein­treten, kann auch still in der Wahlkabine mein Kreuzchen machen. Wie die von der 28. auf sowas kommen können … ich versteh’s nicht.

Oder die Sache mit Iris Doppel-D. Wenn die ehemalige PDS-lerin einen auf Fa­mi­lienpolitik macht, aber ihrer Nazi-Partei ihr altes dirty hobby verschweigt, dann ist das doch wichtig für die Meinungsbildung. Was ist von ihrem schein­hei­lig moralischen Gewäsch zu halten? Aber nein, das unzu­ständige LG Deppendorf verbietet darüber zu berichten, nicht nur nobody, sondern zuvor schon Correctiv.

BTW: Während ich das so pinsel, stöbere ich nebenbei im Archiv einer alten deutschen Presse-Lady und im Print vom **** steht die Story von Iris Ge­heim­nis noch genau so drin, wie es nobody verboten wurde. Mehr sag ich nicht, sonst wird auch die *** gehöckert.

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