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aber wie … wieder ein Opfer, das nicht zu Ende denkt im allgemeinen #MeToo-Gejammer. Diesmal die Französin Leïla Slimani, deren Replik auf den Offenen Brief der 100 Frauen in der Lib vom SPIEGEL übersetzt wurde. Ihr Sohn soll „ein freier Mann werden, Nicht frei, aufdringlich zu sein“, wie die „Schweine“, wie der „Typ, der um acht Uhr morgens auf meinen Mantel ejakuliert. Den Chef, der mir zu verstehen gibt, was für meine Beförderung hilfreich wäre. Den Professor, der sich für ein Praktikum einen runterholen lässt. Den Kerl, der mich im Vorbei­ge­hen fragt, ob ich ‚ficken will‘ und mich dann als ‚Schlampe‘ beschimpft“, sondern „frei, sich als etwas anderes als ein von unkontrollierbaren Trieben beherrschtes Raubtier zu definieren.“ Schön und gut, aber dann kütt et:

    Ein Mann, der in der Lage sein wird, zu verführen, auf die unzähligen wun­dervollen Weisen, in denen Männer uns zu betören verstehen.

Aber echt in einem Atemzug, einem Satz. Logik, dein Name ist Weib.

Also doch wieder der Mann, der Frau verführen soll, aber natürlich nur so, wie sich das Frau vorstellt und auch nur der, den sich Frau vorstellt.

Hängt euch doch ein Preisschild an die Nase, auf dem steht, wie, oder „unter Schampus mach ich’s nicht“, oder „ich nehm auch Fusel“.

Das war doch genau das, was die Deneuve und die anderen angeprangert ha­ben. Was ist mit all denen, die nicht als Casanova auf die Welt gekommen sind und nicht gelernt haben, wie man sich „zivilisiert“ ans Reh anpirscht.

Ich hab’s: wir machen es wie in Indien, richten Kasten ein. Akademiker bleiben unter sich und der Rest bildet sich bei RTL und so weiter.

Ist aber ne Scheiß-Idee. Hab ich am Freitag wieder gemerkt, als ich Blömche für die Kemenate geholt habe, diesmal nicht auf dem Markt, sondern beim Risse. Dort gibt es so eine süße Blonde mit ganz vielen Freckles. Als es ans Bezahlen ging, wühl ich so zwischen den Quittungen und Zetteln in meinem Portemonnaie und lass völlig belanglos, quasi im Selbstgespräch, fallen: „Mein Portemonnaie ist immer voll, ist bloß kein Geld drin.“ Da hat die sich bald eingepisst vor La­chen und so einen warmen Gesichtsausdruck bekommen … herzallerliebst. Gar nicht mein Typ und irgendwie auch eine ganz andere „Kaste“, aber hübsch. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich nur den Satz nachschieben müssen: „Das La­chen müssen wir wiederholen. Wann haste Zeit?“

Bring das Mädel zum Lachen und die halbe Ernte ist eingefahren.

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