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Gestern bin ich trotz des Schietwetters zu Fuß zum Fischers Fritze gegangen … Friedach jitt et Fesch … is nix Religiöses, sondern gesund … da ist mir aufge­fal­len, dass eine ganze Zeile Geschäfte auf der Flachwixerstraße zwischen dem Schuh-Spichala und dem Einrichtungs-Heerdt leer steht. Einer fängt an mit der Aufgabe und das frisst sich dann nach links und rechts durch wie Krebs. Denn so leere, blinde, tote Schaufensteraugen vertreiben nicht nur Kunden, sondern auch die Nachbarn. Auch in der Bonner haben wieder Zwei dicht gemacht. Was bleibt, ist das Brot- und Buttergeschäft, 1-Euro-Läden und die zunehmenden Discounter.

Gestern sind wieder zwei Busladungen Käsköppe vor unserer Wiese aufge­schla­gen … mit dem Schiff … und ab zu den in der Pontivy wartenden Bussen und weiter nach Augustusburg.

Für die Einwohner ist Wesselings Lage mitten zwischen Bonn und Köln optimal … überall werden Einfamilienhütten wie wahnsinnig gebaut … aber für Handel und Gewerbe scheiße. Und die Touris finden unsere Anlegestelle zwar putzig und den Ausblick auf den Kabuff very nice, aber was ist das schon gegen die Welter­be­stätten in Brühl.

Hab mit Scheffe drüber gesprochen. Der ist ja im Rat für Kultur zuständig. Aber den Kommunalen fällt auch nix ein, wie man diese Entwicklung stoppen kann. Das ist verrückt, denn der Vorteil der Lage für die Wesselinger kann ja umge­kehrt auch ein Vorteil für den Handel in Bonn und vor allem Köln sein, der unter den hohen Mieten ächzt.

Ein Magnet muss her. Im Inselhaus

steht das Ecklokal leer. Was könnte man daraus alles machen … jedenfalls et­was, was es in Wesseling bisher nicht gab. Wer Ideen und Interesse hat, kann sich ja bei nobody melden. Die Eigentümerin ist … nee, auch das fällt unter die Schwei­gepflicht … aber da lässt sich was arrangieren.

Wesseling ist keine Schönheit, aber es hat Besseres verdient.

Achja … es gab Steinbeißer in Zitronenbutter.