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nobody hatte schon Angst, ich sei der einzige Spinner, der gemerkt hat, dass Fran­cesco Meli nicht auf die Rolle des Radames passt. Fast in allen Kritiken ist dieser Satz aus der Süddeutschen zu lesen: „Der Tenor Francesco Meli als Ra­da­mes war ihr [Anm.: der Netrebko] ein ebenbürtiger Partner.“ Wie bitte?!

DLF relativiert wenigsten: „Francesco Meli als Radames ist ihr mit kerniger Mit­tel­lage beinahe ebenbürtig.“

Die AZ aus München seicht ein falsches Kompliment ab: „Es imponiert, wie viel dieser Tenor aus seiner an sich wenig interessanten und monochromen Stimme macht.“

Aber zum Glück gibt es Jürgen Kesting, der in der FAZ urteilt:

    Für die Partie des Radamès war der stimmlich und gesangstechnisch nicht ganz ebenbürtige Francesco Meli aufgeboten, dessen Tenor nicht das für ein strömendes cantabile nötige legato besitzt. Der metallisch klingenden Stimme fehlt das Melos. Umso bemerkenswerter, dass er Aidas Thron mit einem Pia­no-B zur Sonne erhöhte; auch im Duett des dritten Aktes sang er das hohe B der Phrase „il ciel de’ nostri amori“ mit schöner leiser Süße. Für die gegen Ramfis gerichteten Schmetter-Rufe – dreimal ein Fortissimo A´ – fehlte ihm allerdings die Brillanz eines echten tenore spinto.

Naja, was geschwollen, aber stimmt schon … der scheppert beim „Celeste Aida“. Schade, dass Körper und Stimme selten zusammenpassen. Dem Dicken nahm man den jugendlich strahlenden Helden nicht ab, aber aus seiner Stimme schmach­tete die ganze Liebe zu Aida.

Aber nun zum Hohen C von Anna

Qui Radamès verrà

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