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Die Jagdsaison ist eröffnet. Freigegebenes Wild sind depperte Dieselfahrer, die auf die Angebote z.B. aus dem VW-Konzern reinfallen, wonach bis zu 10.000 Eu­ro „Abwrackprämie“ gezahlt werden. Für Neuwagenkäufer wird sich das An­ge­bot oft nicht rechnen, wenn der ehemals neu Erworbene mit der Schummel-Soft­wa­re ausgestattet ist. Interessant könnte es für diejenigen sein, die ihren aktuellen Diesel bereits gebraucht gekauft haben, oder deren Neuwagen „sauber“ und/ oder markenfremd war.

Die potenziellen Opfer der Dieselbockshornjagd können leicht selbst errechnen, was etwa der VW-Konzern z.B. für ihren Skoda oder Audi mit EA189-Motor und/ oder „Defeat Services“ bei Rückgabe an Schadens­ersatz gem. § 826 BGB i.S.d. Urteile z.B. des LG Hildesheim oder LG Arnsberg (hat VW rechtskräftig werden lassen) zahlen muss.

Ausgangspunkt ist der Bruttokaufpreis (also inkl. Märchensteuer), den Sie an ihren Händler seinerzeit gezahlt haben. Von dem sind die Gebrauchsvor­teile ab­zuziehen, die beim Neuwagen nach dieser von der Rechtsprechung standar­di­sier­ten Formel berechnet werden:

Kaufpreis x Laufleistung in Km : zu erwartende Gesamtlaufleistung

Nehmen wir an, Ihre NOx-Schleuder hat 30.000 Euro gekostet und ist drei Jahre alt (was egal ist und nur zeigen soll, dass das auch und gerade funzt, wenn Ihre Karre aus der Gewährleistung raus ist). Sie haben 60.000 km auf dem Tacho und die Urteile gehen davon aus, dass die Kiste 300.000 km hält (beim Skoda nur 250.000 km). Aus diesen Werten ergibt sich ein „Wertverlust“ von 6.000 Euro und VW muss Ihnen 24.000 Euro Schadensersatz zahlen, Zug um Zug ge­gen Rückgabe des Stinkers.

Na, was sind die 10.000 VW-Euro? Deppenköder!

PS: Am 31.12.2017 droht Verjährung der Ansprüche aus § 826 BGB.

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