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Die Angriffe auf die digital-globale Infrastruktur neh­men zu und werden heftiger. Woher sie kom­men, ist unklar. Die letzte Attacke hat auch Ros­neft getrof­fen. Wer die pöhsen Russen dahinter vermu­tet, muss Rosneft als Ablenkungsmanöver ver­ste­hen. Hält nobody für abwegig.

Die üblichen Verdächtigen halte ich eben nicht für verdächtig, sondern eine Cyber-Mafia. Die wach­sende Transparenz der globalen Zahlungsströme macht es der Mafia und ihren Klonen zunehmend schwerer ihre Gewinne zu realisieren. Spätestens bei der Geldwäsche fallen riesige Verluste an. Für drei schwarze Dollars bekommt man keinen ganzen weißen Dollar mehr.

Also müssen neue Einnahmequellen erschlossen werden. Drogen-, Menschen- und Waffenhandel allein bringen es nicht mehr.

Das Problem der Lösegeldübergabe wird über BitCoin gelöst. Noch sind die dortigen, dem aktuellen Angriff zuzuordnenden Zahlungen gering. Beim Angriff auf Nayana ging aber bereits um eine Million. Aber auch das sind nur Probe­läufe.

Ich hab keine Ahnung, wie man das unterbinden kann, aber die jetzige Netz­struktur scheint das zu erleichtern. Ein Click aus München auf eine in Hamburg gehostete Seite kann auch über Hong Kong laufen. Wenn es klar definierte Da­tenströme gäbe, könnten die Knoten, über die sie laufen, im Falle eines An­griffs schnell abgeschaltet werden. Dazu müsste die Weltregierung des Inter­nets der UN angegliedert werden.

Es geht nicht mehr nur um Pippifax. Die letzten Angriffe haben z.B. Tscher­nobyl getroffen, Krankenhäuser, Energie- und Wasserversorger und mit Maersk eine Säule des globalen Handels. Das trägt nicht die Handschrift eines Staates, der Cyber­krieg führen will (außer vieleicht Nordkorea, aber denen fehlen dazu die Res­sourcen), sondern das sind schnöde Kriminelle.

Kriminell sind aber auch die Unternehmen, die ihre EDV-Systeme nicht gegen Petya & Co. absichern.

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