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Nu erklärt nobody, warum das mit Trump wirklich schlimm ist.
planet-apes
Ich war mal Klassensprecher, aber nicht gleich von Beginn einer Legisla­tur­peri­ode, aka Schuljahr, sondern nobody hat das Amt erst später übernommen, quasi durch konstruktives Misstrauens­votum. Bei der Wahl war ich nur Zweiter geworden, weil es … man mag es kaum glauben … einen gab, der noch mehr Müll labern konnte.

Mit Labern war dieses Ehrenamt aber nicht auszufüllen, sondern es gab wirk­lich was zu tun. Wir waren gerade von der alten in die neue Goetheschule um­ge­zogen. Es muss also 1967 oder 68 gewesen sein. In der neuen Lehr­an­stalt war alles anders. Es gab spezielle Räume für Chemie, Physik, Biologie … La­bo­re ge­nannt … auch Sprachlabore. Und so war die Klas­se ewig auf Wan­der­schaft … vom Klassen­raum nach da oder dort. Das ging zulasten der Pausen. Die kurzen Pausen bestanden aus Lauferei und das war nicht im Sinne des Erfinders.

Der gewählte Klassensprecher konnte zwar gut meckern, aber kriegte es nicht gebacken, dass die kur­zen Pausen von 5 auf 10 Minuten verlägert wurden. Al­so wurde er „gestürzt“ und nobody kam durch einen Putsch an die Macht.

Ich scheine meine Sache besser gemacht zu haben, denn ein paar Jahre spä­ter hat mich jemand für die Wahl zum Schulsprecher vorge­schlagen. Was mich dazu hätte qualifi­zieren können, weiß ich nicht, aber inzwischen hatte ich er­kannt, dass ich besser meckern als organisieren und verwalten kann. Also ha­be ich in einem Akt der Selbsterkenntnis ausgeschlagen.

Heute weiß ich, dass ich ein Chaot bin, dem man nicht mal die Führung des ört­lichen Taubenzüch­tervereins überlassen sollte.

Politiker sind anders. Entweder sie haben’s drauf, oder sind Trump. Dem traue ich nicht mal das Amt eines Klassensprechers zu und nun will er Prä­si­dent der USA spielen mit einem juckenden Finger auf dem roten Knopp. Schon das macht mich kirre, aber das wahre Pro­blem ist, dass nun jeder Depp meint, er könne Staatsmann oder -frau spielen, denn so intelligent wie the Donald sind Frauke & Co. allemal und der Wähler in der postfaktisch über­schätzten Demokratie ist der Meinung, er muss den größten Deppen wählen, um sich endlich zurecht überlegen fühlen zu können.