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Das hillije Kölle hat viele Heilige. Der oberste, der Stadt- und Schutz­patron ist Severin von Köln, der auch gegen Kata­strophen ange­rufen wird. Diesem Se­ve­rin will nobody am 21. September gedenken. Nicht weil es Severins offiziel­ler Gedenk­tag ist … das ist er der 23. Oktober … sondern deshalb:

Am 21. September vor 60 Jahren, also im Jahr 1956, kippte beim Ausschalen eines Pfei­lers der Severins­brücke ein Senk­kasten um und der noch nicht aus­gehärtete Beton begrub offiziell fünf Bauarbeiter unter sich. Den Rest erle­digte der Rhein. Bis heute ist ungeklärt, wie viele Arbeiter bei dieser Katastrophe wirk­lich er­soffen sind. Mindestens ein weiterer Arbeiter, wahr­scheinlich Ita­lie­ner, ein Gastarbeiter soll unter dem neu errichteten Brücken­pfeiler im Beton begraben sein. BTW: In der Wikipedia ist zu lesen, dass sich das Unglück am 26. Septem­ber 1956 ereignet haben soll. Das ist falsch.

Die Severinsbrücke verbindet im Kölner Süden die schäl Sick mit dem Seve­rinsvier­tel. Im Severinsviertel liegt das Severinsklösterchen, das Kran­ken­haus der Augustinerinnen, Kölns bekannteste Geburtsklinik.

Im Severinsklösterchen ereignete sich am 21. September vor 25 Jahren die nächste Katastrophe. nobodys Sohn kämpfte sich über zehn Stunden durch den Geburtskanal ins Freie. Dazu möchte ich ihn hiermit beglückwünschen.

Un Banc – Un Arbre – Un Rue … Séverine