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anneli-risseDas Landgericht Dresden hat ein kluges Urteil gefällt über die Mörder von Anneli Riße.

Bestie Markus Beisser wurde we­gen Mor­des in Tat­ein­heit mit erpres­serischem Men­schen­raub mit To­des­folge zu le­bens­lan­ger Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt. Das Schwur­ge­richt hat bei Beis­ser die be­son­de­re Schwe­re der Schuld fest­ge­stellt. Der Ab­schaum kommt al­so nicht vor 20 Jah­ren raus.

Sein Mittäter Norbert Klein wur­de wegen Mor­des durch Unterlas­sen und Ent­führung zu achteinhalb Jahren Haft verur­teilt. Klein hat nach Über­zeugung der Richter Anneli zwar nicht selbst getötet, aber Markus Beisser nicht am Morden gehindert. Strafmildernd wertete die Kammer, dass Klein bei der Aufklärung der Tat entscheidend geholfen hat.

Es ist richtig, dass Klein als Mittäter verurteilt wurde. Und es ist klug, dass er dafür zu wenig Knast bekommen hat. Klug, aber falsch, aber dabei hat das LG Dresden einkalkuliert, dass die Staatsanwaltschaft Revision einlegen wird. Die Verteidiger der beiden Mörder sowieso. Das Signal des Gerichts lautet: es lohnt sich, bei der Tat­auf­klärung zu helfen. Aber das ist zu wenig für einen Straf­nach­lass von bis zu sieben Jahren, oder auch mehr. Das Signal muss lauten: Verhindere den Wahnsinn deines Mittäters. Das hat aber Norbert Klein gar nicht gewollt, wie das LG Dresden richtig geurteilt hat. Im Gegen­teil hat Klein den Tod von Anneli nicht nur nicht verhindern wollen, sondern selbst gewollt, vielleicht sogar der Grenzdebilen Beisser dahingehend manipuliert. Aber das war im Prozess nicht zu beweisen.

Nach Lage der Dinge, wie sie nach Beweisaufnahme feststehen, ist nix unter 12 Jahren bei Klein gerechtfertigt. Ich glaube, das wird auch der BGH so sehen, wenn die StA die inzwischen angekündigte Revision einlegt.

Dank an Alle, die mich per Mehl an das Urteil erinnert haben.