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Vorschriftliches Nachwort: Mit folgendem Senf habe ich um 4:13 h MESZ des 5. Sep­tem­ber 2016 begon­nen. Ich betone das, weil im Laufe des Tages Frau Bun­des­merkel im fer­nen China ins gleiche vertraute Horn geblasen hat. Entdeckt ha­be ich Angies Schalmeienklänge im SPIEGEL am späten Nachmittag nach ei­nem Mittags­schlaf zum Ausgleich der verkürzten Nacht, die mir die Wahl MV ge­bracht hat. Da war ich gera­de bei dem STOPP STRAUSS-Button. Sie müs­sen mir nicht glau­ben, aber Sie dür­fen nobody vertrauen😛


101 Jahre alt wäre Franz Josef Strauß morgen gewor­den. Selbst für die TAZ ist
headfjs
FJS „Der letzte große Mann Bayerns“😛 nobody glaubt aber, dass das eher als Spitze gegen den Vollhorscht gedacht ist. Wäre FJS noch am Leben, er würde seinen Augen nicht trauen ob des Dramas, das sich gestern in Schland ab­ge­spielt hat. „Die schaffen dasdas, was ich nicht geschafft habe„, höre ich den Amigo aus dem Grabe rufen.

Damals, 1980, ging es um „Stoppt Strauß„. Damals, bei der Bundestagswahl 1980, gab es deswegen auch eine Wahlbeteiligung von 88,6%. Damals war das normal und es gab sogar Wahlen mit über 90% Beteiligung
Wahlbeteiligung
Ab dem gelben Strich (1976) hat nobody mit gewählt, ab dem roten die Ossis. Hier nochmal die Wahljahre in Prozent-Zahlen:

    1972 91,1
    —————-
    1976 90,7
    1980 88,6
    1983 89,1
    1987 84,3
    —————-
    1990 77,8
    1994 79,0
    1998 82,2
    2002 79,1
    2005 77,7
    2009 70,8
    2013 71,5

Gestern gingen nur 61,6% der Wahlberechtigten zur Urne. OK, war ja auch nur eine Landtagswahl und wer oder was ist schon MeckPomm? Schlappe 1,6 Mio. Ein­wohner und 1,3 Millionen Wahl­berechtigte. Das schaffen Köln und Düsseldorf zusammen auch. Aber man stel­le sich vor, die Rhein­länder und das Ruhrgebiet mit seinen über 5 Millionen Einwohnern und 10% aller toitschen Wahlbe­rech­tig­ten würden so denken und handeln wie die neuen Bayern im Nordosten der Re­pub­lik und zu 20 % NSAfD wählen😯 Oder wir, die Bevölkerungs­reichsten, blei­ben einfach daheim … Pokemon statt Demokratie.

Vielleicht wird es anhand der obigen Zahlen nicht so deutlich, deshalb hier noch ein paar ergänzende:

1990, nach der Wende, erste gesamtdeutsche freie Wahl nach dem Krieg.
Wahlbeteiligung in MeckPomm = 70,9%
Wahlbeteiligung in Schleswig-Holstein = 78,6%
Zwei Länder nebeneinander und fast 8% Differenz. Zufall?
Wahlbeteiligung in Niedersachsen = 80,6%
Wahlbeteiligung in Sachen-Anhalt = 72,2%
bw2013Zwei Länder nebeneinander und fast 8% Differenz. Und so ist das seit nun über 25 Jahren.

1990 wählen 11,1% SED … glaubste dat? Klar, denn 2013 waren es sogar 23%. Sind die blöd oder wissen die nicht, wer die Linke ist? 1990 haben fast 90% Ossis noch gewusst, dass die PDS die SED ist.

Protest? Protest durch Nichtwahl? Protest gegen was? NSAfD soll Protest gewesen sein, schreiben z.B. der SPIE­GEL. Gleiche Frage: Protest gegen was? Gegen Flüchtlinge? Was hat das mit MeckPomm zu tun? Angie hat was mit MeckPomm zu tun und deswegen will die Nazi-Braut Heil Petry sie von Rügen vertreiben (SPon). Warum? Merkel wohnt in Berlin und ihr Wahlkreis besteht zu nicht einmal 25% aus Rügen. Der Rest ist Vor­pommern, Greifswald und Stralsund und die Rügener sind mit Abstand die Wahlfaulsten (Ostseezeitung).

Geht es euch schlecht, ihr Protestwähler? Wollt ihr, dass es euch wieder geht wie von 1933 bis 1945? Kein Problem. Macht weiter so. Ihr schafft das schon. Wer aus Protest wählt, auch nicht wählt, ist bescheuert! So wie User Gunnar, der Angie vorwirft: „Was bleibt dem Wahlvolk denn anderes übrig, als in diesen raren Moment eine selbst­herrliche und mit nie­mandem abgestimmte Politik ab­strafen zu dürfen?“ Mit niemand ab­gestimmt? Hätte Bun­desmerkel dich vor­her fragen sollen? Mich hat sie nicht gefragt und ich fand gut, was sie ge­macht hat und finde es immer noch gut und ich bin immer noch nicht der ein­zige, der die Bu­da­pest-Aktion gut gefunden hat. Aber das in­ter­essiert ja keinen … Gunnar interes­siert das sicher nicht. BTW: Schlecht infor­miert, der Herr. Orban hat sie zie­hen lassen, der Ösi Faymann hat mit Angie tele­foniert, die Grenzen auf­ge­macht und die Flücht­linge durch­gewunken. Angie hat’s mit dem Kabinett be­spro­chen und insbe­sondere dem dicken Lügen­sack Siggi abge­stimmt. Wir haben nämlich keine Kaisern oder Königin, sondern eine Bundes­regierung, die als Kol­legialorgan ent­scheidet. Bundes­regierung kommt im GG 101 Mal vor, Kanzler nur 28 Mal. Sollte man kennen:

    Art 65 GG
    Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Ver­antwortung. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener Verant­wortung. Über Mei­nungsverschiedenheiten zwischen den Bun­des­ministern ent­scheidet die Bundes­regierung. Der Bundeskanzler leitet ihre Ge­schäfte nach einer von der Bundesregierung beschlossenen und vom Bundespräsidenten ge­neh­migten Geschäftsordnung.

Natürlich wollte Gunnar keine Flüchtlinge an der Grenze erschießen … oder woll­test DU? Sollen sie sich doch in Syrien tot bomben lassen, im Mittelmeer ab­sau­fen oder in Griechenland verrecken, aber doch nicht uns die Butter vom Brot steh­len. Dir hat doch ein Flücht­ling die Butter von Brot ge­kratzt, Gunnar, oder?!

Wer sonst in Europa, wenn nicht Schland, hätte diesen Menschen helfen kön­nen? Häää? Sag’s mir!

Die Wirtschaft brummt, Schäuble schwimmt im Geld, der Euro ist stabil, wie es die D-Mark lange nicht war, niedrige Arbeitslosenquote, kaum Inflation, die Son­ne scheint … Mann geht es mir dreckigO_o

nobody erklärt euch mal, wie Demokratie geht, wie ich Demokratie verstanden und gelernt habe.

Begonnen hat es eigentlich schon vor 1968, ich glaube 1963 … mit Tränen. Omi hatte schon Fernsehen und da war zu sehen, wie JFK erschos­sen und ins Kran­kenhaus gefahren wurde. Warum, weiß ich nicht, aber ich fand den Mann gut. Er war mir sympa­thisch. Ihm habe ich vertraut, weil er uns durch die Kuba-Krise ma­nö­vriert hat. Hätte auch in die Hose gehen können. Warum hamse den er­schos­sen? Sicher woll­te den jemand ab­strafen, gelle Gunnar?! Aber der Viet­nam­krieg wurde dadurch auch nicht besser.

Aber die Neue Linke stär­ker. Das kann doch nicht wahr sein, hat sich nobody 1969 gedacht. Da kommste aus dem Sta­linismus in den freien Westen und die befreiten West­ler wollen wieder zurück zum olle Stalin, Mao & Co. Wissen die überhaupt, von was sie labern. Nein, wussten sie nicht. Marx und Lenin war denen zu dick. Das kleine, dünne rote Büchlein von diesem Schlitzauge musste reichen.

Что делать? Was tun, hatte schon Lenin gefragt. nobody hat es gesagt. Ge­sagt, ge­tan. Selber Politik machen. Nicht als leninscher Berufsrevoluzzer, auch nicht Berufspolitiker, aber aktiv werden. Zur gleichen Zeit, 1969 kam die neue Ostpolitik auf. Die CDU war dagegen, aber obwohl ich erst 14 Jahre alt war, war mir klar, dass es dazu keine Alternative geben kann. Ich wollte die CDU davor retten, gegen die Wand zu ren­nen😎 Leider war ich noch zu jung. Damals durf­te man er mit 16 in die Junge Union ein­tre­ten. Aber meine große Klappe in deren Ver­an­staltungen auf­zureißen, das ging schon. Und die JU war auch für die An­näherung wenn auch vorsichtig. JU-Chef war damals der Klepsch. Dessen Vita hatte mich einfach überzeugt. Der war mir sympathisch. Dem habe ich ver­traut. Schon wieder dieses Ding mit dem Vertrauen.

Dann kam der Echternach und ich konnte endlich beitreten … als Oppositioneller in der Opposition, denn wie vorhergesagt, hatte 1969 Rot-Gelb 20 Jahre CDU/ CSU beendet. Tja, hätten­se damals auf mich ge­hört. Dem Echternach habe ich nicht vertraut. Der war mir unsympathisch, aber das war ja noch nix gegen den Wissmann. In der JU sammel­ten sich damals immer diese beschis­senen Kar­rie­ris­ten. Aber was willste ma­chen, wenn du im Grund kon­servativ bist. Wenn ich die jung­sozalis­tischen Kollegen gesehen habe, kriegte ich die Krätze. Nur dummes Zeuch labern, das konnte die Heidi. Der konnte ich einfach nicht vertrauen.

Dann kam die Ära Brandt und Schmidt. Dem Willy habe ich nicht vertraut, aber er hatte gute Ideen, oder konnte die Ideen von Egon Bahr gut verkaufen. Und er hatte einen guten Aufpasser: Herbert Wehner habe ich vertraut, auch wenn er Kom­munist war und ein Verräter, wie Egon Bahr in seinen „Erinnerungen an Willy Brandt geschrieben hat und durch die Recherchen des SPIEGEL belegt ist.

Wehners großen Widersacher FJS habe ich nicht ver­traut und deshalb am 5. Ok­tober 1980 Helmut Schmidt gewählt, dem ich vertraut habe, obwohl der ge­gen die Rezession NULL Plan hatte, während ich dem dicken aus Bayern neu­en Aufschwung zugetraut habe.

Kohl habe ich auch nicht vertraut, aber er war der richtige Mann für die Wie­der­ver­einigung. Die SPD wollte die nicht und Wehner hatte sogar seinen Deal mit dem Kreml.

joschkaBei Schröder auch nur an Vertrauen zu denken, war sträfliche Dummheit, aber er hatte Joschka, weil man mit dem gut Fuß­ball spielen konnte … An­fang der 1980er, samstags im Grü­ne­burg­park, die Sponti­kicker rund um Josch­ka. nobody hat nur zuge­guckt … Sport halt:mrgreen: aber Diddi hat mit­ge­spielt… auf links, Joschka rechts😆 Fischer war mal ein gu­ter Stür­mer, al­so habe ich grün gewählt😎 denn nur so war Schröder aus­zu­halten.

Angie habe ich wieder vertraut. Aber mit Vertrauen ist das so ’ne Sa­che. Man kann sich ir­ren oder Ver­trau­en ver­lie­ren. Bevor man Ver­trauen ver­spie­len kann, muss man es gewinnen.

Wie gewinnt ein Politiker das Vertrauen seiner Wähler? Auf der Straße. Ist aus der Mode gekommen. Wurde vom asozial medialen Netz verdrängt: der Straßen­wahl­kampf. Aber nicht nur im Wahlkampf war die Straße wichtig. Auch zwi­schen­durch, wenn es um wichtige Entschei­dungen ging, z.B. die Ostverträge oder der NATO-Doppelbeschluss. Da wurde nicht nur demonstriert, sondern auch auf der Straße diskutiert. Die Menschen mitnehmen auf dem politischen Weg, wie man so schön sagt. Politik kommunizieren, wie man so unschön sagt. Erst in­ner­halb der Partei und dann mit dem kleinen Mann auf der Straße, der spä­ter zum großen Wähler wird.

Einheitliche Parteilinien gab’s da nicht, keinen „Fraktionszwang“ in der Außen­dar­stel­lung einer Partei. Oben habe ich es schon angedeutet. Die Ostver­trä­ge waren über Partei­grenzen hinaus umstritten. Obwohl JU/CDU-Mann, war ich für die Ost­ver­träge, aber nicht für den „Weg der kleinen Schritte“, den Brandt ge­hen wollte. Denn dieser Weg war keine Ein­bahnstraße und hätte auch zum ge­gen­teiligen Ergeb­nis führen können. BTW: Google fällt grad ein, dass am letzten Samstag das Viermächteabkommen über Berlin seinen 45. gefeiert hat.
Demonstration-Bonner-Hofgarten
Ähnlich war es mit dem NATO-Doppelbeschluss … ähnlich und doch ganz an­ders. nobody war dagegen und ist gegen Schmidt auf die Straße gegangen … nein, in den Bonner Hofgarten. Lag ja fast vor der Haus­tür. In den Re­den der Friedenswichtel wurde nur der pöhse Westen und seine Pershings dämo­ni­siert. Das „Doppel“ im Beschluss kam gar nicht vor. Was die Friedenswichtel laberten, das blendete völlig den Grund der Aufrüstung aus.

Auf die war auch nicht der böse Reagan gekommen, sondern als erster Helmut Schmidt, der davor warnte, dass die russischen SS-20 von der NATO gar nicht bekämpft wer­den können und hier eine neue Erstschlagwaffe entsteht. Die Amis haben die Rus­sen von der drit­ten Raketen­stufe ab­ge­hal­ten, die die Dinger über den Teich bringen konnte, aber was war mit Europa? Das stand nackig da. Das hat mich stutzig ge­macht.

Und dann hat dieser seltsame, alte Mann das Wort ergriffen, William Borm von der FDP und da habe ich mir gedacht: Hier stinkt was … und bin gegan­gen. Böll und die anderen habe ich mir erspart und war jetzt anderer Meinung: Der Kanz­ler hat Recht!

Wie wir heute wissen, stand nicht nur der nette alte Herr Borm als IM Olaf auf der Gehalts­liste der Stasi, son­dern fast die Hälfte al­ler füh­renden frie­dens­be­wegten Köppe. Dutzende Rat­ten hatte Moskau und Ost­berlin in Bonn instal­liert, die auf dem Weg von Bahrs kleinen Schrit­te in umge­kehrter Rich­tung die Über­nahme des Klassen­fein­des vor­bereiten sollten. Günter Guillaume war ja nicht mal die Spitze des Eis­berges. Die Dienste dach­ten: das probieren die nicht noch einmal. Geschissen: Blau, Hanstein, Fülle, Guillaume, Kuron, Weirauch, Run­ge, Borm und wie sie alle hießen, die auf­geflogen sind. In den Bon­ner Mini­sterien wimmel­te es von Maul­würfen, die sich beim Kreml was dazu ver­dient haben. Eine Rat­te aus den AA kann­te ich per­sönlich sehr gut. Das Rat­ten­pack wuss­te teils von­einander nicht. Beim Borm im Büro arbei­tete Runge. Der wuss­te nicht, das Borm für die Stasi arbei­tete und Borm wusste nicht, dass Runge sein MfS-Kollege war😛 Glaubt jemand, dass es in der Berliner Republik anders ist? Hat doch bis zum Bankrott der Sowjets prima geklappt. Warum sollte Vladdie das nicht wieder machen. Wo hat Putin nochmal vorher gearbeitet? Genau, beim KGB in Dresden.

Was der langatmige Scheiß mit Vertrauen zu Politikern zu tun hat? Blei­ben wir bei Herrn Borm. Der war 20 Jahre in der Politik und alle haben dem Alt­ers­prä­sidenten des Bundes­tages vertraut, bis über den Tod hinaus war … Ehren­grab in Berlin und so, Bundes­ver­dienstkreuz etc. Da­bei war sein Büro ein Ratten­nest, in dem neben Runge auch die Olbricht für den MfS arbeite­te. Die Drei ha­ben sich ohne es zu wissen gegen­seitig bespitzelt. Die FDP war da­mals wichtig. Sie steckte ja in fast jeder Re­gierung. Ob Schwarz ob Rot … egal, Hauptsache Pöstchen. Die im MfS und Kreml hatten das Bonner System gut durchschaut. FDP garan­tierte Konti­nuität:mrgreen: und sparte Kosten. Man musste bei Regierungs­wechseln keine Neuen anwerben und bezahlen.

Noch mehr Menschen haben FJS vertraut. Keine Panik! FJS war keine Kreml­rat­te. Strauß hatte eine an­dere Masche ent­deckt, um po­li­ti­scher Mil­lio­när zu wer­den. Allein sein Bimbes hätte je­den davon ab­halten müssen, den zum Volx­ver­tre­ter zu wählen. Und dann woll­te der 1980 sogar Kanz­ler werden. Das war nicht mal allen in der CSU geheuer und im schwes­terlichen C kam es zu Kampf­ab­stim­mun­gen. Der Papa von Uschi vor den Leichen sollte es lieber werden, aber der konnte gegenüber Schmidt keinen hinter dem Ofen her­vor­locken.

stopptEs war ein Vabanque-Spiel der CDU, als die­se Strauß als Kanzlerkandidaten und Heraus­forderer von Schmidt nomi­nierte. Das Kalkül war, dass FJS verliert und dann endlich endgültig nach München verschwindet. Hat auch geklappt mit dem STOPPT STRAUSS! nobody war nicht der Einzige in der Union, der den Button am Revers trug😎

[Bis hierhin bin ich gekommen, als Angie mich überholt hat. Nun der kurze Rest:]

Dass nobody nicht das Maß aller Dinge ist, ist mir 1980 klar ge­wor­den. Über 44% haben Strauß vertraut. Das waren aber für die Union 4,1% weniger als vier Jah­re davor. Wenn man diese 4% wie CDU-nobody😆 zur FDP gewan­derten auf FJS drauf­schlägt dann wäre es echt knapp geworden. Sonstige spielten damals kei­ne Rolle, ob­wohl die GRÜNEN 1980 erstmals an den Start gingen. Das waren Rich­tungswahlen. Da hat keiner seine Stimme an Sonstige verplem­pert. Wenn es den Leuten gut geht, gibt es alles im Überfluss, sogar Par­teien und dann wer­den überflüssige Parteien wie die NSAfD gewählt.

Alles nur nicht Strauß, habe ich mir gedacht, aber FJS war Demokrat. Keiner von der Sorte „Demokraten“, die Demokratie dazu missbrauchen, Demokratie abzuschaffen. Niemand hätte damals daran gedacht. Machtmissbrauch ja, aber mehr auch nicht. FJS hat seine Staats­kanzlei in Regens­burg anrufen lassen, um Christine Schanderl wegen des Anti-Strauß-Buttons von der Schu­le ver­wei­sen zu lassen (Mittelbayerische). Strauß wollte die in Stammheim einsitzenden RAF-Terroristen der Reihe nach liquidieren las­sen, um Schleyer frei zu pressen. Das war schon eine Nummer höher als SPIEGEL-Affäre und Oerlikon. Fast so gut, wie Flücht­linge an der Grenze er­schießen zu lassen.

So, nun frage ich Gunnar, ob er Storch, Petry, Höcke, Gauland u.a. soweit ver­traut, dass er sie regieren lassen will. Denn das will die NSAfD, wie Meuthen heu­te klar gestellt hat (Süddeutsche). Alles Andere wäre auch bescheuert. Und noch einmal zum krönenden Abschied: Wer Protest wählt, muss auch damit rech­nen, dass er gewinnt.
endergebnis_mv_2016