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… denn Ordnung ist das halbe Leben … die andere Hälfte besteht aus Suchen. So sucht User Gunnar in seinen politischen Schubladen nach was Wählbarem. Tun Viele dieser Tage, nicht nur sogenannte Konservative. nobody glaubt, dass das Wechselwählerpotential in Schland noch nie so groß war wie heute. Das hat viele Gründe. Viele können Angie nicht mehr sehen. Ich auch nicht. Schon seit über zwei Jahren predige ich das im kleinen kosmos.

Aber nobody hat’s einfach. Ich bin ein Chamäleon und wähle fast alles … CDU, SPD, FDP, Grüne … hab ich alles schon durch. FDP ist für mich seit Möllemann und Westerwelle tot … OK, klingt pietätlos, ist aber so. Wenn ich diese Dampf­plau­derer Kubidingsbums und Lindner sehe, krieg ich die Krätze. Popo­lis­mus pur … fast AfD rückwärts. Liberal … libertär … wo ist der Unterschied?

Schumacher, Schmid, Wehner, Brand, Schmidt sind auch alle tot, auch in ihrer Par­tei. Das S vor dem PD wurde schröderisiert. Danach kamen die Dicken … Beck, Siggi.

Den Dicken konnte ich auch nicht mehr sehen und hab SPD gewählt, obwohl ich ihm dafür dankbar war, dass er die Gelegenheit beim Schopf gepackt hat, als die Wiedevereini­gung greifbar war. In solchen Situationen zeigt sich politische Weitsicht. Oskar hatte die nicht. Lafontaine hatte noch nie etwas, nur blödes Geschwätz.

Merkel muss weg? Von mir aus, aber lieber wäre mir ein Satz wie: ??? muss her.

Wer oder was ist ??? Wer oder was könnte Schland regieren? Unregierbar isses ja noch nicht. Aber bald😯

Bald werden wir sieben Parteien im Bundestag haben: CDU, CSU, SPD, GRÜNE, LINKE. FDP, AfD. OK … vorerst nur sechs Faktionen. 1928 waren es 8 Parteien, aber 6 reichen rech­nerisch schon. Vereinfacht: 2 x 30 + 4 x 10 Prozent. Wenn unter den sechs Par­teien zwei extre­me Flügel sind, so wie Linke und AfD, wird Schland nur noch von GroKos verwaltet. Zu was Anderem reicht es nicht mehr. Jede denkbare Dreier-Koali­tion kann nur scheitern, selbst wenn sie ein paar Sitze Mehrheit hat.

SPD – LINKE – GRÜNE? Ich glaube nicht, dass nobody der Einzige ist, für den dann SPD und GRÜNE unwählbar sind.

Union – FDP – GRÜNE … OK, lächerlich, weil dabei nie mehr als 50% zustande kommen werden, aber nobody kann keine CDU oder Grüne wählen, die mit den Asozialen von der FDP paktieren.

Wer auch nur daran denkt, mit den Nazis von der AfD zu koalieren, ist für mich gestorben.

Wer AfD wählt, weil er sich im sogenannten konservativen Lager nicht mehr ver­tre­ten fühlt, macht denselben Fehler wie Opa und Oma 1930. 15,7% Zu­wachs für die NSDAP. Gegen die Nazis ging nix mehr und mit den Nazis wollte auch keiner, also regierten Präsidialkabinette. Die wurden so oft und so lange um­ge­bil­det und neu gewählt, bis es 1933 zu spät war.

Glaubt hier wirklich jemand, man kann Demokratie mit Undemokraten retten? Glaubt hier wirk­lich jemand, dass sich in Figuren wie Storch, Höcke, Gauland, Petry ei­ne demo­kra­tische Ge­sin­nung ver­steckt? Ja? Echt jetzt? Arme Schweine.

Aber es gibt doch den Meuthen, hör ich Gunnar sagen. Echt jetzt? Mit Lucke ist er nicht gegangen, als die AfD weiter nach recht driftete. Gedeon und Stein sind nicht vom Himmel gefallen und erst als deren offenkundige rassistische Nazi­kacke zum Himmel stank und nicht mehr zu verheimlichen war, hat er seine Spaltungs­show ab­gezogen, um wenigstens den größten Stinkstiefel los zu wer­den. Selbst­reinigung? Von wegen. Juristisch los geworden ist er ihn gar nicht und das hat er sehr clever angestellt. Die Wiki fasst es gut zusammen. Er­gän­zend dazu die TAZ. Die lese ich öfter als die WELT, ich gebe es zu, aber ich bin ja auch in die CDU eingetreten, weil die gegen die Ostverträge war.

Meuthens besonderer Gag war, dass der „wissenschaftlichen“ Kommis­sion, die über Gedeons Antisemitismus befinden sollte, ein Quotenjude an­gehören muss und ausgesucht werden sollte ausge­rechnet der Holocaust­leugner Gerard Me­nu­hin (Zitate: „der Holocaust ist die größte Lüge der Geschichte„; „Adolf Hitler war der Ret­ter vor der pluto­kratisch-jüdischen Gefahr„), weil es ja in Schland keine toitschen Juden und Holo­caust-Überle­bende gibt, nimmt man den Nazi aus Schott­land, weil Juden kön­nen ja keine Nazis sein. OMG … ich rie­che einen Nazi auf 1000 km gegen den Wind und Meuthen ist ein Nazi. Und was er vom Par­la­men­ta­rismus hält, hat er mit aus eins mach zwei mach drei gezeigt.

Nicht jeder, der AfD wählt, ist ein Nazi. Viele fühlen sich einfach nur wie ent­wur­zel­te Konserven. In einer Konserve steckend, ist schlecht riechen. Des­halb hilft nobody beim Neusortieren in den Schubladen des politischen Lebens mit seinem Riech­kol­ben aus: tempora mutantur und der In­halt von Konserven mit ihr.

Grüne sind konservativ, denn sie wollen bewahren, was wir zum Leben brau­chen, z.B. saubere Luft und sauberes Wasser. Das war mal Progressiv. Jetzt schaltet Angie die AKWs ab.

SPD ist konservativ, denn sie wollen bewahren, was die Gesellschaft am Leben hält, z.B. eine soziale Marktwirtschaft, die eigentlich eine Idee der CDU war.

CDU ist konservativ, denn sie will die europäische Idee am Leben halten, die von den Sozen stammt.

Bewahren, nicht konservieren. Was in Konserven konserviert wurde, das muss man nach Öffnen schnell konsumieren, sonst kann man es gleich in den Müll werfen. Demokratie kann man nicht mumifizieren. Man muss sie Leben, mit neuen Inhalten und Leben füllen. Wer bewahren will, muss anpassungsfähig sein.

Das hat die CDU nie begriffen, die seit ewigen Zeiten eine Politik für Rent­ner be­treibt. Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Was ein Rentner be­kommt, fehlt beim Enkel. Demografie ist kein poli­tisches Programm.

Grundsätzlich sollten die gesellschaftlichen Gegensätze innerhalb einer Par­tei aus­ge­glichen werden unter dem Dach ihrer jeweiligen Ideologie. Das funzt bei der CDU nicht mehr und auch nicht erst seit Kohl isses so. Wie viele kon­ser­v­ati­ve Parteien ist die CDU zu einem Kanzler­wahlverein gewor­den, so wie die Kon­ser­va­ti­ven in Frank­reich zum Präsidenten-Wahlverein geworden sind.

Wir haben aber zum Glück keine Präsidialverfassung, nicht mal mehr in der Wei­ma­rer Fassung. Der Bundeskanzler ist kein Ersatzkaiser, son­dern Prima :mrgeen: inter pares eines kolle­gialen Kabi­netts. Richtlinienkompetenz ist alles, was ihn/ sie her­aus­hebt. Es ist nicht Merkel, son­dern das gan­ze Kabinett, was versau­beutelt, oder auch nicht. Merkel ist kein Schrödertyp. Die Basta-Faust der Richt­li­nien­kompetenz kommt bei ihr ganz selten vor.

Es ist eine beliebte Lüge, Angie das „Wie schaffen das“ allein in die Schuhe zu schieben. Es war ihre Idee und ihr Telefonat mit dem Ösi, aber bevor die Bu­da­pester rein gelassen wurden, fand eine Abstimmung mit den SPD-Kabi­netts­mit­glie­dern statt.

    15. September 2015, 17.51 Uhr: Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat in einer Sonderkabinett­ssitzung Teil­nehmern zufolge betont, dass er sowohl die Ent­scheidung zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Ungarn am vorletzten Wo­chen­en­de als auch die Ein­füh­rung von Grenz­kontrollen letztes Wo­chen­ende richtig findet. Die Sit­zung diente auch der Vorbereitung des Ge­sprächs des fast gesamten Bundeskabinetts mit den 16 Minister­präsidenten am Abend im Kanzleramt. (BZ)

Tags zuvor hatte Gabriel an seine SPD-Mit­glieder geschrie­ben: „Vieles deutet darauf hin, dass wir in diesem Jahr nicht 800.000 Flüchtende aufnehmen, wie es das Bundes­innenministerium pro­gnostiziert hat, sondern eine Million“ (STERN). Es sind unter dem Strich weniger als 800.000 geworden/geblieben. Eine Woche davor:

    „Ich glaube, dass wir mit einer Größenordnung von einer halben Mil­lion für ei­ni­ge Jahre si­cherlich klarkämen“, sagte der SPD-Chef im ZDF. „Ich habe da kei­ne Zweifel – viel­leicht auch mehr.“
    n-tv

Gabriel vergangenen Sonntag im ZDF-Sommerinterview:

    Die Union hat die Herausforderungen unterschätzt, und wir haben immer ge­sagt, es ist undenkbar, dass wir in Deutschland jedes Jahr eine Million Men­schen auf­neh­men. Es reicht nicht, wenn Sie stän­dig sagen, wir schaffen das, sondern sie müssen die Vor­aussetzun­gen dafür schaffen, dass wir es auch hinkriegen und das hat die CDU/CSU immer blockiert … eine Obergrenze ist aber not­wendig, und diese liegt bei der Integra­tionsfähig­keit eines Lan­des“. In diesem Schul­jahr gebe es 300.000 Schüler mehr, für die würden 25.000 neue Lehrer benötigt. „Das kann man nicht jedes Jahr wieder­holen“, mahnt der Vizekanzler.

Das mit den Schülern ist auch so ein Ding aber egal … nochmal dage­gen Ga­bri­el vor einem Jahr: „Ich glaube, dass wir mit einer Größenord­nung von einer hal­ben Mil­lion für einige Jahre sicherlich klarkämen. Ich habe da keine Zweifel, viel­leicht auch mehr“ (ZEIT).

Mit solchen in den Rücken fallenden Lügensäcken kannste keine Koalitionspo­litik ma­chen. Aber Koali­tionäre sind nun ein­mal wich­tig in ei­ner zer­fransten Schland­schaft. Durch Koali­tionen kann in der Gesell­schaft das aus­geglichen werden, was inner­halb einer Par­tei nicht machbar war.

Wer glaubt, dass seine Interessen nur noch in einer anderen, neuen Par­tei ver­tre­ten wer­den, der leistet der Klientel­politik Vorschub, die auf Zersetzung der Gesell­schaft aus­gerichtet ist. Jeder gegen jeden, keiner für Alle.

Für welche Klientel steht die AfD? Da muss man sich mal das Programm durch­lesen. Für die Nochbes­serverdie­nenden, aber wählen wollen sie die Loser. das war schon 1930 so. Nazis sind schon immer dem Großkapital in den Arsch ge­kro­chen. Sie hätten ihnen es auch gern abgenommen, wenn sie nicht erkannt hät­ten, dass sie es nicht besser machen können und vom Geschmier bes­ser leben können.

Das und fast nur das unterscheidet die Nazis von den LINKen, denn die wollen die Knete selbst einsacken, weil sie sowieso alles besser können, vor allem pla­nen. Die Partei für die Schwachen. Ist wie Fußball: Stell die Schwachen auf den Platz und der Sieg ist garantiert. Siehe Tätärä und UdSSR.