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Keine Ahnung, wer da alles in und rund um das alte Mesopotamien inzwischen mitmischt. Jetzt wollen sogar die Chinesen mitspielen, schreibt SPUTINKI. Wat han die da verloren? Viel­leicht denken die sich, dass der Krieg wohl noch was dauern wird und es deshalb noch was zu verdienen gibt … anyway … zumindest einige Akteure sind allgemein bekannt:
karl_may_wildes_kurdistan
Assad, Hisbollah, FSA (wer das auch immer sein mag), IS, Russen, Amis, Sau­dis, Tür­ken, Irak, Iran … Schland auch, erst um die alten Milan zu ent­sor­gen und später um torna­do­mäßig für die anderen zu gucken … um nur ei­ni­ge zu nennen … und natürlich Kurden.

Das Problem der Einmischung, wenn so viele mitmischen, ist, dass man nie weiß, was da­raus wird. Anfangs hat der Kümmellümmel den IS unter der Hand un­ter­stützt, ähn­lich wie es Israel mit Al Nusra gemacht hat … ach die zwei hab ich ja ganz vergessen … egal. Jetzt ist EhrdoWahn Vladdies Buddy und schmust mit Assad, den er 2013 noch einen Teufel nannte, weil Assad zu feige sei, sich mit Israel anzulegen (Daily Sabah). Nun hat sich die Tür­kei mit Israel „aus­ge­söhnt“ und Israel hat die neu lackierte Nusra fallen ge­lassen.

Ein weiteres Problem bei langfristiger Einmischung ist die Vermi­schung. Die In­teres­sen der Kriegspar­teien werden aus­tauschbar. Für wen hat al-Nusra schon alles gekämpft.

Kompliziert wird es, wenn eine Kriegspartei nicht homogen ist, wie z.B. die Kur­den. Da ist die Peschmerga und dort der YPG und da­zwischen noch jede Men­ge War­lords. Das ist keine Gemengelage, son­dern Chaos, Da muss man zwangs­läu­fig auf ei­ner fal­schen Sei­te lan­den, weil ir­gend­wann ein­mal al­le Sei­ten falsch sind.

Falsch werden gerade die irakischen Peschmerga-Kurden ge­gen die sy­ri­schen YPG-Kurden, weil der Türke denen mit Panzern die rote Linie zeigt und die sei der Eu­phrat. Den hätten die YPG und die SDF überschritten … oder nur die rote Linie? Wodurch? Mit der Er­obe­rung von Manbij? Ja kann man denn Manbij von Osten her er­obern, ohne den Euphrat zu über­queren? Oder anders he­rum: wenn Assad mit seinen Fass­bomben Manbij ein­genom­men hätte und damit zwangs­läu­fig öst­lich von Manbij gelan­det wäre, hatte der Sültan dann auch seine Pan­zer los ge­schickt, um rote Linien zu suchen? (Zur Erläuterung: Manbidsch süd­west­lich des Zu­sammen­flusses von Sagur und Euphrat und man kann die Stadt nur von beiden Seiten einnehmen. Man muss so oder so über den Euphrat).

Die Linie suchen jetzt die Amis, eine Linie, auf der man durch das Chaos ba­lan­ciert, ohne beim Drahtseilakt noch tiefer in die Scheiße zu fallen. Vize Biden ist anstatt US-Kerry zu Recep geflogen, um zu verkün­den, dass es eine Abma­chung gibt, wonach der Euphrat das Ende der Fahnen­stange ist. Will der Joe mich verarschen? Die CJTF-OIR hat doch dabei geholfen, dass SDF/YPG über den Euphrat rüber kamen. Die Militärhilfe wollen die Amis den (syri­schen) Kurden strei­chen, wenn Sie nicht artig sind (Süddeutsche). Also wenn der China­mann, der alles kann, noch eine Tanz­partnerin sucht … da wird grad ein Abnehmer frei. Was soll das?

Alles nur um dem Kümmel den Lümmel zu blasen, Blow Job Wettbewerb zwi­schen Yanks, Russen und … manN mag es sicht nicht vorstellen … Angie😯 Da die bescheuerten Amis die Welt jenseits des Potomac nicht verstehen, er­klärt es euch nobody … ganz von Anfang an … OMG … das kann lang werden. Nööö, ist kurz und knapp:

Die Kurden sind eine eigene Ethnie, ein eigenes Volk, fast 30 Mil­lio­nen mit ei­ge­ner Sprache und eigener Kultur und das seit fast 1400 Jahren … mindes­tens. Da tauch­te der Begrif „Kurden“ in frühislamischen Schriften auf. 300 Jahre zuvor war schon vom Land Karda die Rede. Was den Kurden fehlt, ist ihr Staat.

OK, nicht jedes Völkchen braucht sowas, aber ab einer gewissen Größen­ord­nung wird es albern, dem Volk einen Staat zu verweigern. Nicht nur albern ist es, sondern arrogant und gefährlich. Wie gefährlich, das sieht man z.B. an der PKK in der Türkei und dem Kurdenaufstand von 1991.

Aber die Versuche einen eigenen Staat zu bekommen sind viel älter. Seit den letzten 100 Jahren der Neuzeit ver­suchen es sie Kurden und schei­tern am Wi­der­stand ihrer Nachbarn, die kein Land an sie abge­ben wollen. Dann müs­sen sich die Kurden das Land eben erkämpfen. Dazu braucht man Waffen und dank dem IS gibt es die jetzt auch für Kurden reichlich.

Wenn der IS mit maßgeblicher Hilfe der Kurden vernichtet sein wird, wer­den dann die Kur­den ihre Waffen ab- und das eroberte Ge­biet zurück­geben und sich wie­der an den Katzen­tisch der Ge­schichte verzie­hen. So blöde werden die Kur­den nicht sein und wenn die Sessel­furzer im Irak und Syrien mit ihren Gurken­truppen keine einmischende Unter­stützung von Vladdie und jetzt auch Obama hätten bzw. danach behalten, dann werden sie von den kampferprobten Kurden überrannt.

Kurdistan oder Rojava oder Mezopotamya kommt. Die Frage ist nur, wie vie­le dafür noch ster­ben müssen. Und die An­schlussfrage ist, auf wessen Seite Kur­dis­tan ste­hen wird. Auf Sei­ten der persischen Vorfahren (Iran), oder des sehr flexiblen Vladdie oder auf der Seite des Westens? Biden macht gerade alles ver­kehrt … zuviel, selbst für einen blöden Yankee.

Was ich eigentlich nur sagen wollte: Haltet euch raus!

Eine gute Beurteilung der türkischen Operation „Euphrates Shield“ habe ich in der PRESSE gefunden.