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Als nobody noch in Italien verliebt war … das verstehen wieder nur Insider vom Stamm­tisch 😎 da wollte ich irgendwo in den Colli einen alten Bauernhof kaufen und meinen eigenen Sangiovese anbauen.
528colli
Wenn ich damit etwas Geld verdient hätte … unwahrscheinlich, denn dort isses zwar schön, aber der Boden ist eher was wie in „Ein gutes Jahr“ … dann hätte ich es natür­lich zur Monte getragen. Das werden Sie jetzt nicht glauben, aber die Monte in Siena war mit ein Grund, warum ich dort leben wollte. Geld bei der ältesten Bank der Welt (Handelsblatt) ist fast wie altes Geld. Seit 1472 tragen die Hirten von den Weiden, den Paschi der Ma­rem­ma ihr Geld zur Banca Monte dei Paschi di Siena.

Kennen Sie Siena? Na dann kennen Sie auch die MPS, denn der Palazzo Salim­beni beherrscht Siena im wahrsten Sinne des Wortes. Trotzdem kann man leicht an der Bank vorbei­laufen, denn keine Leuchtreklame oder sonst etwas weist den Weg. Nur Dante … nein, er sieht nur ähnlich aus, der Sallustio Bandini.
Siena_Palazzo-Salimbeni
Vielleicht wäre es aber wirklich besser gewesen, wenn die Senesi den Dante Alighieri vor die Bank gestellt hätten, vielleicht so, dass er auf die Pforte zeigt mit dem Spruch aus seinem In­ferno: „Lasciate ogne speranza, voi ch’intrate“ … naja, wer nix von Dante kennt, kennt wenigsten das: „Lasst, die ihr eintretet, einen fahren!“ 😛

So wird es ab Montag vielen Sparern der MSP gehen, denn die älteste Bank der Welt ist Pleite. Sie braucht 5 Milliarden frisches Eigenkapital und weil das noch nicht zusam­men ge­kratzt ist und Chef-Mafiosi Matteo Renzi, den nobody noch als Wibbelstetz persön­lich aus seiner floren­tiner Zeit kennt … OMG, was war der immer hib­belig … bei der kalt­herzigen Dänin Mar­grethe Vestager trotz Draghis tatkräftiger Mausche­lei abgeblitzt ist, isses aceto, aber nix balsamico mit der italienischen Banken­rettung.

Ein herber Schlag auch für alle Truther und „Euro-Kritiker“, aka Nazis, denn statt eines Bail Out müs­sen die Spaghet­tinis nun Bail In machen. IstriceAlle Ein­lagen über 100.000 Euro werden in haf­ten­des Eigenkapital umgewandelt … das ist bitter wie Es­sig und so man­cher Sene­si wird in die Istrice umziehen müssen, aber das ist nobody eh die liebste Contrada, nicht nur wegen des geilen Sta­chelschweins auf der Fahne.

Die Monte wird nicht sterben, denn allein in ihren geheiligten Hallen am Fondaco dei Salimbeni schlummern Milliardenwerte an Kunst. Aber sie wird mehr als nur Federn lassen und das ist auch gut so. Muhammad Yunus hat für „seine Idee“ den Nobelpreis bekommen. Diese Idee war ein historisches Pla­giat, denn die Monte hat so ange­fangen, indem sie den kleinen Hir­ten in der Ma­rem­ma kleinste Kre­dite gewährt hat, damit die sich paschi kau­fen können und ihre Wolle und das Fleisch zum Markt nach Flo­renz kar­ren können. Viel­leicht kommt die Monte wieder back to the roots und wird wie vor mehr als einem halben Jahrtausend wieder Vorbild für die wahren Fugger, nicht die Bank-Hipster oder Bankster, die nicht nur bei der MSP seit bald 20 Jahren das sagen haben.

Jetzt, wo ich mir vor dem Veröffentlichen meinen Senf nochmal durchgelesen habe, muss ich feststellen, dass nobody auch mit über 60 Jahren noch Ro­man­ti­ker ist, Sozial-Ro­man­ti­ker, so wie damals kurz vor dem Abi, als ich zum ersten Mal „Baugesetze der Gesellschaft“ gelesen habe.

Geld und Liebe … oder auch nur Sex … sind die Triebkräfte des Menschen. Macht ist nur ihre Folge.

Alles BULLSHIT, denn wenn es mit Maria Virginianon vale geklappt hätte, dann wäre nobody nicht in den Colli gelandet, sondern nun Consiliere der ’Ndran­gheta in Cosenza, denn ge­gen die Liebe ist noch kein Kraut gewachsen. Oder wie steht schon bei 1. Mose 2:24 geschrieben: „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch.“ Das mit der Bibel hätte nobody schon gut drauf. Nur mein (Vor-) Name hätte mich ver­raten. Mit Walter kommen die Spa­ghettis ja noch klar, aber bei Waldemar hakt es aus. Meine Rache heißt Cimal­lino … der Angelo, um den ganz Forte rumgetanzt ist, weil sie so einen goldgelockten Jüngling von knapp fünf Jahren noch nie gesehen haben. Ätsch!

Wie oft habe ich mit mamma in der „Küche“ gestanden und über Zutaten ge­strit­ten … lang ist’s her … Hey mamma Giovan­na, soll ich wie­der im Teig nach Gian­nas Fin­ger su­chen da­mit uns Guido aus der Kü­che wirft? Mit ge­nü­gend Nonino geht das und wird auch hy­gie­nisch und die Kund­schaft lallt begeistert.