Schlagwörter

, , , , , , , ,

ForrestGumpMit diesem filmklassischen Zitat aus „Forrest Gump“ in der Überschrift hat nobody gestern seine Vertei­digung vor dem Amtsgericht Aua im Sack­sen­sumpf begonnen. Was ist dabei raus­gekommen? Ein dummes Ur­teil von einem … aber dazu später mehr. In diesem 1. Teil der Dummheit geht es nur um ein paar Rei­se­impro­vi­sio­nen 😎

Mallorca geht schneller und ist bil­li­ger. In Mal­lor­ca war nobody noch nicht, aber jetzt in Aua. Nach Mal­lor­ca fliegt man in zwei Stun­den für ein paar Euro. Nach Aua fährt man Bahn für über 300 Eu­ro und das dauart.

Um Viertel vor Zehn, oder genauer 21:41 h MESZ ging es in Wes­seling los. Ab in den Urlaub … also zu­erst Köln 😆 Köln erin­nerte nobody schon an Paris … we­nig­stens ge­ruchs­mäßig. Un­ten her­um riecht Köln nach Metro. Ken­nen Sie den Ge­ruch der Metro in Paris? Dieses Me­tal­li­sche von quie­tschend abge­schlif­fenen Glei­sen? Ver­mischt mit Pis­se 😛 ❤ I luv it!

Von Köln pünktlich weiter nach Frank­furt am Main. Von Bonn aus wäre es kür­zer, denn von Köln aus fährt man das erste Stück der Reise ja wieder zurück nach Wesse­ling, aber die ICEs fah­ren nun meist auf der fal­schen Sei­te, der Schäl Sick und das nennt sich nun Bonn/Siegburg oder umgekehrt, aber dort hält der nicht, sondern am Flug­ha­fen Köln/Bonn … oh­ne Bonn geht’s wohl nicht … was nicht ziel­führend ist, weil man von da aus allenfalls Leipzig schafft und dort fangen die Pro­bleme erst an … normaler­weise. Vor­gestern ging es schon früher los, näm­lich in Frankfurt.

Da ging nämlich gar nix … also nicht so richtig in Richtung Würzburg, weil dort hat­te sich ein Af­ghane pakista­nischer Prove­nienz und un­kla­ren Al­ters ur­plötz­lich radikalisiert und dazu ent­schlos­sen, Allah grö­ßer wer­den zu las­sen und ein paar klei­ne Hong­kong-Chi­ne­sen noch ei­nen Kopp klei­ner. Dumm ist der, der Dum­mes tut. Schon auf der Fahrt nach Ffm war das im Netz The­ma, wie mir
toplap
der dauererigierte Schlepptop verriet. Drum heißt der Laptop auch Lap­top, weil er das Lap toppt, ob­wohl es an­geb­lich um­ge­kehrt sein soll (Daily Mail).

Weil bis zur Weiterodysee nach Frankfurt Süd noch Zeit für eine Kippe war, ha­be ich die Frankfurter Bahnhofsgegend inspiziert. Hat sich gemau­sert … saube­rer … gemau­saubert. Die kurze Weiterfahrt nach Süd war dann doch fast plan­mäßig, aber anderen Zügen machte Würzburg bis zu 50 Minuten Probleme. Auch eine gewisse Frau Künast hatte damit ein Pro­blem (SPIEGEL), dass die Jungs vom SEK in Bay­ern dem Koranisten brevi manu traditio ein Kopp­loch übereignet ha­ben … Dumm ist der, der Dummes tut.

Fast pünktlich, wenn auch am falschen Gleis, lief der CNL Sirius/Canopus (die Hellsten … ist nicht wahr) von Zürich nach Prag ein. Prag aber nur vorn. Hinten wird Binz in Leipzig abgehängt. Nur zur Info für Masochisten (ohne Gewähr, wie beim Lotto):

    CNL 470 Sirius/Canopus
    Zürich/Basel – Berlin/Binz als IC 61470
    Zürich/Basel – Praha als IC 60470
    täglich Sa vom 4.6.2016 bis 24.9.2016 und So vom 26.6.2016 bis 28.8.2016, auch 5., 14.5.2016, 1.10.2016
    Zürich HB 19.42 – Baden 20.00 – 20.51 Basel SBB 21.13 – Freiburg(Brsg) 21.58 – Appenweier 22.35 – Ettlingen West 22.58 – Karlsruhe 23.04 – Bruch­sal 23.15 – Heidel­berg 23.33 – 23.46 Mann­heim 0.05 (veröffent­licht: 23.59, vom 15./16.7. bis 28./29.8.2016 ab­wei­chend real ab 0.01) – Ried­stadt-God­del­au 0.27 – 0.51 Frank­furt Süd 0.54 – Offen­bach 0.59 – Hailer-Meer­holz 1.17 – 1.54 Fulda 2.09 – Gerstungen 3.00 – Eise­nach 3.11 – Er­furt Hbf 3.39 – Abzw. Saal­eck 4.12 – Weißenfels 4.25 – Wiederitzsch
    4.49 – 4.58 Leip­zig Hbf 5.28 – 5.41 Flug­hafen Leipzig/Halle (am bahn­steig­lo­sen Gleis) 5.47 – Halle(S)Hbf 6.00 – 6.18 Bit­terfeld 6.22 – Jüter­bog 6.54 – Ber­lin Süd­kreuz 7.18 – 7.23 Berlin Hbf/Lehrter Bf (tief) 7.27 – 7.31 Bln-Ge­sund­brun­nen 7.33 – Bln-Blanken­burg 7.38 – Oranien­burg 7.53 – Neu­strelitz 8.31 – Waren 8.50 – 9.31 Rostock Hbf 9.46 – 10.01 Gel­ben­sande 10.08 – Alten­willershagen 10.26 – 10.48 Stral­sund Hbf 10.53 – Ber­gen 11.18 – 11.38 Ostseebad Binz
    abweichend ab 25.9.2016: Weißen­fels 4.25 – 4.50 Leipzig Hbf Leipzig Hbf: Kurswagen Zürich/Basel – Praha auf 459 (als CNL 40470/IC 60470)

cnl
Die Bewohner der paar ausradierten unwichtigen Städte, wie etwa Düsseldorf :mrgreen: mögen nobody verzeihen, aber Schland ist für die Bahn ein­deutig zu groß ge­worden und ich möchte nicht wissen, wie es in den Kurs­wagen nach Binz stinkt. Darauf prangt zwar auch das DB-Zei­chen, aber es scheint sich um eine Tsche­chisch-schweizerische Kofehl­produktion zu handeln, nicht nur be­lüf­tungs­tech­nisch.

Menschlich betrachtet war dieser Reiseabschnitt unergiebig. Das nach Schwerin … soviel war aus ihm rauszukriegen … headende hünenhafte Unwesen neben mir bekam vor lauter lautem Gähnen kein vernünftiges Wort heraus und machte ei­nen auf Harry Potter … zum Glück wutschte und wedelte er nicht seinen Zau­ber­stab, sondern nur auf seinem smar­ten Phone … Gäääähn. Nach einigen un­er­klärt un­er­klär­li­chen außer­plan­mäßigen Hal­ten kam die­ses irre stin­ken­de Trans­port­mit­tel doch fast pünkt­lich in Leip­zig an, was vermu­ten lässt, dass es sich dabei um einen Trick, vielleicht sogar einen Zaubertrick handelt.

In Leipzig wieder das bekannte Ritual: Ab vor den Bahnhof, eine qualmen. Und schon wirste an­geschnorrt … 5 Uhr in der Frühe Soli der Ossi-Art. Aber der Soli scheint in Leip­zig angekommen, denn rund um den Bahnhof ist es noch ge­mau­sau­ber­ter als in Ffm. Der Bahn­hof ist monströs. Mit einer „Grundfläche von 83.640 Quadratmetern der flächen­mäßig größte Kopf­bahnhof Europas. Seine Fassade zur Innenstadt ist 298 Meter breit“ … steht in der Wiki. Will’s mal glau­ben, denn für eine Zi­garetten­län­ge ist Monstrum jeden­falls zu lang, um es abzu­laufen. Dumm ist der, der Dummes tut.

Wohin die Soli-Milliarden versenkt wurden, merkt man spätestens, wenn man nach Zwickau reisen will. Dazu muss man die Gleise 1 und 2 finden. Die Halle endet nämlich beim Gleis 6 und da denkt sich so ein Wessi-Landei, dass sich 1 + 2 hinter 5, 4, 3 verbergen müssen. Diese Gleise gibt es aber nicht und es gibt auch keinen Plan und keine geöffnete Info (erst ab 7 Uhr). Auf der Suche nach den Gleisen 5 bis 1 im Obergeschoss hat nobody das Erdgeschoss entdeckt und dort weiter das Unter­geschoss und von dort weiter das Tiefgeschoss … nur den Koppschoss han isch nit entdeckt. Weil’s so schön war, das Ganze nochmal im zusammenhängenden An- und Ablauf:

    Sie verlassen den Sie angekarrt habenden Zug und wenden sich nach rechts zum Gleisende. In der Bahnsteighalle wieder rechts bis fast zum Hallen­ende. Dort bücken Sie sich, gucken nach rechts und wackeln mit dem Kopp. Diese Frühgymnastik ist nötig, denn sonst haben Sie keine Chance, das nach hinten versetzte, geschickt von irgend­was dumm Rum­ste­hen­den verdeckte Schild „1 + 2“ zu sehen. Dort stür­zen Sie sich in die Tie­fe, denn das nennt sich Tief­bahn­hof. Die Roll­treppen erinnern an Moskau, aber atombomben­sicher scheint der Tiefbahnhof in Leipzig nicht zu sein. Dafür hätten die Irren noch eine Milliarde drauflegen können.

gleis1-2
Der rote Pfeil markiert das Objekt der Begierde und der grüne die Richtung, aus der Sie daran vorbei laufen. Harry Potters Gleis 9 ¾ im Bahnhof King’s Cross in London ist leichter zu finden. Dumm ist der, der Dummes tut.

Die Fahrt in der S-Bahn vom tiefen Leipzig nach Zwickau war dann wieder an­ge­nehm, weil eine Horde sehr hübscher Radlerin­nen mit ihren Draht­eseln in sehr kurz und bün­di­gen Butzen zuge­stiegen war. Dieser erfreu­liche An­blick endete in Alten­burg, wo sich die Meute aufs Rad und die Ber­ge stürzte.

Und dann kam Zwickau … OK, so groß war der Schock nicht, denn das kannte ich schon aus der Wende und wusste deshalb, dass der Krieg dort noch nicht vorbei ist, auch wenn keine Schüsse zu hören sind. In Zwickau hamse auch Spaß dran, Gleise zu verstecken, aber zum Glück sind die Aus­wahlmöglichkeiten bei der Gleis­suche beschränkt. Eine bereits teil-tschechisch beschriftete Bahn hat nobody dann nach Aua geschunkelt, wo man noch Deutsch spricht, aber nur knapp und gerade noch so hart an der Grenze.

Auf der Webseite des Amtsgerichts Aua ist beschrieben, wie man vom Bahnhof zum Gericht gelangt: „Nach Verlassen des Bahnhofes biegen Sie links in die Bahnhofstraße ein ….“ Problem ist bloß: es gibt keinen Bahnhof, nur ein paar Gleise, an deren Barrierefreiheit emsig gearbeitet wird. Egal, links ist links, also los. Arbeiten, das tat auch ein freund­licher Dach­decker keine 100 m weiter (links), den ich nach dem Weg gefragt habe. Der zuckte mit den Schul­tern und wies mit seinem Kopp auf seinen Montage­wagen und des­sen Kennzeichen: FG … aha, sagt nobodyFreies Germany … ich glaube, den Gag hat der gute Mann nicht verstan­den, aber er­klärend seinem Kopp­hinweis hinzugefügt: „Ich komme nicht von hier“ … Sie Glücklicher … konnte sich nobody nicht verkneifen, worauf der Gesprächige nix mehr sagte.

Der nächste einheimische Kontakt war gerade dabei, sein Renn-O zu parken … „rechts … blauer Engel … Berg enuff“ … duzte der mich an, soweit ich was verstanden habe. OK, aber rechts passte nicht so richtig zu der gerichts­amt­lichen Wegbeschrei­bung, Im drit­ten Anlauf hat es dann geklappt, als nobody flink wie ein Zwiesel … nee das ist Bayern, aber da sagen sie auch Semmel … an ei­ner Ampel vor dem Markt­platz eine stadt­typische Einheimische stellen konnte. Eine Frau, unglaublich dick und unglaublich tät­owiert. Auch hier wieder das lan­des­typische Kopp­nicken in die richtige Richtung und „Berg enuff“. Ich hasse Ber­ge! Aber in der Tat: Nach ein paar ver­keuch­ten Minuten tauchte rechter Hand das mir be­reits aus dem Netz be­kannte Gebäu­de auf … GeschlossenÖffnungszeiten von 8:30 …

Wenn Interesse besteht, dann folgt noch die Rückreise, denn die war wirklich abenteuerlich.

Advertisements