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OK, der Putschversuch in der Türkei ist Geschichte und aus dieser Geschichte lernen wir, dass es in der Türkei keinen erfolgreichen Militärputsch mehr geben wird. Vielleicht besser so. Aber EhrdoWahn sieht das anders. Jetzt sieht er sich endgültig als Sultan von Allahs Gnaden, dessen Vorsehung ihn vor dem Sturz beschützt hat. So soll es jedenfalls die Intelligenz in Ostana­tolien sehen, auf deren Stimmen seine Macht aufbaut. Die Dummen im Westen, in Istanbul und Izmir werden das nicht so sehen, aber sie sind die Minderheit.

Vor 56 Jahren wollte EhrdoWahns Vorgänger Adnan Menderes auch das Volk mit ProMo und Herrn Allah dumm halten, aber da kam ihm das Militär dazwischen und er wurde gehängt. Heute labert EhrdoWahn über die Todesstrafe für die Putschisten, weil ihm die EU inzwi­schen egal ist. Auch mit den USA legt er sich an, indem er a) die Auslieferung von Gülen verlangt und b) seinen Agrar­minister blöken lässt, der Coup sei von CIA gesteuert, ein Blödsinn, den der durch­ge­knallte Assange von Wikileaks dankbar aufgreift

Mit dem Westen hat EhrdoWahn also gebrochen. Quo vadis? Nach Osten. Zu­fäl­lig söhnt sich der Sültan gerade mit Vladolf Putler aus, der ihn heute schon an­ge­ru­fen und nach dem Befinden befragt hat (SPUTINKI) und bei Israel macht der Sultan auch Kratz­füßchen, vielleicht in der Hoffnung auf einen neuen Waf­fen­lieferanten für den Fall, das Prez Hillary den Hahn zudreht.

Prof. Udo Steinbach heute bei NZZ gefragt, ob „das Nato-Mitglied Türkei noch ein verläss­licher Partner für den Westen [ist]?“ antwortet:

    Nein, das ist sie schon lange nicht mehr. Nicht in der Syrienfrage und schon gar nicht in der Frage des Kampfes gegen den IS.

Hat nobody schon am 16. April 2016 in die „Ukraine als Türkei-Ersatz“ gepinselt. Die Südost-Flanke der NATO muss als offen betrachtet werden und die zwi­schen Russland und der Türkei liegenden Anrainer des Schwarzen Meeres
anrainer
sind am Arsch. Tragisch für Georgien, das wegen der beiden eingefrorenen Konflikte in Abchasien und Ossetien ohne NATO-Perspektive bleiben muss.

Jetzt muss sich der Sultan nur noch mit den Ayatollahs anfreunden und Europa hat ein neues Energie-Problem. Das lässt sich auch nicht durch North Stream 2 lösen. Im Gegenteil müsste das Projekt abge­brochen werden, um Putin zu zwin­gen, den Stoff weiter über die Ukraine liefern zu müssen.

Die Ukraine muss so schnell wie möglich in die NATO, um Vladdie zu beschäf­ti­gen und der pöhse Westen muss die Kurden unterstützen, um EhrdoWahn zu beschäftigen. Ist nicht weiter verwerflich, weil sich der Sultan ohnehin jetzt ein­ge­hender mit dem Kurden-Problem befassen wird.

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