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Kujat, Steinbach und nobody haben alle das gleiche Buch gelesen: „Coup d’ État: A Practical Handbook“ von Edward N. Luttwak. Und nun outet sich auch noch Brigadegeneral a.D. Dr. Erich Vad, bis 2013 Leiter von G 22 im Bun­des­kanzleramt, also d e r Sicher­heitsberater, im Cicero als Fan von Luttwak und wenn man meinen Senf mit seinem vergleicht, sieht man, dass wir beide die gleiche Schulbank gedrückt haben.
headcoup
nobody am 16.07.2016 im kleinen kosmos:

    Putsch ist wie Krieg. Wird am Boden gewonnen.

Vad am 17.07.2016 im Cicero:

    Ich musste auch daran denken, dass es für einen Militärputsch eher nach­tei­lig ist, ihn mit der Luftwaffe und Teilen der Gendarmerie durchzuführen. Ge­eig­neter sind da sicherlich zuverlässige und schnell verfügbare Heeres­streit­kräfte, Spezialkräfte und Fallschirmjäger, weil es hier ja vorrangig um koor­di­nier­te Bodenoperationen geht.

nobody am 17.07.2016 im kleinen kosmos

    … kein „Inside job“ … Dass diese Vorbereitung dem wirklich exzellenten tür­ki­schen Geheimdienst verborgen geblieben sein soll, glaubt nobody im Leben nicht … Recep Tayyip Erdoğan steckt zwar nicht hinter dem Putschversuch, aber er war mehr als nur vor­gewarnt. Er war „eingeweiht„, wenn ich das so übertrieben sagen darf. Wahr­scheinlich kannte er nicht den Zeitpunkt des Coup-Beginns, aber er wusste, dass er das Problem handhaben, beherrs­chen und zu seinem Vor­teil nutzen kann.

Vad am 17.07.2016 im Cicero:

    Ich glaube nicht an eine gänzliche Inszenierung … Wahrscheinlicher ist, dass die türkischen Nachrichtendienste Wind davon bekommen haben, dass es Konspiration und Opposition gegenüber Erdogan in den Streitkräften gibt.

nobody am 17.07.2016 im kleinen kosmos:

    Die Schnelligkeit, mit der die schwar­ze Liste der Justiz aus dem Tur­ban ge­zau­bert wurde, muss schon er­stau­nen …

Vad am 17.07.2016 im Cicero:

    Dass jetzt so kurzfristig an die 3000 Richter in der Türkei abgesetzt wur­den, ist ja ein Indiz dafür, dass die Regierung entsprechende Pläne in der Schub­la­de hatte.

nobody am 17.07.2016 im kleinen kosmos:

    … der Macker [EhrdoWahn] war auf Urlaub in Marmaris. Haben die Putsch-Clowns wohl auch nicht gewusst und deshalb Scheingriffe auf Erdoğans Hütte in Ankara ge­flogen, anstatt Recep in Marmaris unter Hausarrest zu stellen und zu isolieren
    … da war es noch nicht einmal richtig dunkel. Wollten die Putschisten um Mit­ter­nacht wieder daheim bei Muttern sein? Die beste Zeit für so ’ne Aktion liegt um 3:30 h, wenn man die meisten Menschen im REM erwischen kann.

Vad am 17.07.2016 im Cicero:

    Auch wurde bei früheren Putschen der Präsident in der Regel sofort fest­ge­setzt oder neutralisiert. Jedenfalls gaben sie keine Pressestatements mehr ab, wie dies der türkische Präsident Erdogan und auch der türkische Minis­ter­präsident Yildirim taten. Zudem ist Erdogan sogar aus seinem Urlaubsort nach Istanbul geflogen. Wenn man bedenkt, dass die Luft­waffe an dem Putsch beteiligt gewesen sein soll, klingt das nicht sehr glaubwürdig. Auch der frühe Zeit­punkt am Abend, an dem der Putsch begann, stimmt mich skeptisch. Die in der Mehrheit Erdogan freundlich gestimmte Bevölkerung lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht in ihren Betten. Normaler­weise werden „coup d’états“ eher nicht am frühen Abend, sondern aus taktischen Gründen in den sehr frühen Morgenstunden durchgeführt. Außerdem lassen früh er­folgte Gegenmaßnahmen der Regie­rung da­rauf schließen, dass die Über­ra­schung ganz so groß nicht gewe­sen sein kann.

Tja, gelernt ist gelernt 😎 OK, Vad drückt sich gewählter aus :mrgreen:

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