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Das war wohl nix. Der Putsch ist in die Hose gegangen und dürfte sich nicht nur für das Militär als Schuss in den Ofen erweisen. EhrdoWahn hat die Spitze der Armee ja schon seit längerem im Visier und umgebaut. Jetzt werden weitere „Säuberungen“ angekündigt. Nach den bisher bekannten Infos gab es zwei Schwerpunkte des Putschversuches: Ankara und vor allem Istanbul. In Ankara ist der Putsch zuerst zusammengebrochen. Schuld daran könnten die blitz­schnell aus dem Hinterland per Bus angekarrten Massen anatolischer Bauern sein, Ehr­do­Wahns Stammwähler, obwohl er selbst kein Anatole ist.

In Istanbul sind die Putschisten zunächst zumindest teilweise freudig begrüsst worden, aber dann ist auch hier die Lage gekippt als ErdoWahn am Flughafen in Istanbul auftauchte. Dass der Sültan aus Ankara rausgeflogen wurde, war also kein Scheißhausgerücht. Da der Flughafen nach vorliegenden, mit spitzen Finger anzupackenden Infos zu dem Zeitpunkt bereits in der Hand der Putschisten war, müssen die den Sultan fliegen gelassen haben. Das ist eigentlich richtig: Lass den Alten fliehen; keine Martyrer. Aber dabei scheint ein Fehler un­ter­laufen zu sein. Wo war Emine Sultanine? Bei einer Flucht ins Ausland hätte EhrdoWahn sein Kopptuch doch nicht allein im Palast sitzen lassen.

Apropos Palast: Statt sich um die Stabilidierung der Lage zu kümmern, haben die Putschisten Independence Day gespielt und die Insignien der sultanischen Macht mit Scheinattacken aus der Luft zu erschrecken versucht. Putsch ist wie Krieg. Wird am Boden gewonnen. Wichtigste Maßnahme: Kasernen der Kollegen blockieren, die wahrscheinlich nicht mitmachen. Tja, dumm gelaufen.

Immerhin gab es ein Fernsehbild, wie der Sultan per iPhone mit angstverzerrtem Gesicht zu seinen Üntertanen lüllt:
erdophon
Das war’s wert :mrgreen:

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