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Er war schon am Koffer packen, da hat sich Томас Фасбендер am 12. Juni 2015 um 14:50 h Moskauer Zeit dazu entschieden, Russland einen (vorerst) letzten Gruß zu hinterlassen und sich in Form eines Kommentars in der Novaya Gazeta, der letzten unabhängigen Zeitung Russ­lands, zu verewigen. Фасбендер schreibt:

    Уважаемый г-н Минеев, понятно, что Вы обожаете наших европейских центристов, но даже при такой страсти назвать право-популистских и левых партии в ЕС „партии фашистского и коммунистического толка“ – просто неправильно и унизительно. Может, российская либеральная оппозиция верить в то, что европейская демократия и ЕС – самое большое достижение человечества с момента изобретения колеса. А в самой Европе уже много того кто ищут к этому альтернативу, в т.ч. в моей родной Германии. Там даже партия, представлена в ЕП, по имени „Альтернатива для Германии“. Вы наверно ее называете фашистской, но это говорить лишь о том, что Вы ничего не понимаете.

Es ist der Kommentar zu einem Artikel von Alexander Minjew über die rechts­ex­tremen europäischen Parteien, die offen an der Seite Russlands und vor allem Putins stehen. Thomas Fasbender, so die deutsche Schreibweise, bekennt sich in seinem Kommentar offen gegen den Parlamentarismus und zum Fa­schis­mus und sieht sei­ne neue al­te Heimat in der AfD:

    Sehr geehrter Herr Minjew, ist es verständlich, dass Sie unsere europäischen Zentristen verehren und mit gleicher Leidenschaft die rechts-populistischen und links­gerich­teten Parteien in der EU als „faschistischen und kom­mu­nis­tisch aus­ge­richtet“ nennen – aber es ist einfach falsch und erniedrigend. Viel­leicht glaubt die russische liberale Opposition, dass europäische De­mo­kra­tie und die EU die größte Errun­gen­schaft der Mensch­heit seit Er­fin­dung des Ra­des ist. Aber in Euro­pa selbst haben sich schon viele auf die Suche nach einer Al­ter­native dazu gemacht, auch in mei­nem Hei­mat­land Deutsch­land. Es gibt sogar eine Partei im Europäischen Par­lament namens „Alternative für Deutschland“. Sie können es faschistisch nen­nen, aber es geht nur um das, was Sie [an der Stelle fällt Fasbender eigent­lich ins „Du“] nicht verstehen.

Fasbender
Nun ist Fasbender, der damals, 1994/95 als Vizepräsident von ABB Russland ins Vorputinsche Reich kam und dort ziem­lich tief gelandet ist, wieder im Hei­mat­land, aber seinem neuen Herrn und Meister ist er treu geblieben. Schon in seiner neuen geistigen Heimat hat Fas­bender gebloggt. Vor dem Nova­ya-Kom­men­tar und der Abreise wurden Inhalte des alten Blogs thomasfasbender.de auf seine neue, seit Septem­ber 2014 bestehende Domain DRWN übertragen, damit die Früchte der alten Zusam­men­arbeit nicht verloren gehen.

So findet man im neuen Blog, der sich großspurig Deutsch-Russischen Wirt­schafts­nachrichten (DRWN) nennt, nicht nur die all­seits be­lieb­te und im klei­nen kosmos gut be­kann­te und ver­beam­tete Maul­wür­fin Anja Bött­cher wie­der, son­dern gera­de vorgestern den Land­wirt­schafts­ox­per­ten Felix Schultess. Wie, ken­nen Sie nicht? Dann müs­sen Sie mehr rus­sische Wiki le­sen. Die kennt Феликс Шультесс … noch, denn auch die deutsche Wiki kann­te ihn, bevor er wegen Bedeu­tungs­losigkeit gelöscht wurde (hier noch ein gesicherter Mirror des alten Artikels)

Bei Fasbender, aka DRWN, klärt uns der „Filmemacher“ Schultess als Experte für Rind­viecher darüber auf, dass seine Vorstellungen von russischer Viehzucht ganz falsch sind …

    Denk ich an Viehzucht in Russland, so treten mir unwillkürlich eine Reihe von Bildern vor Augen: brüllende Milchkühe, ihren Qualen überlassen, da die Mel­ker betrunken sind oder frei haben … dazu das landschaftsprägende Bild ver­las­se­ner Kuhställe, umwu­chert von Herkules­stauden. …

und Russland bald den weltweiten Agrarmarkt nicht Waffen, sondern mit Rind­fleisch fluten werden.

Noch ist es aber so, dass Putin für unrus­sisches Kalb­fleisch eine Embargo-Aus­nahmegenehmigung erteilt halt, weil er seine stark rück­läufigen Neuge­borenen nicht durch versifftes rus­si­sches Kalb­fleisch in Baby­nahrung eines alter­nativen, frühen und spontanen Kindstodes sterben lassen will (SPUTINKI).

Noch ist es aber so, dass der durch fehlende Milch­importe über­for­derte rus­si­sche Binnen­milchmarkt von Krimi­nellen mit ekelhaften „Milch“-Ersatzprodukten geflutet wird, einem Kleister, angerührt aus Stärke, Kreide, Seife, Back­pulver, Kalk oder sogar Zement 😯 Milch soll auch noch was drin sein. 8 Millionen Ton­nen Milche haben 2015 in Russ­land gefehlt, sagt Wadim Semikin vom Institut für Agrar­marktstudien in Moskau. Die müssen ja irgendwie hergezaubert werden. Wenn Sie mal richtig abkotzen wollen, lesen Sie den Artikel bei Watson, oder die rus­sische Vorlage bei TASS oder Fontanka, wo Sie auch sehen können, wie der neue russische „Gervais“ brennt.
fontanka
In Wirklichkeit ist alles ganz anders und die russischen Behörden sind schuld, wie der „Ostexperte“ schreibt. Putin und sei­ne Apolo­geten sau­en sich die Wirk­lich­keit schön und weil das mit Milch nicht geht, neh­men sie Wod­ka, denn Kar­toffeln haben wir immer200-Betty-OOPSwomit nobody auch den Spezialfall Kai Ehlers in diesem Senf un­ter­ge­bracht hat 😎 Darauf einen Liter Bio-Milch, sagt nobody der Milchbubi, so wie je­den Tag.

Es gäbe noch viel zu berichten von dort, wo Honig und Milch fließen, denn die haben auch Maulwürfe 😛 Da fällt mir ein, dass ich meinen langen el­len­lan­gen Artikel über die süße Betty OOPS noch fertig schreiben wollte. Betty ist ja jetzt auch fertig mit der Akademia.

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