Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Mit einigem Interesse nimmt nobody zur Kenntnis, dass sich die Medien stra­te­gisch-taktische Gedanken über die Verteidigung der Suwalki-Gap machen. Watten dat? Das da:
SK Gap
Die dünnste Stelle der NATO, die Achillesferse des Baltikums, der zwischen dem russischen Königsberg (aka Kaliningrad) und Weißrussland eingequetschte Strei­fen der Gemeinde Suwałki (daher auch der Name) an der NATO-Bin­nen­gren­ze zwischen Polen und Litauen.

Die „Suwalki-Lücke“ (SK Gap) ist in Deutschland erstmals am 16. Mai 2016 in der Süddeutschen zum Thema geworden, als die mit verbundenen Augen pfei­fend durch den Wald stolpernden Friedens-Münch­ner sich über den estnischen Generalleutnant Riho Terras und seine „Lücke“ lustig machen wollten.

Dann kam am 21. Juni 2016 überraschend der große Stratege Florian Rötzlöffel von TELEPILLEPALLE dran, der wenig überraschend vergessen hat anzugeben, dass er den tags zuvor am 20. Juni 2016 erschienen Artikel der Washington Post „This tiny stretch of countryside is all that separates Baltic states from Russian envelopment“ abgekupfert hat. Generalfeldrötzer brachte Wissen vortäuschend den Vergleich „Von der Fulda-Lücke des Kalten Kriegs zur Suwalki-Lücke der Nato“ ins Spiel … dolle Wurst … war bloß abge­schrieben von Stratfors „A New Gap Opens in the Russia-NATO Standoff“ vom 3. Dezember 2015.

Und gestern ging es dann Schlag auf Schlag: Suwalki Gap in der FAZ, dem SPIEGEL und in der ZEIT warnt Dmitri Trenin als Direktor des Carnegie Moscow Center im Gastbeitrag: „Kaliningrad, Russlands Enklave inner­halb des Nato-Ge­biets, wird be­reits in einen Vorposten verwandelt, von dem aus rus­sische Ge­gen­an­griffe bis tief ins Ge­biet der Al­lianz reichen könnten“, was nix an­de­res zum In­halt hat als die „Suwalki-Lücke“. Wenn nobody einen Blindpinsler ver­ges­sen haben sollte, bitte ich untertänigst um Verzweiflung.

Nach Luftlinie trennen nur 70 km polnische Erde den Putins Vasallen Belarus und sei­ne En­klave Königs­berg. NATO-Mili­tärs gehen da­von aus, dass die Rote Armee kei­ne 48 Stun­den braucht, um die Lücke zu schließen und die bal­ti­schen Staa­ten Li­tau­en, Lettland und Estland in eine Insel zu verwandeln. OK, sieht nobody auch so, aber ich gehe von 5 Tagen aus, denn …

  1. Wenn die Russen Suwalki von beiden Seiten aus angreifen, von Kaliningrad und Weißrussland aus, dann ist die Lücke (120 Straßenkilometer) zu, bevor die NATO „Speerspitze“ sagen kann. Aber: Lucky ist zwar blöde, aber nicht so blöde den Buddy Vladdie mit Sack und Pack durch seine Kartoffelacker Rich­tung NATO marschieren zu lassen. Des­wegen wehrt er sich auch gegen Vladdies dritte Garnison. Man weiß ja nie, wie sowas ausgeht und egal wie es ausgeht, Lucky und Belarus würden es nicht überleben.
  2. Egal von welcher Seite Russland angreift, die Wodkaabgefüllten müssten quer zu und zwischen zwei Fronten durch und kriegen von oben (Litauen) und unten (Polen) die Hucke voll. Die 20.000 Fußkranken in Kaliningrad soll­ten zwar fürs Erste reichen, aber die Ausfallquote dürfte bei weit über 50% liegen.
  3. Nach der Eroberung kommt das Halten. Tagesverluste im vierstelligen Be­reich, allein durch Artillerie. In der Lücke ist jeder Quadratmillimeter ver­mes­sen.
  4. Jeder Angriffskeil, und sei er noch so dünn, verjüngt sich. Wenn Vladdie von Kaliningrad Richtung Belarus angreift, dann muss er nach Weißrussland rein stoßen, sonst wird ihm die Spitze jeden Tag weiter abgenagt.
  5. Einen so schmalen Korridor wie ihn die spitz eroberte Suwalki-Gap darstellen würde, kann Vladdie nicht halten. Erstens muss er verbrei­tern und zweitens braucht er Nachschub. Den kriegt er nur über See. Lucky würde zur Not die Hühneraugen zudrücken, wenn sich NATO-Olivlinge über seinen Kar­tof­fel­acker verlaufen, um den russischen Nachschub von Osten zu unter­binden. Die NATO lässt Lucky leben, Vladdie nicht.
  6. Nachschub aus der Luft? Kannste knicken.
  7. Nachschub von See? Seeblockade. Die Russki baltische Flotte ist zwar stär­ker, aber in dem Ostseetümpel rechts von Danzig ist schlecht Manö­vrie­ren.
  8. Und jetzt kütt et: Der ultimativ angekündigte Nuklearschlag. Mit 24 Stunden Vorankündigung kriegt Königsberg drei präzise Packungen verpasst und Tschüß!

Genauso war das bei der Fulda-Lücke vorgesehen, als die noch von nobody 😎 verteidigt wurde. Wenn die Sowjets die Grenze zwischen Knüll und Vogelsberg durch­stoßen hätten, hätte ihnen sich „meine“ 13. PzGren-Brigade entgegen ge­worfen. Auf dem Weg hin zur Begrüßungsfeier wäre in Gießen die Atommunition übernommen worden und die Russkis hätten gestrahlt. Wir haben jedes Jahr im Knüll geübt und das ist seit 2015 nicht anders, jetzt nur an der Suwalki-Gap
Suwalki-Gap

Advertisements