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Jan-Ulrich Weiß (40) ist Kreisvorsitzender der AfD in der Uckermark. Im Sep­tem­ber 2014 hat der Nazi dieses Posting über sein Fuckbook verbreitet:
AfD-weiss
Deswegen stand der antisemitische Nazi gestern vor dem Amts­gericht Prenzlau. Richterin Marlen Schwarz (38) sprach den Nazi vom vorwurf der Volks­ver­het­zung frei (SPIEGEL). Er sei kein Anti­semit und habe geglaubt, das Bild wende sich gegen das Groß­kapital (BZ Berlin). Das hat ihm die Richterin wohl ab­ge­kauft. Schwer zu glauben, bei der Familien­geschichte, über die nicht nur die BZ berich­tet, son­dern auch die Potsdamer Neueste Nach­richten. Wie dem auch sein … auch wenn es jetzt zu spät ist, eine kurze Nachhilfestunde für die junge Rich­terin Marlen Schwarz.
jewclassic
nobody hat die Vor­lage für das Nazi-Mach­werk von Jan-Ulrich Weiß auch benutzt, den Klas­siker, die Karikatur des „ewigen Juden„. Sie stammt, soweit ich weiß, nicht von Fips, aka Philipp Rupp­recht, dem malenden Chef-Hetzer des Stürmers, aber sie trägt Fips‚ Hand­schrift. Fips verdan­ken wir u.a. die Be­schrei­bung des Juden
nasjud
im NSDAP-Kinderbuch „Der Giftpilz“ (hier als PDF zum Download). Darin wurden die Hetz-Kari­katuren der Nazis aus dem Stür­mer und seinen Flugblät­tern „kind­gerecht“ auf­bereitet. Hier ein Beispiel (links das Flugblatt …
sturmjud
… rechts das Thema später im Giftpilz). In einem anderen Kapitel verrät uns dieses wundervolle Buch, was der Nazi Weiß mit seinem Fuckbook-Posting gemeint hat:

    Der Gott der Juden ist das Geld. Und um Geld zu verdienen, begeht er die größten Verbrechen. Er ruht nicht eher, bis er auf einem großen Geldsack sitzen kann, bis er zum König des Geldes geworden ist.“
    Es ist schon Abend, als Liselotte aus dem Fenster schauend ihre Mut­ter auf die schwere Arbeit ihres Vater anspricht.
    Sie sagt: „Weißt Du Mutter, was ich manchmal wünsche? Ich wünsche mir, ich ware reich, unglaublich reich. Dann würde ich mein Geld dazu benutzen, andere Leuten glücklich zu machen. Ich würde gerne den armen Menschen helfen. Sag mir Mutter, wie kommt es, dass die Juden so reich sind? Unser Lehrer hat uns nämlich erzählt, dass es Tausende von Juden auf der Welt gibt, die Millionare sind, dabei arbeiten die Juden doch gar nicht, die Nicht­juden sind es, die arbeiten müssen. Der Jude handelt! Man kann eigent­lich kein Mil­lionar werden durch das Handeln mit Papier, Knochen, Klei­dung und Möbeln.“
    „Doch,“ erklart die Mutter, „der Jude hat kein Gewissen, kein Mitleid, es stört ihn nicht, wenn er betrogen hat und der Betrogene dann hun­gern muss. Es geht ihnen nur ums Geld und es ist ihnen egal, wie sie es bekom­men.“
    „Aber Mutter, wie kann ein Mensch so gemein sein?“ „Mein Kind, der Jude ist kein Mensch wie wir. Der Jude ist der Teufel. Und der Teu­fel hat nichts mit Ehre im Sinn. Sein Han­deln ist schäbig und das reinste Ver­brechen. Hast Du nicht Deine Bibel gelesen, Lise­lotte? Dort steht, was der jü­dische Gott eins zu den Juden sagte: Ihr
    müsst alle anderen Men­schen dieser Welt verschlin­gen! Weist Du was das bedeutet! Das die Juden alle Volker vernichten sollen, die anders sind als sie selbst. Sie sol­len, sie so lange ausbeuten bis sie tot sind. Liselotte, versuch‘ zu verstehen!“
    „Ja, mein Kind, das ist der Jude. Der Gott der Juden ist Reichtum. Er würde vor keinem Verbrechen zurückschrecken, um ihn, den Reich­tum, zu erlangen. Und diesen würde er dazu benutzen, uns zu versklaven, uns zu zerstören und die ganze Welt zu zerstoren.“

Begehr der Juden auf der Welt,
ist Geld, Geld, Geld, allein nur Geld!
Ob Mord, ob Diebstahl ist ihm gleich,
solang er sein Ziel erreicht.
Was kümmert ihn wohl Zorn und Spott,
Geld ist und bleibt sein Gott.
Durch Geld will er uns ausradieren,
und die ganze Welt regieren.

geldsack
Bevor der Antisemitismus auch in toitschen Gerichten normal wird, könnte man Frau Richterin Marlen Schwarz zum Grundbuch versetzen.