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Etwa 80.000 Menschen lesen täglich im großen Russland die gedruckte kleine РБК daily. Das ist wenig, keine Größenordnung, die Putin kratzen sollte. Das Problem ist nur, РБК daily lesen die sogenannten Entscheider in der Wirtschaft und die lesen dort Berichte über Vetternwirtschaft in Staatsbetrieben, pres­ti­ge­trächtigen Bauprojekten, den Kassen der orthodoxen Kirche, Untersuchungen zu den Kosten der Syrien-Intervention oder über den Tod russischer Soldaten im Donbass. Auch scheuten die Journalisten nicht vor Recherchen in Putins fami­liä­rem Umfeld und zu anderen Angehörigen der Elite zurück (NZZ). Und РБК ist auf den Panama-Zug aufgesprungen und recherchiert in Russland allein weiter.
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Dann hielt Kreml-Chefpropagandist Dmitri Kiseljow die РБК mit der Panama-Offshore-Schlagzeile in die Vesti-Kamera …
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und sagte, die Amerikaner hätten auch in Russland Assistenten, die ih­nen bei ih­rer Teu­felei helfen.

Dann wurde die Redaktion von РБК in mehreren Razzien durchsucht.

Vorgestern wurde die Chefredakteurin der Mediengruppe RBK, Elisaweta Ose­tin­skaja, der Chef der Informations­agentur RBK, Roman Badanin, sowie der Chef­redakteur der Tageszeitung РБК daily, Maxim Soljus, gefeuert.

Am gleich Tag, dem 15. Mai 2016, bringen die kremlfinanzierten Consortium News in den USA den BULLSHIT „Russia’s Diversity of Opinion“ von Kremlratte Gilbert Doctorow.

Am 16. Mai 2016 bringt Kremlratte Schorsch eine deutsche Übersetzung des BULLSHIT: „Russlands Meinungsvielfalt“ in der Popotanzschau.

Am 17. Mai 2016 bringt die NZZ (und nobody :lol:) die Zusammenhänge.

Als nächstens wird TV Doschd dicht gemacht. Die Gazeta (noch nicht die Novaya) ist ja schon auf Linie.