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Stellen Sie sich mal vor, Donald Trump wird am 8. November 2016 zum 45. Prä­si­denten der USA gewählt. Dass Trump für die Republikaner (GOP) antritt, ist kaum noch zu bezweifeln, wenn es mit demokratischen oder auch repub­li­ka­ni­schen Dingen zugeht. Trump mit Tricks zu verhindern, wäre der Tod der GOP. OK, ich gebe zu, ein US-Prez Trump ist schwer vor­stell­bar und wäre noch schwe­rer zu er­tragen, aber ob Sie es glau­ben oder nicht, die Amis haben schon Schlim­meres über­lebt, wenn auch zu anderen Zei­ten. nobody glaubt, dass es selbst Trump nicht gelingen dürfte, die Präsidenten Harding und (29) und Hoo­ver (31) zu top­pen und im geis­tigen Format kämpfen the Donald und Schorsch Dop­pel-U in einer Liga. Auch den haben die Amis mit Müh und Not über­standen, eben­so wie Dick Nixon.
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Die USA sind noch jung. Betrachtet man sie menschlich, dann sind die USA im Vergleich zu europäischen Nationen ein Teenager, ein Halbstarker. Trump hat ja die Tage seine außen­politische Rede im Mayflower Hotel in Washington ge­hal­ten. Ich glaube, das war Ab­sicht, denn selbst in Washing­ton gibt es bes­sere Hotels (das Mayflower ran­giert auf Platz 66 … immer noch bes­ser als das Mayflower in NYC, wo es Kaker­laken so groß wie Rat­ten gibt 😯 ). Damit wollte Trump viel­leicht die USA was erwachsener erscheinen lassen.

Mit der Mayflower haben die Pilgrim Fathers nach dem gregorianischen Kalender am 21. November 1620 im heutigen Cape Cod endlich Land gesehen. Das war vor 395 Jah­ren. Was ist das schon im Ver­gleich zu den Tausend­jährigen Reichen Europas. Das offiziel­le USA beginnt erst am 4. Juli 1776, wird also dieses Jahr 240. Vor 240 Jahren war hier das Ancien Régime schon fast zu Ende.

Sieht man es allerdings republikanisch, dann sehen wir Europäer aber ganz schön jung aus. Spanien entstand 1873, das erste republikanische Italien frü­hesten 1797 und war gleich wieder wech. Na und von uns, dem Schland, wollen wir gar nicht erst reden. Selbst wenn wir Weimar ein­beziehen werden es nicht mehr als 98 Kerzen auf der Torte.

Andererseits sind die USA gerade erst aus der Wachstumsphase raus. 1850 wurde Kali­fornien als 31. Staat in die Union aufgenommen, 1912 New Mexiko und Alaska und Hawaii, die Nummern 49 und 50 erst 1959. Das ist schlappe 57 Jahre her. Also in Menschen­jahren sind die USA ungefähr 18, gerade einmal volljährig.

Volljährige dürfen wählen und der Wähler darf wählen, was er wählen will in ei­ner Demo­kratie. Warum dann nicht auch einen Trump? Weil die USA nicht nur älter werden soll­ten, sondern endlich einmal erwachsen. Das is ja zum Kotzen. Erst wählen sie den Father Bush, dann den grenz­debilen Ex-Alk Doppel-U-Bush und bei­nahe wäre auch noch der Bruder Jeb angetreten.

Aber das gibt’s auch demokratisch. Nach Bill kommt nun dessen Alte dran und wenn man lang genug in die amerikanische Geschichte zurückschaut, dann findet man einen George Vice-Clinton schon im Jahr 1805, aber der hat nix mit Billy the Sax zu tun. Anders ist das mit John Adams und John Quincy Adams, oder FDR und Ted Roose­velt (Cousins 5. Grades). Und die Yan­kee-Klatsch­pres­se hat schon Michelle O. gefragt, ob sie es nicht ma­chen will, so als Auf­guss der Combi Bill und Hillary. So doof ist das nicht, denn da gibt es einige Paral­lelen. Hillary war und ist z.B. die bes­sere Juris­tin von beiden Clintons und so ist das auch bei Michelle und Barack. Aber Michelle ist schlauer als Hil­lary, die macht so ’nen Scheiß nicht, denn sie ist nicht machtgeil.

Trotzdem: Die USA haben jetzt über 320 Millionen Einwohner, davon über die Hälfte, die in den USA geboren wurden und über 35 Jahre alt sind. Muss es da ausge­rechnet ein Trump oder eine Hillary sein. Aber gucken wir weiter durch das Panop­tikum amerikanischer Kuriositäten. Mafiosi wie Christie, durchgeknallte Cruzritter, gegen den der Wunderunterhosenträger Romney ja regel­recht Athe­ist war … und was es sonst noch gibt … OMG! Werdet endlich erwachsen!

Aber wie gesagt, die Amis kennen das nicht anders und sie haben Schlimmeres überlebt. Das gilt vor allem für die Ureinwohner, die sie jetzt wie die Aussies po­litisch korrekt Aborigines nen­nen, nur um den kanadisch logischen Be­griff der First Nations zu vermei­den, weil der daran erin­nern könnte, dass es ja schon vor den Pilgervätern Menschen in God’s own Country gab und einige davon trotz ent­gegengesetzter hartnäckiger, puri­tanischer Bemühungen überlebt haben.

Heute, am 30. April, dem Tag der Vereidigung des ersten US-amerikanischen Prez, gedenkt nobody dem außerplanmässigen Mord an vielen First Nations, nicht einem, sondern 100 Genoziden, musi­kalisch. Zuerst wärme ich was drei Jahre Altes auf, meine Compilation von drei Songs mit Jana Mashonee

Jana singt in ihrer Sprache Lumbee, teils mit Englisch vermischt. Achten sie im ersten Song “The Spirit Of One” auf das Mädchen und machen Sie mal einen Test: drehen sie den Ton ab, schauen Sie nur die Bil­der, die Gesten und Sie wer­den jedes Wort Lumbee ver­stehen. Im mitt­leren Teil, so um Minute 7, ist ab und an eine blon­de „Indianerin“ zu sehen (bei 7:24 min. ganz deutlich). Das ist eine deutsche Tänzerin, die auch an der Choreo­graphie mitge­arbeitet hat. Hab ihren Namen leider vergessen. Zum Schluss kommt Amazing Grace … geht im­mer .. in Lumbee mit Bildern aus dem Monument Val­ley, die Sie sich nicht ent­ge­hen las­sen sollten
Tracy_Bone
Leider ist es um Jana seit jetzt vier Jah­ren still ge­wor­den. Überhaupt gibt es zurzeit kaum gute native Musiker … Martha Redbone vielleicht … oder David fällt was ein, wenn er nach dem Frühstück :mrgreen: mit­liest 😆

Anyway … um die Amis zu är­gern habe ich eine Kana­dierin aus­gesucht, das süße Mop­pel­chen Tracy Bone (Foto links), eine Kee­see­koo­wenin aus Win­ni­peg. Die singt zwar nicht in ih­rer Spra­che Ojibwe aber gut. Tracy Bone: „Soldier of Love

Auch in diesem Video gibt es was zu entdecken, einen running gag für Kanada-Insider 😎 Wer es weiß, kann seine Vermutung ja als Kommentar hinterlassen.

Wenn Ihnen nicht nur das Mädel, sondern auch ihre Stim­me gefällt (so wie nobody beides mag), dann hören Sie sich mit ihr noch das Gedicht über die „10 kleinen Indianerlein“ an, denn danach zeigt Tracy in „Women of Red“ (ab 2:18 min.), was sie stimmlich drauf hat:

Warum diesen Artikel? Wo ist die Moral von der Geschicht‘? nobody hat sich gedacht, ich habe hier schon so viel und so oft über Russland geschimpft, nun ist mal der Ami dran. Kein Staat ist perfekt, kein Mensch in wel­chem Staat auch immer ist per­fekt … nobody is perfect 😛 Aber in man­chen Zeiten muss man sich ent­scheiden, mit welchem Unvoll­kommenen man paktiert. Manchmal muss man mit dem Teufel einen Pakt schließen, so wie die USA mit Stalin gegen Hitler-Deutsch­land paktiert haben, oder Angie mit EHRdo­Wahn. Ich glaube, es ist Zeit, wieder ein­deutig Stel­lung zu beziehen und zusam­men zu stehen mit Ame­ri­ka. Und dies­mal können wir den Yanks helfen, eine schwe­re Zeit durch­zu­stehen, viel­leicht die schlimmste aller Zeiten. Auch wenn es einem die Red­necks nicht leicht machen.

Apropos Rednecks: Ich habe doch versprochen zu zeigen, wie es bei dem Dixie Chick im neuen Header ober- und unterhalb des bumper weitergeht. So:
dixiechick
Ein Redhead ❤ 😛 ❤ Zuerst wollte ich ja diese Südstaaten-
headrebel
Ärsche nehmen 😎