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popratznobody glaubt ja nicht, dass der Fraktionschef der Union Volker Kauder seine Zeit da­mit ver­plem­pert, hier im klei­nen kosmos zu schnüffeln, aber viel­leicht hat nobody einen seiner HiWis auf die 💡 Idee gebracht, denn was Kau­der in der Ber­liner Zei­tung an­denkt, das ist nix ande­res als der gu­te alte Kan­zel­pa­ra­graph 130a StGB, der bis 1953 galt. Ich hab das ja auch nicht zu En­de ge­dacht, war nur so ei­ne Idee in „Genau die­se Är­sche sind es„, aber über Ideen muss man nach­den­ken, denn Ideen kom­men nicht von un­ge­fähr, son­dern aus ei­ner Si­tua­tion her­aus, z.B. der Situation, der NSAfD auf demo­kratische Wei­se den Wind aus den ISlam-Se­geln zu nehmen.

Nicht nachgedacht haben die Oppis von LINKEs und GRÜN, die gleich wieder „Verrat“ und „Haltet den Dieb“ brüllen (WELT). Natür­lich würde ein neu­er (alter) § 130a StGB heute nicht mehr so wie vor über 60 Jahre funzen. Schließ­lich gibt es das Kopptuchurteil des BVerfG und vor allem den Kruzi­fix-Be­schluss. Da muss man das was all­ge­mei­ner for­mu­lie­ren und da­für gä­be es auch gute Grün­de.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie die Bundestagswahlen 1969 plötzlich von den katholischen Kanzel aus wegen der neuen Ostpolitik zur toitschen Schick­sals­wahl thematisiert wurden und die Pfaffen in des Straußens Horn blie­sen, man kön­ne doch noch fragen, was der damalige Kanzler­kandidat der SPD Her­bert Frahm (Willy Brandt) wäh­rend seines Exils gemacht habe. Jung nobody konnte damit erst gar nix anfan­gen und hat Papi ge­fragt. Der hat dann gleich wieder seine alte braune Kut­te aus dem Schrank geholt … naja, er war kein Nazi, aber von der Frak­tion „beim Adolf hätte es das nicht gegeben“ … und mir er­klärt, dass Wil­ly ali­as Her­bert als „Va­ter­lands­ver­rä­ter“ vor dem Krieg nach Nor­we­gen geflo­hen sei.

Internet gab’s noch nicht und glauben wollte ich dem Alten auch nicht Alles, al­so habe ich mit in die Bücherei geschwungen. Und als ich dann beim Verlassen der verstaub­ten Hallen schlauer war, bin ich in die Junge Union 😯 ein­ge­treten, um für die vom im August letzten Jahres ver­stor­benen Bahr (SPD) schon da­mals an­gedachten Ostverträge zu strei­ten und dem Dregger ans Bein zu pinkeln.

Tja, so war ich, ein kleiner Revoluzzer, ein stinkkonservativer Jesuit und An­hän­ger von Oswald von Nell-Breuning und Dom Hélder Câmara … und dabei isses auch geblieben.

Meine fixe Idee 💡 war, dass man die Gesellschaft nur von innen heraus moder­nisieren kann (Marsch durch die Institutionen … hatte man so um 1968 😎 ), nicht mit RAF-Metho­den. Und das funzt in einer Parteien­demokratie nur, indem man die Parteien von innen heraus moder­nisiert. Da man nur einer Partei bei­tre­ten kann, habe ich mich für die damals modernisierungsbedürftigste entschieden und das war die CDU. Heute gründet man ja gleich eine neue Partei, wenn ei­nem was nicht schmeckt.

Die Union hat damals nicht begriffen, was Sinn der neuen Ostpolitik war: Um jemand zu erdrücken, muss man ihn umarmen. Offen aussprechen durfte das niemand (von der SPD), aber Jung-Union-nobody hatte so eine Ahnung, dass es nur damit geht. Die 20 Jahre SBZeit haben jedenfalls nix gebracht und 20 Jahre nach den Ostverträgen war die DDR, die Sowjetunion und der War­schau­er Pakt futsch. OK, da haben noch viele andere Faktoren eine Rolle ge­spielt, aber ohne Brandt/Bahr hätte es nie geklappt.

Naja … ob das mit der Wiedervereinigung aus heutiger Sicht in den Sachsen­sumpf so eine gute Idee war :mrgreen: Anyway: Ein neuer Kanzelparagraph könnte so aussehen:

    (1) Wer im Rahmen religiöser Versammlungen Angelegenheiten des Staates in einer den öf­fent­lichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegen­stand öf­fent­li­cher Erklärung macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geld­strafe bestraft.
    (2) Die Grundrechte nach Art. 4 und 5 des Grundgesetzes werden durch die­se Vorschrift eingeschränkt.

Wieder nur eine Idee, aber denkt erstmal nach, bevor ihr „Verrat“ schreit.