Schlagwörter

, , ,

Im Detmolder Auschwitz-Prozess hat SS-Wachmann Reinhold Hanning sein Schweigen gebrochen und eine „persönliche Erklärung“ abgegeben (FAZ):
SS-Wachmann Reinhold Hanning

    „Ich habe lange Zeit geschwie­gen, ich habe mein ganzes Leben lang ge­schwie­gen. Ich möchte Ihnen sagen, dass ich zutiefst bereue, einer ver­bre­cherischen Organisation angehört zu haben, die für den Tod vieler un­schul­di­ger Menschen, für die Zerstörung unzähliger Familien, für Elend, Qualen und Leid auf Seiten der Opfer und deren Ange­höri­gen verantwortlich ist.
    Ich schäme mich dafür, dass ich das Unrecht sehend geschehen lassen und dem nichts entgegengesetzt habe. Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für mein Verhalten. Es tut mir aufrichtig leid.“

Toitsche Medien wie die Süddeutsche: „Es tut mir aufrichtig leid„. Falsch! Reinhold Hanning hat sich entschuldigt. Das geht nicht, ihr Analphabeten. Man kann sich nicht (selbst) entschuldigen. Entschuldigen ist kein reflexives Verb. Man kann nur um Entschuldigung bitten. Also tut es Reinhold Hanning nicht leid, sondern er tut sich leid.