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Heute vor 30 Jahren ist in Tschernobyl in der (ehemaligen) UdSSR etwas ge­wal­tig in die Hose gegangen. Eine Generation Tschernobyl ist rum. Für dieses Mädel nur zur Hälfte
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denn sie wurde erst im neuen, strahlenden Jahrtausend geboren (zwischen den Fotos liegen 10 Jahre, das Schwarz-Weiß-Bild ist von Julien Behal und das Bun­te aus 2016 von Jadwiga Brontē). Die junge Dame zählt zu den vergessenen Kin­dern von Belarus, die von ihren Eltern verlas­sen in mehreren Hospizen in Weißrussland weggesperrt
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ihr Dasein fristen. Auch nach ihr, wenn sie längst gestorben ist, werden sich an der strahlenden Scheiße noch viele Generationen erfreuen dürfen.

Neh­men wir nur mal Caesium-137, weil das den größten Anteil an den 6,7 Ton­nen Strahlen­kacke hat, die am 26. April 1986 und darauf frei­gesetzt wurde, rund 4 Ton­nen. Gut zu rechnen hat Cae­sium eine Halbwerts­zeit (HWZ) von 30,1 Jah­ren. Ist al­so jetzt die Hälf­te von da­mals zerfallen. In weiteren 30 Jah­ren ist also statis­tisch nur noch 1 Ton­ne da und nobody schätzt mal, dass sich das Zeuch in 150 Jah­ren so weit ver­dünnt hat, das man in Tscher­nobyl wie­der Kin­der kriegen kann. Aber die sollte man nicht mit Pilzen oder Wild­schweinen füttern.

Mit den beiden freigesetzten Plutonium-Isotopen isses problematischer. 5 Mi­kro­gramm vom 239PU reichen und du wirst mit tödlicher Sicher­heit keine 10 Jah­re älter. Davon hat es in Tschernobyl eine knappe Tonne geregnet und das Scheiß Zeuch hat eine HWZ von 24.100 Jahren. Noch besser ist das 242PU mit einer HWZ von 375.000 Jahren, aber davon sind keine 50 Kilo frei­gesetzt wor­den. Wenn du davon allerdings nur 0,000002 gr einatmest, dann haste ca. 20 Mil­liarden Zigaretten gespart 😎 Also nobody glaubt, dass man im Wald von Tschernobyl in 1 bis 2 Millionen Jahren wieder völlig gefahr­los Pick­nick ma­chen und vom Boden essen kann, oder im Lotto gewinnt … diese Angaben erfolgten wie immer ohne Gewähr :mrgreen: