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Es wird ja immer behauptet, Deutschland sei Exportweltmeister. Falsch! Das ist Hong Kong mit 218,9% Export im Verhältnis zum BIP. Kann ja gar nicht sein. Mehr Export als BIP. Doch, das geht bei den Durchschleusern“ (Beispiele):

    203,3% Luxemburg
    187,6% Singapur
    113,7% Irland

BTW: Es ist kein Zufall, dass alle über 100%-Nationen Steuerparadiese sind. Ei­ni­ge sind erst durch ihr abenteuerliches Steuersystem zu Durchschleusern ge­wor­den (Parade­beispiel Irland), aber die meisten verdanken das historisch ihren Häfen (z.B. Belgien mit 84% weit vor Deutschland).

An der „Exportnation“ Weißrussland ist das Durchschleuser-Prinzip schön zu er­ken­nen. Belarus lebt von Kartoffeln und vom Durchschleusen nach Russland. Die Güter- und Dienst­leistungs­exporte von Belarus machten bisher über 80% des Brutto­inlandprodukts aus, seit den Sank­tionen nur noch 57,7% (Hinweis für Alu­hüte: alle Zahlen aus den Berichten der Weltbank, also von reptiloiden Il­lu­mi­na­ten gefälscht).

Damit Durchschleuser was zum Durchschleusen haben, müssen Andere Durch­ge­schleustes produzieren. Dabei sind wir dann immer noch nicht Weltmeister, son­dern nur Zweiter, geschla­gen von der Schweiz mit 64,3%. Nun ist die Schweiz aber auch ein Durchschleu­ser, oder ist die Schweiz etwa der größte Öl­förderer der Welt? Erst wenn man Glencore, Vitol unddurchdiebeine noch ein paar „kleinere“ Rohstoffhändler aus der Schwei­zer Haus­haltsrechnung streicht, dann ist Deutsch­land mit 45,7% Export-Weltmeister.

Trotzdem ist die Schweiz für nobody das Maß aller Dinge, aber das hat was mit der NZZ zu tun, die in ganz nüch­ter­nen Zahlen ana­lysiert, was TTIP für die Amis be­deutet.

Die NZZ hat von jen­seits des Teichs dem TTIP-Gedöns Rich­tung Deutsch­land durch die Bei­ne geguckt.

Wir Toitschen als Weltmeister der Nabelschau gucken ja beim BUZZ-Wort TTIP nie über den Tellerrand hinaus und den Amis geht TTIP am Arsch vorbei, weil bei denen der Außenhandel nur 12,6% des Bruttoin­landprodukts ausmacht (seit ca. sieben Jahren konstant, davor waren es unter 10%). Nur 8% aller Jobs in USA sind vom Export abhängig und deshalb interes­sieren sich auch nicht einmal 30% für TTIP (nach Bertelsmann (PDF)/Pew interes­sieren sich 56% nicht dafür oder haben keine Ahnung davon). Bis 2014 ging TTIP über 90% der Amis am Arsch vorbei.

Und dann kam der Wahlkampf, in dem bis auf Kasich alle, egal ob Reps oder Rats gegen TTIP sind, auch Hillary … der Bernie-Tattergreis sowieso. Dabei wur­de die Diskus­sion jedoch von TPP dominiert, dem transpazifischen Frei­han­dels­ab­kom­men als Pen­dant zum TTIP. Die Amis mö­gen in den Um­fragen zwar ganz über­wiegend Frei­handel
ttipdia
aber sie mögen keine Japse und haben Angst vor zu viel Toyota :mrgreen: In Schland ist es anders. Da sind zwar fast alle für Freihandel aber nur 55% für TTIP. 25% sind dagegen und 49% haben keine Ahnung und/oder interes­sieren sich nicht dafür … Moment mal: 55 + 25 + 49 = 129% O_o Entweder die Umfragen sind falsch … siehe oben: reptiloide Illu­minaten mit Aluhut … oder die TTIP-Dis­kus­sion in Schland ist Real­satire live.

OK, das war biasnobody wollte ja wie die NZZ nur nackte Zahlen bringen … ich kann’s nicht, weil ich zu viel über die Meinungs­bildung des Deutschen an­und­fürsich weiß … an und für sich ist Onanie … alles Wixxxer. Fakt ist, dass nach diesen Zahlen mindestens 29% zu TTIP eine „Meinung“ haben, ohne blas­sen Schimmer wovon sie reden. Das gilt für beide Seiten, pro und contra.

nobody zieht sich da fein aus der Affäre. Ich weiß auch nicht viel von TTIP, aber ich bin aus Prinzip gegen jede Art von Handelshemmnis, solange auf einem Pro­dukt/Dienstleistung gut lesbar draufsteht …

  1. wer es gemacht hat
  2. woher es kommt
  3. was drinnen steckt
  4. wie es wirkt
  5. was es nebenbewirken kann
  6. wer haftet
  7. wie hoch und
  8. wo versichert.

Vielleicht ist in Schland, ohne dass wir es bemerkt haben, mit der TTIP-Dis­kus­sion dasselbe wie in Hol­land pas­siert. 2014 hatten die Käss­köpp die erste Anti-TTIP-Demo, an der 60 Papp­nasen teil­genommen haben. Dann hat Arjen Lubach in seiner Sonn­tags-Show auf VPRO am 4. Oktober 2015 ein paar Witzchen über Chlorhühnchen und ISDS (Investor-Staat-Streitbeilegung) geris­sen („die wol­len alle un­sere Müt­ter ficken„) und am fol­gen­den Sams­tag, dem 10. Ok­to­ber 2015, ka­men zwi­schen 7.000 und 10.000 zur Anti-TTIP-Demo

Tja, ist halt nicht immer das Beste, was sogenannte Comedians absondern … weiß man auch in Schland, spätestens seit dem „Schmähgedicht“ vom Böhmerarsch.