Schlagwörter

, , ,

… war 2008 der Titel einer Belehrung im Handelsblatt (heute Gazeta Ха́н­дельс­блатт) darüber, wie sich deutsche Geschäftsleute bei Verhandlungen in der „TSCHECHISCHE REPUBLIK“ zu verhalten hätten: Darin war und ist immer noch zu lesen:

    Unbedingt zu vermeiden sind belastete Wörter. Dazu gehört das vielen Deutschen immer noch viel zu schnell von der Zunge gehende Tschechei. Die­ses Wort wurde in der Nazizeit häufig und abfällig verwendet (so im Zu­sam­menhang mit „Rest-Tschechei“) und hat damit einen nega­tiven Klang. Da­ran ändert sich auch nichts, wenn es von jüngeren, deutsch sprechenden Tschechen in Un­kennt­nis häufig selbst verwendet wird. Gerade ältere Gene­rationen sind sehr hellhörig. Auch die saloppe Zuord­nung des Landes zu Ost­europa und, schlim­mer noch, zum Ostblock, lässt die meisten Tschechen in­nerlich zusammen­zucken. „Wir haben immer zu Mittel­europa gehört“, so ein tsche­chischer Geschäfts­mann erzürnt. „Dass später in Jalta Stalin und Roose­velt ihre Einfluss­bereiche aufteil­ten, kann an dieser historischen Rea­lität nichts ändern.“

Dr 2011 verstorbenen Präsidenten der Tschechei :mrgreen: Vaclav Havel sagte, im „laufen Schauer über den Rücken, wenn ich diesen Ausdruck … erblicke„. Und mein privater braver Schwejk, der alte Pepik, sagte, wo seine Geburtsstadt liegt: „Tschechei!“ Das war seine ganz ei­gene Rache dafür, dass er in Ostrau geboren wurde und das liegt in Mähren … knapp da­ne­ben ist auch vor­bei. Jetzt wissen Sie auch, wo „Hahnentritt“ spielt 😎 zwar in Mähren, aber seit der Auf­tei­lung der CS(S)R trotzdem in der Tschechei, also Böhmen.

Böhmen ist ein uralter Begriff, der sich von der boio-hemum, Heim der Boier ab­leitet, tschechisch Bojové. Und noch etwas haben die Böhmer mit den Bayern gemein­sam: das Bier 😛

Wie die Tschechen auf die 💡 kamen, Böhmen Čechy, also Tschechei zu nen­nen, ist nicht genau überliefert. Das muss zu Maria-Theresias Zeiten gewe­sen sein, ist aber auch wurscht. Mit Adolf dem Ein­eiigen hat das jedenfalls nix zu tun, gelle rudir?!

Weil Tschechien seit heute wieder Tschechei genannt werden kann, sogar ganz UN-offiziell, gibt’s zu Ehren aller Pepiks ein neues Hea­der-Bild vom bes­ten Bier der Welt, dem ein­zig wah­ren … nix da, kein Warsteiner … Budweiser aus České Budějovice bzw. Böhmisch Budweis.
tschechbierfest
Čechy Pití! Am 12. Mai geht es wieder los 😆