Schlagwörter

, , , , ,

mossackZweimal hatte ich mit Mossack & Complizen zu tun. Beim ersten Mal kannte ich die nicht. Den jungen, ange­stellten Anwalt nobody ha­ben zwei Halbseidene gebeten, ihnen beim Geld­verstecken zu helfen. Naja, so offen­sicht­lich hamses nicht gesagt. Irgendwas mit Karibik hätten sie gehört. nobody gar nicht faul, hat sich den Wasser­meyer zugelegt und angefangen, sich schlau zu machen. Das wa­ren vor über 30 Jahren schon vier Bände Lo­se­blatt, damals noch in grauem Plastik. Ich al­so gelesen … Telefonbuch von Chicago ist span­nender. Je mehr ich gelesen habe, desto mehr habe ich den Über­blick ver­lo­ren. Woll­te schon aufgeben, aber dann hab ich in der Gerichts­kantine den be­rühm­ten Steuer­kollegen … naja jeder, der damals Steuerdreck am Stecken hat­te, kann­te ihn.

Ich also einfach gefragt: Wie macht ihr das denn, wenn ihr Auslandsfirmen grün­det. Wir? Wir sind doch nicht bescheuert! Wir schicken die nach Hol­land. Gleich hinter der Grenze … jeden­falls hatte nobody seine Adresse. Ich ange­ru­fen, Termin vereinbart. Alter Bauern­hof … hätt ich jetzt nicht erwartet, aber clever, weil man auf dem Hof die parkenden Wagen (und Kennzeichen) nicht sehen kann.

Alles bekackelt … teurer Service … muss mit notarieller Vollmacht wieder­kom­men, aber Delaware aufgeschnappt. Ist beim Wassermeyer nicht in Band 1, sondern unter USA im letzten. Soweit war ich nicht. Den Halbseidenen alles erklärt, auch meine Alternativ-Idee mit Delaware. War genial, aber sie haben den Profis vertraut und ich, nachdem ich selbstständig war, immer den Kar­ton mit ihren Akten in meinem Büro stehen gehabt … in weiser Voraussicht. Denn eines Morgens klingelte es an allen Kanzlei-Türen gleichzeitig und die Herren hielten Allen Papiere unter die Nase, wo draufstand: Durchsuchungsbeschiss!

Aber meine Herren, das wäre doch nicht nötig gewesen. Hab schon lange drauf gewartet … hier isser, ihr Karton. Der begleitende Herr Staatsanwalt meinte dann noch witzig sein zu müssen und fragt: Also wussten Sie, dass das nicht koscher ist? Gugg ihn an … komm mit meinen Glubschern immer näher … bis auf Mundge­ruchsnähe … er weicht zurück: „Schon juut … man wird’s ja mal ver­su­chen dürfen.“

Derweil höre ich aus dem Büro nebenan von A. den Standardsatz in Endlos­schlei­fe: „Ich bin keine Auskunftsperson!“ Tja, gut ausgebildetes Personal macht sich bezahlt :mrgreen: Ich trotzdem mit meinem Mundgeruch den Frechdachs von der SteuFa vertrieben. Nie wieder was gehört. Hab später meine Delaware-Idee mit anderen Kunden umgesetzt. Hat prima gefunzt, geht schneller und ist viel billiger. Wie das geht mit Delaware? Nehme ich ins Grab. Ist eigentlich ganz einfach: 1. keine Gewinne, weil 2. royalties.

Das zweite Mal Mossack war ich auf der Seite der Guten und habe geholfen, die badische und elsässische Gewinnspielmafia zu erlegen (suchen Sie mal auf der Seite, da werden Sie nobody finden 😎 ). Wollte ich mal ein Buch drüber schreiben, wie nobody mit Bandscheiben­vorfall nach Offenburg gedüst ist und unter den Augen von … auf einen Server in Paris vituell spazieren gegangen ist. Weiß noch wie gestern, was der Eich­ka­ter ge­sagt hat, als ich den Ge­schäfts­be­richt sau­gen woll­te: STOPP! Das müs­sen wir ma­chen, oder wol­len Sie vor Ge­richt als Zeu­ge auf­tre­ten? Nee, woll­te nobody nicht.

War ganz einfach, in den Server einzudringen. Man musste nur mit den Namen der üblichen Verdächtigen was spielen. Und genau so macht es die Mannschaft von Jürgen Mossack, wenn sie einen neuen Brief­kasten grün­det. Die GGe­winn­spieler (nein ich sttottere nicht und mein Tas­tatur-G klemmt auch nicht :mrgreen: ) machten es auch mit Mossack … macht Spaß, jetzt aus dem Näh­käst­chen plau­dern zu kön­nen. Da­mals konn­te man noch in der Fir­men­da­ten­ban­ken von Tor­tu­ga und BVI frei rum­su­chen.

nobody also in der Nacht nach den von Mossack (kannte den Purrrschen ja jetzt schon) gegründeten Firmen gesurft. Der Fall war unbezahlbar … auf PKH … hat mich Ehe und Familie gekostet 😦 Und dann mit den Firmennamen als Pass­wort den Pariser getestet … BINGO!

Und jetzt reversewie könnte es zu den Firmennamen … Juristen wissen, dass firma + Name ein Hendiadyoin ist … egal … Firmenamen gekommen sein? Ganz einfach!

Ganz einfach war es auch bei der „Carina Global Assets Ltd.„. Über die hat sich heute Putins Sandmann im inglischen SPUTINKI wie folgt ausgelassen:

    … my wife does not and has never owned any offshore companies …

Stimmt! Hat aber auch niemand behauptet. In den Mails von Mossack steht, dass „Carina“ der beneficial owner ist. „Beneficial owner“ ist nicht Inhaber, Gesellschafter oder „Eigentümer“ der Firma, sondern „nur“ deren Begünstigter.

nobody macht es kurz: Tatiana Navka (Татьяна Александровна Навка) war von 2014 bis 2015 Begünstig­te der “Carina Global Assets Ltd.CARINA = cara mia = meine Süße, meine Lie­be … würde eine Frau so ihren Brief­kasten nennen? Nein, Татьяна ist nicht les­bisch. Tatjana, die ukra­inische Wald­fee (Nymphe = Навка) mit dem Ham­mer-Arsch ist seit En­de 2010 Peskows ge­schmack­los teure Süße und als die bei­den Hüb­schen 2015 ge­hei­ra­tet ha­ben (Hoch­zeits­rei­se nach Sici­lia [sic!]), hat Vlad­die ge­sagt: Nee, so geht das nicht, das ist zu of­fen­sicht­lich.