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Nö, nicht der SPIEGEL, sondern der STERN hat mit Mark Stöhr ein Sternstunde:

    ROFLWas denkt wohl Beatrix von Storch, wenn sie in den Spie­gel sieht? Morgen häng ich ihn ab? Man könnte es verstehen. Oder übt sie Mimiken, die sie besonders kalt­herzig und verhärmt aussehen lassen, weil sich ein Groß­teil ihrer Wähler damit identifiziert? Oder trainiert sie heim­lich ab und zu ein Lächeln, man weiß ja nie, wofür es mal gut ist?
    Bei Anne Will präsen­tierte sich die AfD-Frau, die so nett ist, dass sie an der Grenze nicht auf Kinder, sondern nur auf deren Mütter schießen lassen will, als Siegerin – und lächelte ihr schönstes Siegerlächeln. Das saß ziemlich schief im Gesicht und wurde im Laufe des Gesprächs immer schiefer und schmaler. Zum Schluss war es ganz verschwunden. Und die alte Beatrix von Storch war wieder zurück, die High Performerin der schlechten Laune und seltsam unsouveräne Person.
    … Von Storch feierte ihre Partei zunächst als Retterin der Demokratie („Wir haben die Nichtwähler an die Urne gebracht“) und positionierte die AfD als „bürgerlich-liberal-konservative Kraft“, was ein Witz (kein guter) war an­ge­sichts des unver­hohlenen völkischen Ras­sismus vieler ihrer Ostkollegen. Doch diese Botschaft wollte die 44-Jährige offenbar unbedingt durchbringen: Wir sind die neue alte CDU, die rechts von der Mitte, die aus der guten D-Mark-Zeit, als noch ehemalige NSDAP-Mitglieder wie Alfred Dregger die Bundes­tags­frak­tion führten … Fahrig und unsicher wurde sie [Storch], als sich von der Leyen ihr zu- und gar nicht mehr von ihr abwandte. Ab da wurde der Abend interes­sant. „Die Zeiten, wo Sie sagen können, ich bin auf der Maus ausgerutscht, sind vorbei“ … „Von jetzt ab gibt es keine ‚Lügenpresse‘ mehr, sondern Landtagsprotokolle.“ Von Storch – wenn es um Schießbefehle oder Schwule geht, sonst um keine Rohheit und Ruchlosigkeit verlegen – druckste kleinlaut herum, man solle die neuen Abgeordneten doch jetzt erstmal in den Parlamenten ankommen lassen.
    Doch von der Leyen ließ nicht locker und verließ das Feld der Flüchtlingskon­tro­verse, was von Storch vollkommen ins Schwim­men brachte. Zur Frage, wie sich die AfD in der Frage um den Ausbau von Kita-Plätzen, ja oder nein, verhalte, faselte sie etwas von, jeder solle selber ent­scheiden können, wie er sein Kind erziehen wolle. Stegner brachte die von der AfD geforderte Strei­chung der staat­lichen Unter­stützung von Al­leinerzie­henden ins Spiel, Habeck den Wieder­einstieg in die Atomkraft – von von Storch gab es dazu nichts Substantielles, nur ent­gleiste Gesichtszüge.
    Es wäre spannend gewesen, ob ihr zu anderen Programmpunkten ihrer Partei, die so gar nicht zum Bild der Anti-Eliten-Partei passen wollen, mehr ein­ge­fal­len wäre: der rigorosen Kürzung von Sozial­leistungen etwa oder dem Ende des Arbeits­losengeldes in seiner jetzigen Form. Die AfD ist nicht nur fremden­feindlich, sondern radikal neoliberal. Eine Partei der Konzerne und mit­nichten der kleinen Leute. Das sollte man auch in Sachsen-Anhalt wissen. Ralf Steg­ner zu Bea­trix von Storch ganz am Ende mit dem Satz des Abends: „Sie sind für nichts, was für nor­ma­le Leute gut ist.“

So gehts, aber da wars zu spät. Troels Heeger, Berlin-Korrespondent der Ber­lingske, meinte gestern an FJS erinnern zu müssen, demzufolge es rechts von der CSU keine demokratische Partei geben dürfe. Nun ist die CSU nicht die Union und der deutsche Reichstag ist nicht das dänische Borgen. Aber wenn FJS heute noch recht hätte, dann müsste die CDU die AfD rechts überholen. Wer das, wie Julia aus der Palz, auch nur ansatzweise versucht hat, der hat sein Fett wech bekommen. FJS hatte trotzdem Recht, denn die AfD ist keine demokratische Partei.