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Ich weiß nicht, ob Sie es schon bemerkt haben, aber draußen ist Frühling. Der soll ja erst am 20. März kommen, aber nachdem nobody am 28. Februar die Zug­vögel gesichtet hat, hat sich der Frühling wohl gedacht: Was soll’s, komme ich halt auch. Frühling macht Lust auf mehr, also Sommer und Meer. Das können Sie schon heute haben.ribo1 nobody macht mal bisschen Werbung für Weine aus der Heimat seiner Vorvorvor….vorfahren vä­ter­li­cherseits, dem Friaul. Dort wird eine der ältesten Reben angebaut, die seit 700 Jahren in der Geschichtsschreibung erwähnt wird: die Ribolla Gialla. Die wächst nur dort, wo die Reben von Ita­lien nach Slowenien abhängen können, al­so direkt an der Grenze. Das Anbau­gebiet nennt sich Collio Gori­ziano o Collio oder noch kleiner eingegrenzt Colli Orien­ta­li del Friuli ROSAZZO. Deutsch wurde Gorizia (slowenisch Gorica) frü­her Görz ge­nannt. Auf den colline di Rosazzo wächst ein gött­licher Weiß­wein, nicht nur der Ribolla Gialla, aber Pinot Grigio, Sauvignon etc. kriegen Sie über­all, Ribol­la Gialla nur dort.

Mit drei Weinen aus diesem kleinen Flecken des Friaul will ich Ihnen den Mund wässrig machen:
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Zur Vorspeise Melonen in Fla­schen von Paolo Rodaro. Der Wein heißt einfach nur „Ribolla Gialla„. Der ist sortenrein. Das ist selbst für die Collio Goriziano Ribolla selten. Die Gesichter Ihrer Gäste … Ihres aber auch … müssen Sie mal sehen, wenn davon eine Fla­sche ent­korkt wird … „Ah, es gibt Melone!“ Nigges, das ist der Wein. Und im Mund wird die Melone zur Birne … irre!

Zum Hauptgang gibt es Zamò Ronco. Das ist meine Lieb­lings­kel­lerei im Friaul. Von denen kann man eigent­lich alles trin­ken, aber wir sind ja auf dem Ribolla Gialla-Trip, deshalb der Apfel in Flaschen. Auch 100 % Ribolla gialla sorten­rein, des­halb heißt der auch wieder nur ein­fach so „Ribolla gialla“ und riecht nicht nur wie grüne Äpfel, son­dern schmeckt auch so. Wem das zu viel Obst zum Essen ist (und mit dem bald an­stehen­den Spar­gel kommt das auch nicht gut), der kann den „Ronco delle Acacie“ (70% Chardon­nay, 30% Friu­la­no – auch eine typi­sche Rebe des Friaul, wird in­zwi­schen aber auch andern­orts ange­baut) ver­suchen.

Für die hier erwähnten Tropfen müssen Sie 15 bis 25 Euro pro Flasche kal­ku­lie­ren, also kein billiges Vergnügen. Das ist aber noch nix gegen den ribo3Des­sert­wein, die Apri­kose in Fla­schen … heute ist Obst­tag 😛 der Somnus Sogno di una Ribolla, der Traum im Fla­schen. Die Her­stel­lung die­ses seltenen Tropfens ist selt­sam. Wie al­le Ribolla gialla wird er erst Ende Sep­tem­ber, also für italie­nische Verhäl­tnisse sehr spät ge­lesen. Dann wer­den die Trauben bis Weih­nach­ten getrock­net und dann gehts normal weiter, außer, dass der Traum nicht schon im fol­gen­den April ange­bo­ten wird, son­dern drei Jah­re reift, bis aus 10 Ton­nen Trauben 115 Li­ter Traum in 230 Halb­liter­fla­schen werden 😯 Dass die­ser Spaß nicht bil­lig ist, kann man sich vor­stel­len. Wie viel das kos­tet? Das wüsste nobody auch gerne, denn die Familie Sosol verkauft diesen halben Schnaps (16°) nicht 😦 Sie müssen schon nach San Floriano del Collio fahren und betteln.

PS: Ich krieg nix für die „Werbung“, nicht mal ’ne Flasche Wein 😦