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252rest-saurПослушай ветры над Саур-Могилой,
И ты поймёшь, кто эту землю спас
Чьё мужество в боях освободило
Врагу не покорившийся Донбасс.

Hör auf die Winde über Saur-Gräbern
Und verstehe, wer das Land gerettet
Wessen Mut in Schlachten entfesselt
Der Feind wird den Donbass nie erobern.

Bevor wieder so ein Klugscheißer an­kommt und sagt, nobody hat das Ge­dicht von Feo­dor Se­re­bry­ansk falsch über­setzt: Ich hab ver­sucht, es deutsch zum Rei­men zu brin­gen.

Der Krieg ist vorbei. Im Osten der Ukraine wird weiter gekämpft und es ster­ben dort auch weiterhin täglich Menschen, aber der Krieg ist vorbei. Putin hat gewonnen.“ Das hat nobody am 12. Oktober 2014 gepinselt. Putins Krieg gegen die Ukraine ist natürlich noch nicht vorbei, aber wenigstens sterben nicht mehr jeden Tag Menschen. Wie konnte die Ukraine diesen Krieg gegen ein paar so­ge­nann­te Rebellen. nobody nennt die Aufständischen lieber Selbstverbrecher. Wa­rumPlotnizki ich die noblen Her­ren so nen­ne, das er­klärt Ih­nen am Bes­ten Igor We­ne­dik­to­witsch Plot­nizki, der „Prä­si­dent der Volks­re­pub­lik Lu­gansk“. Der ge­hört näm­lich, wie sei­ne Tattoos frei­mü­tig zei­gen, zu den „Воры в законе„. Was oder wer die „Die­be im Ge­setz“ sind, weiß so­gar die deutsche Wiki und was die Täto­wie­rung von Plot­nizki be­deu­tet, fin­den Sie hier (bei „Подключичные звёзды“ ein bis­serl run­ter scrol­len zur Ziffer „2.Вор в законе“). Plotnizki gehört zweifels­frei der rus­sischen Mafia an (so heißt auch das Stamm­lo­kal der „Regie­rung“) und es soll sich ja kei­ner trauen ein Tattoo ste­chen zu las­sen, das ihm nicht zu­steht. Am 1. Januar 2015 ließ Plot­nizki den Kom­man­deur sei­nes Ba­tail­lons „Bat­man“ er­mor­den (Lenta.ru – eini­ge be­haup­ten so­gar, er ha­be ihn selbst abge­fackelt und Plotnizki war es auch, der Nadija Sawtschenko über die Grenze nach Russ­land ver­schleppte und dem KGB über­gab. Aber wem „Selbst­verbrecher“ trotzdem zu derb ist, der kann auch grüne Männ­chen sagen … klingt höf­licher :mrgreen:

Für Geschichtsschreibung ist es zwar noch zu früh und ich bin ja auch kein Historiker, aber ich möchte den Ablauf des Krieges nach dem Abschuss von MH17 mehr oder minder sortiert zusam­men­fas­sen, bevor ich es ganz vergesse.

gurken-ikoneNach Rückerobe­rung von Slow­jansk im Nord­westen des Rebel­len-Gebie­tes, aus dem sich „Ver­tei­di­gungs­mi­nis­terIgor Gir­kin, ge­nannt Strelkow alias die Gurke, in der Nacht auf den 5. Juli 2014 nach Krama­torsk zu­rück­ge­zo­gen hat­te, ging es ste­tig vor­an im Kampf der ukra­ini­schen Ar­mee und der Frei­corps ge­gen die „Pro-Rus­sen„. Bald war er­kenn­bar, dass die mi­li­tä­ri­sche Füh­rung der Ukra­ine ver­such­te, zwi­schen die Selbst­ver­bre­cher­re­pub­liken Donezk und Lu­hansk einen Keil bis zur rus­si­schen Gren­ze zu schla­gen, um diese wieder un­ter ihre Kon­trol­le zu brin­gen und so den aus Russ­land her­bei­geschaff­ten Nach­schub der Ter­roris­ten abzu­schnei­den. In mei­nem klei­nen kosmos habe ich im­mer von der Schließung der „Grenz­löcher“ ge­schrie­ben, die monatelang umkämpft wa­ren.

Wider mein Erwarten schien der wahnwitzige Plan, quasi im rechten Winkel zwi­schen zwei Fronten durchzu­marschieren, aufzu­gehen, wobei die von Nord­wes­ten in ei­nem Kor­ridor nach Süd­osten vorstoßenden Ukrainer nicht nur aus der Luft, son­dern von Süd­westen aus Amvrosiiwka auch von Bo­den­trup­pen un­ter­stützt wur­den, was, wie sich später er­war­tungs­ge­mäß zei­gen soll­te, ge­nau­so wahn­sin­nig war.
nyt-lage-4-8-2014
Die New York Times, von der die Kartenvorlage für die Lage vom 5. August stammt, sah Anfang August 2014 den Korridor zur russischen Grenze schon durchgän­gig offen. nobody hatte da so seine Zweifel und ich sollte Recht be­halten. Am 12. August 2014 war der Korridor am weitesten fortge­schrit­ten, so­wohl aus Nord­westen, als auch aus Süd­osten. Ich habe an dem Tag die Kar­ten der Pro-Rus­sen und der ukrainischen Propa­ganda mit­ein­an­der vergli­chen und eine eigene Karte anhand des aso­zia­len VK-Ge­zwitschers gepin­selt und bin zum Ergeb­nis ge­kommen, dass der Korridor nord­west­lich von Torez noch ver­schlos­sen ist. Und wie man heute weiß, war der Korridor nie ganz offen.
saurpano
Trotzdem gelang es den Ukrainern am 20. August 2014 die bis dahin von den Selbst­ver­brechern gehaltene Höhe Саур-Могила (Saur Gräber) zu er­obern. Über die­sen 278 Meter hohen Hügel, der aus dem sonst plat­ten Don­bass her­aus­ragt, habe ich zwar schon viel ge­schrie­ben, trotz­dem lohnt es sich noch­mal einen ge­nau­eren und histo­risch erwei­ter­ten Blick auf, oder bes­ser von Saur Grä­ber zu wer­fen, denn hier ist es schon wie­der passiert.

Der Donbass ist nicht zum ersten Mal Schauplatz des Krieges. Im Zweiten Welt­krieg war das Donezker Becker heftig umkämpft. Über die Schlacht am Mius­bogen gibt es in der deutschen Wiki gleich zwei Artikel, als Donez-Mius-Of­fen­si­ve und Donez­becken-Opera­tion. Ich fas­se das mal kurz zu­sam­men und wenn Sie in Ge­schichts­büchern eine abwei­chende Ver­sion fin­den, dann liegt das da­ran, dass mein Papi mir Un­fug er­zählt hat, denn der war an der äußers­ten Süd­flanke dabei.

Während ein Stück weiter nördlich von Saur Gräber zwischen Kursk und Pro­cho­rowka in der ersten Julihälfte 1943 im Rahmen des Unter­nehmen Zitadell die größte Pan­zer­schlacht der Ge­schichte tobt, berei­tet die Rote Armee an der sogenannten Südfront einen Ent­las­tungsan­griff vor. Wenn Sie Infos über den Donbass suchen, werden sie oft auf die rus­sische Propa­gan­da­sei­te SouthFront stoßen. Daher hat die ihren Namen.

Am 17. Juli 1943 durchbrach die Rote Armee zwischen Stepanovka und dem heu­ti­gen Grenz­städtchen Ma­ri­nov­ka die deutschen Ver­teigungslinien entlang des Flüßchens Mius und bildete an dessen West­ufer einen Brücken­kopf. Ein wei­terer Brückenkopf gelang den Rus­sen an der so­genann­ten Südwest­front zwi­schen den Orten Bolschaja Gar­schew­ka und Semjonowka. Von diesen beiden Brücken­köpfen aus griffen die Russen am 28. Au­gust 1943 Saur Gräber an. Ei­ner klei­nen Grup­pe von nur 17 Mann un­ter Füh­rung von Leut­nant Shev­chen­ko ge­lang es den Hü­gel zu um­ge­hen und von der (aus Sicht der russischen Po­si­tion) Rück­seite zu neh­men. Zwölf An­läu­fe brauch­ten die Ver­we­ge­nen bis zum Gipfel. Auf hal­ber Hö­he fiel Shev­chen­ko am 30. Au­gust. Sein blut­ge­tränk­tes Hemd wurde am 31. August als Zei­chen der Er­obe­rung auf Saur Gräber ge­hisst. Von die­sen 17 Män­nern han­delt das Ge­dicht von Feodor Sere­bransk, das die­ses Mä­del vorträgt:

Die Namen der 17 waren: Leutnant Shevchenko, Feldwebel Veremeyev, Unter­of­fizier Korablyov und die Soldaten Aljoschin, Bondarenko, Dudka, Gahin, Gav­ri­lâ­šin, Iwanow, Kalinichev, Kobzev, Lobkow, Mer­kulov, Petrya­kov, Schädel, Seli­vanov und Simakow.

In den sechs Wochen vom Beginn der Offensive bis zum 31. August 1943 haben rund um Saur Gräber 23.238 russische Soldaten ihr Leben gelassen. Zu ihrem Geden­ken wurde 1967 auf dem Hügel der hässliche Obelisk ein­geweiht. Nun is­ser wech. Einer der wenigen positiven Aspek­te des Krieges.

Der kleine historische Rückblick soll das Verständnis für die Er­eig­nis­se an Saur Gräber im Jahr 2014 erleich­tern. Auf die Geschichts­ver­liebt­heit der Rus­sen ha­be ich schon mehr­fach hin­ge­wie­sen und ih­ren Sinn für Sym­bo­lik. Der 24. Au­gust 2014 war so ein Tag für Ge­schichte und Sym­bole in der Ge­schich­te: der Un­ab­hän­gig­keits­tag der Ukra­ine. Nun den­ken wir wie ein Russe.

Am 3. Juli 2014 wurde dem ukrainischen „Azov„-Bataillon der Befehl erteilt, Saur Gräber einzunehmen. Anders als 71 Jahre zuvor, wurde der Angriff nicht durch massives Katjuscha-Feuer vorbereitet, sondern Hau-Ruck ging es am 6. Juli los. Das Er­gebnis: vier Tage spä­ter waren weit über die Hälfte der ukra­inischen An­grei­fer tot oder ver­wun­det. nobody hat am 13. Juli 2014 vor diesem “Ham­bur­ger Hill“ gewarnt.

Nach wei­te­ren An­läu­fen be­haup­tete die Ukraine am 28. Juli, den Hügel genom­men zu haben. Gurken-Igor wi­der­sprach. Sie waren nahe dran, aber eben nicht ganz oben. Am 1. August wa­ren die Ukrainer oben, aber nicht allein. Igors Gur­ken­truppe konn­te Saur Gräber noch­mal halten. Zwi­schen dem 9. und dem 17. Au­gust ging es da oben hin und her und Saur Gräber wurde regel­mäßig aus der Luft und mit Ar­til­lerie ein­ge­deckt. Am 19. August 2014 beobachtete die ukra­ini­sche Auf­klä­rung, wie sich eini­ge Rus­sen mit einem Liefer­wagen vom Hügel aus dem Staub ma­chen. De­nen war die Mu­ni­tion knapp ge­wor­den. So ent­schlos­sen sich Tei­le der 25. und 51. Bri­gade von zwei Sei­ten gleich­zei­tig den Hü­gel zu stür­men, was auch am 20. Au­gust 2014 mit re­lativ we­nig25-51 Ver­lus­ten (sechs To­te) ge­lang, denn die Rus­sen hat­ten sich Rich­tung Süden ab­ge­setzt. Saur Grä­ber war ein­ge­nom­men.

Die Freu­de über fast 40 Ki­lo­me­ter wei­te Aus­sicht zum Azow­schen Meer hielt nicht lan­ge an. Am 26. Au­gust ha­ben die Rus­sen die Ukra­iner wie­der von dem Hü­gel ver­trieben, von dem aus man den süd­lichen Donbass be­herrscht. Die Ukra­iner be­haup­te­ten zwar, Saur Grä­ber ge­höre wei­ter Ih­nen, aber am 28. August 2014 sen­dete Vesti 1 von da oben und kein Ukra­iner ward zu se­hen. Wie kann das ge­hen? Die Pro-Rus­sen kön­nen sich da oben mo­na­te­lang hal­ten und die Ukra­iner brin­gen es nicht ein­mal auf ei­ne Woche.

Demoralisierung lautet die Antwort. Man muss die Schlacht um Saur Gräber in einem größeren Zusammenhang sehen. In der engli­schen Wiki ist Saur Gräber ein Teil der Battle in Shakhtarsk Raion und weil sich Kriege nicht an Grenzen von Verwal­tungs­bezirken halten, zähle ich auch die Kessel­schlacht und das Massaker von Ilowajsk dazu.

Am 18. August 2014 rückte das Bataillon Donbass in Ilowajsk (Иловайск) ein und brachte die Stadt am 20. Au­gust unter ihre Kon­trol­le. Und saß in der Fal­le, denn wie nobody schon am 16. Au­gust 2014 vermu­tet hat­te, war der „Korridor wech?„. Ich ha­be in dem Zu­sam­men­hang mal von Tontau­benschießen ge­spro­chen. News­week meint, es sei eine „Shooting Gallery“ gewe­sen, ein Schieß­stand. Da muss es zuge­gan­gen sein, wie auf dem Jahr­markt. Wer will noch­mal, wer hat noch nicht. Wäh­rend es beim Kampf um Ilowajsk selbst noch halbwegs ausge­glichen zuging (ca. 300 tote Ukrainer:200 tote Russen), wurde es dreckig, als sich am 29. August 2014 der Ret­ter der Ein­ge­schlos­senen zu Wort meldete. Vladimir Putin for­derte einen „huma­nitären Korridor“, da­mit die Reste der ukra­ini­schen Streit­kräfte aus der Stadt ab­zie­hen kön­nen (Lenta.ru).
durchsiebt
Wer durch Putins Korridor aus Ilowajsk abzog, hatte schlechte Karten. Etwa 1000 Ukrainer wur­den wie die Hasen ab­ge­schos­sen, darunter auch 100 Zivi­listen auf der Flucht. Zum Ein­satz kam alles was knallt, auch Mörser und Kat­ju­schas vom Typ Smerch (Tornado).
arsen-motorola
Be­son­ders viel Spaß an Vladdies „huma­ni­tä­ren Kor­ri­dor“ von Ilowajsk hat­te Kampf­zwerg Moto­rola, mit bür­ger­li­chem Na­men, wenn er so­was wie bür­ger­lich kennt, Ar­sen Pav­lov, Bi­ga­mist und Kriegs­ver­bre­cher. Fast so­viel Spaß wie spä­ter am Flug­ha­fen Donezk, als er acht sich ver­stecken­de Ukra­iner ent­deckt und gleich ei­gen­hän­dig er­schos­sen hat.

Munitionsprobleme hatten die Selbst­ver­bre­cher seit dem 12. August 2012 kei­ne mehr, denn seit die­sem Tag roll­te wie­der der Nach­schub, jetzt in schicken weißen Kamaz.
konvoi
Am 12. August 2014 – und nicht erst am 12. Oktober – war für mich der Krieg vorbei. nobody hat bloß zwei Monate gebraucht, um das zu ver­dauen. Wer sich vom 12. Oktober 2014 rückwärts durch meinen kleinen kosmos klickt, wird fest­stel­len, dass ich meine letzte „Lage“ am 3. September 2014 abgeliefert habe. Bis Ende August 2014 gab es fast täglich eine Lage und dazu noch Ein­zel­be­rich­te von den Fronten bis zum Bin mal wieder wech!“ vom 28. August 2014, mit dem Hin­weis darauf, dass 100 rus­sische Panzer auf dem Weg nach Donezk sind. Da war Ilowajsk be­reits ein­gekes­selt und es war klar, dass die Ukrainer mit ih­rem wahn­witzi­gen Plan, die Selbst­ver­brecher­republi­ken von Donezk und Luhansk zu se­pa­rie­ren, ge­schei­tert waren. Die fri­schen rus­sischen Pan­zer waren später an der zwei­ten Schlacht um den Flug­hafen Donezk beteiligt. Der russische Ma­te­rial-Nach­schub war hier am 24./25. August 2014 mehr­mals Thema in „Neue Pan­zer, neues Glück„, „Noch mehr Sowjet-Hilfe“ und „Vor­marsch an allen Fron­ten„. PUTIN-MaskeÜber das neue rus­sische Ka­no­nen­fut­ter im Au­gust 2014 habe ich erst jüngst wie­der in „Krie­ge­ri­sche Stille“ ge­schrie­ben. Als Vladi­mir Putin am 29. Au­gust dann seinen „hu­ma­ni­tä­ren Kor­ri­dor“ ins Spiel brach­te und am glei­chen Tag sei­nen Naschis am Seli­ger See er­klär­te „Die Rus­sen und die Ukra­iner sind ein Volk„, da war mir klar: Jetzt kämpft er mit of­fe­nem Vi­sier, hat seinen grünen Männ­lein die Sturm­haube vom Ge­sicht ge­zo­gen, auch wenn das im Wes­ten so kei­ner mitbe­kommen hat.

Die Grafik veranschaulicht, wie ich nach dem 12. August 2014 auf den Trichter gekommen bin:
donbascontrol
(zum Vergrößern anklicken) Bis zum 11. August 2014 werden die Selbst­ver­bre­cher­re­pub­liken immer kleiner, danach wieder größer.

Kriege folgen bestimmten Gesetzmäßigkeiten und Regeln, egal wo sie ge­führt wer­den. Zwi­schen den Selbstverbrechern von Donezk und Luhansk durch­mar­schieren, ist nicht nur unortho­dox, sondern eine extrem blöde Idee. Das gilt auch für die Bewe­gung der 72. und 79. Bri­ga­de im von mir so ge­nann­ten Grenz­schlauch. Das war für die rus­si­sche Ar­til­le­rie, al­so die echt rus­si­sche, ei­ne Pa­ra­de, ein ge­fun­denes Fres­sen. 30 Män­ne­ken ha­ben die­ses erste Ton­tau­ben­schießen überlebt.

Man stürmt keine Hügel, die wie Saur Gräber keine Deckung bieten, ohne den Feind vorher von oben zuzupflastern und mit Nebel die Sicht zu nehmen. Man stürmt auch nicht frontal rauf wie die Clowns vom Azow-Bataillon, son­dern für al­le hier genann­ten Beispiels­fälle gibt es nur eine Taktik: die Zangen­be­we­gung von beiden Sei­ten des Ziels. So hat es auch das XXIV. Panzer­korps beim An­griff auf den rus­sischen Brücken­kopf am Mius-Bo­gen ge­macht und das hat funk­tio­niert.

Über so viel militärisches Unvermögen lässt sich im Sessel pupsend leicht der Kopp schütteln, aber das war es nicht. Es kann nicht nur die Unfähigkeit von Generälen gewesen sein. IMHO war auch Verrat im Spiel.

Nachdem der Krieg zwar nicht vorbei, aber verloren war, hätte man erwarten können, dass ein so gebeuteltes Volk wie die Ukrainer zusammenstehen, in die Hände spucken und den Schlamassel aufräumen. Weit gefehlt. Wer nur konnte, geriet mit Jedem in die Haare. Diese Raufereien, auch im ukrainischen Par­la­ment, werde ich im zweiten Teil von „Den Rest erledigen die Ukrainer selbst“ am nächsten Sonntag verhackstücken.